Kostenloses E-Book: Alles über E-Mail

Wenn Sie wissen möchten, was technisch hinsichtlich der guten alten Tante E-Mail alles so auf dem Markt ist, dann empfehle ich Ihnen das kostenlose E-Book, das Sie auf www.homepage-erstellen.de erhalten können: “E-Mail: Anbieter und Software” (pdf). Der Inhalt:

  • E-Mail, wie funktioniert das?
  • Kostenlose E-Mail Anbieter im Überblick
  • E-Mail-Konten von Webspace Providern
  • Alfahosting (kannte ich auch noch nicht)
  • E-Mail-Software (für mich Outlook, ist doch klar)
  • Tipps und Tricks
  • … und ein abschließendes Fazit

Letzteres kommt auch von mir. Wenn Sie jemandem einen kompakten schnellen Einstieg empfehlen müssen, dann ist dieses E-Book eine gute Wahl.

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Der Lebenszyklus eines Hypes

Im Nachgang zu dem vorigen Artikel wurde ich gefragt, was ich unter dem Lebeszyklus eines Hypes verstehe. Vor ewig langer Zeit hatte ich in meinem ersten Blog “Interessante Zeiten” einen Artikel dazu verfasst, den ich hier noch einmal veröffentlichen möchte
(Post vom 18. 1. 2006):

In der Maillist Grp-Facl, die der International Association of Facilitators IAF als Forum dient, findet zur Zeit eine lebhafte Diskussion über die Zertifizierung von Facilitators statt. Für mich stellt diese Diskussion ein gewisses Déjà-vu-Erlebnis dar.
Ich habe mich oft schon gefragt, ob Strömungen in der Beratungsszene einem gewissen Lebenszyklus folgen. Wenn ich richtig beobachte, läuft der Zyklus in folgenden Phasen ab:

  1. Schlaue Menschen kommen einer interessanten Sache auf die Spur, entwickeln neue Modelle oder (er)finden etwas Anderes, das auf lebhafte Neugier stößt.
  2. Andere interessieren sich für das Modell, gehen bei den Urhebern in die Lehre und entwickeln das Modell mehr oder weniger weiter. In den Steckbriefen steht dann meist: Ausbildung bei Richard Bandler in den USA persönlich oder so etwas ähnliches.
  3. Die Eleven der Gründer gründen wiederum eigene Ausbildungsinstitute. Das Modell erfährt eine rapide Verbreitung bis hin zum Boom.
  4. Einige Protagonisten denken darüber nach, wie man die ungebremste Ausbreitung des Modells stoppen kann. Interessanterweise sind dies in den seltensten Fällen die Urheber selbst, sondern vielmehr deren Epigonen. Es wird darüber nachgedacht, wie eine sog. Qualitätssicherung vorgenommen werden kann. Ausdruck findet dies meist in einem Curriculum mit anschließender Zertifizierung. Höhepunkt ist die Gründung eines Verbandes.
  5. Es werden klare Hürden aufgestellt, wer mitmachen darf und wer nicht. Es gibt klare Richtlinien, wer drinnen ist und wer draußen. Es bildet sich eine einschlägige “Schule” heraus, die sich klar von anderen abgrenzt. Die Spielregeln werden meist von den Verbandsgründern aufgestellt nach der Devise: Schließlich waren wir zuerst da und haben noch bei den Urvätern gelernt. Wir sind daher berufen, die Spielregeln aufzustellen. Ob die Regelaufsteller dabei ihren eigenen Kriterien genügen, hinterfragt niemand. Allein der Gedanke daran gilt als Sakrileg.
  6. Es findet eine zunehmende Institutionalisierung statt. Es gibt offizielle Verbandskonferenzen, auf denen über Ausbildungsrichtlinien gestritten wird, Datenbanken, in denen nur die stehen, die sich der Zertifizierungsprozedur unterzogen haben usw. usf.
  7. Die “Schule” beschäftigt sich zunehmend mit sich selbst und schmort im eigenen Saft. Bewahrung geht vor Veränderung. Eine Weiterentwicklung findet nicht statt, die selbstgemachte Abschottung verhindert kreativen Ideenaustausch mit Menschen, die nicht der “Schule” angehören.
  8. Die “Schule” wird von der Außenwelt weitestgehend nicht mehr wahrgenommen und versinkt nach und nach in der Bedeutungslosigkeit.

Ich gebe zu, die Aufstellung kommt etwas grob daher und ist wissenschaftlich nicht überprüft. Aber konnten wir diese Phasen nicht beobachten, beim NLP, beim Coaching und anderen Strömungen, wie jetzt beim Facilitating? Ich frage ja nur.

Soweit der Artikel.
Oft erlebt: NLP, Coaching, GTD. What’s next? Agile, Barcamp…?

Interessant in diesem Zusammenhang scheint mir auch der Hype-Zyklus, auch Gartner-Kurve genannt.

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Die Werke von Ludwik Fleck

Gestern haben wir einen schönen Abend mit Robert und Danjela Weißgraeber. Nochmals vielen Dank für das anregende Gespräch und das sensationelle Essen. Für letzteres will ich jetzt hier an dieser Stelle nicht allzu viel Reklame machen, sonst können die Zwei ihren Job an den Nagel hängen und ein Feinschmeckerrestaurant aufmachen.

Während des Abends kam die Sprache auch auf Ludwik Fleck, einem Mediziner, der mich in meiner Arbeit als Organisationsentwickler ganz entscheidend beeinflusst hat. Ich möchte hier nichts über ihn schreiben, das kann die Wikipedia viel besser.

Der Klassiker unter seinen Werken ist sicher “Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache“, in dem er die Lehre vom Denkkollektiv und von den Denkstilen entwickelt.

Vielleicht lässt sich auf diese Weise auch der “Lebenszyklus” mancher populären Ansichten, Formate, Tools usw. erklären, wie NLP, OpenSpace, Agile, Barcamp, um ein paar Beispiele willkürlich und ungeordnet aufzuzählen.

Ein anderes Buch, das ich mit großem Gewinn gelesen habe, ist “Erfahrung und Tatsache“. Vielleicht ist dieses Buch für den Einstieg sogar besser geeignet als sein Hauptwerk, denn es besteht aus einer Sammlung kürzerer Beiträge. Allerdings bekommt man auf diese Weise nicht den kompletten Wurf seines Ansatzes vermittelt. Das dritte Buch “Denkstile und Tatsachen” fehlt mir noch in meiner Sammlung. Somit weiß ich schon, was ich während der Sommerferien lesen werde.

Ich wiederhole mich: In meinem beruflichen Tätigkeit als Organisationsentwickler gibt/gab es ein Leben vor und eines nach Ludwik Fleck. Mehr kann ich über “Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache” nicht sagen. Mehr brauch ich nicht zu sagen.

Erfahrung und Tatsache: Gesammelte Aufsätze (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

Price: EUR 11,00

5.0 von 5 Sternen (1 customer reviews)

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Denkstile und Tatsachen: Gesammelte Schriften und Zeugnisse (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

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Danke für das Feedback!

Gestern gab es einen Tweet von Marcus Raitner, über den ich mich sehr gefreut habe. Ganz besonders deshalb, weil er eben von Marcus ist. Vielen herzlichen Dank!

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Die Tweets der Woche (KW 29/15)

Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit meiner geschätzten Kollegin Mary Houpt (USA) einen Workshop zum Thema “Effective Meetings” zu begleiten. Wir halten dieses Seminar komplett in Englisch und haben eine, wenn auch nicht allzu strikte, Aufteilung der Verantwortlichkeiten. Mary ist in erster Linie verantwortlich für den Gebrauch der englischen Sprache, ich für die Methodik und die typisch deutschen Englischfehler. Auf diese Weise schlagen die Teilnehmer zwei Fliegen mit einer Klappe (kill two birds with one stone): Sie verbessern ihre Englischkenntnisse und lernen, wie man effektive und effiziente Besprechungen gestalten kann. – Schön war’s, und die Teilnehmer fanden es darüber  hinaus auch äußerst nützlich.

Auf Twitter gab es diese Woche eine Menge Zeug zum Thema Krise Griechenland/Europa. Es war schon bemerkenswert, was da alles abgelassen wurde. Mir steht es nicht zu zu beurteilen, ob viele der Tweets reine Dummheiten waren (auch wenn ich es vermute), aber der Ton hat mich erschreckt und angewidert. Teilweise war er auf Stürmer-Niveau, übrigens auf beiden Seiten. Mir ist mal wieder klar geworden, wie leicht es ist, Menschen aufeinander zu hetzen. Über die Rolle des Mediums Twitter dabei bin ich mir noch nicht ganz im klaren. Sicherlich begünstigt das 140-Zeichen-Format derlei Bullshit. Ich werde auf jeden Fall meinen Umgang mit Twitter überdenken.

Und so  werden Sie in meinen Tweets der Woche keinen zum Thema Griechenland und Europa finden…

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Wie Sie auf wissenschaftlich überprüfte Weise glücklich werden

Spätestens seit dem Happiness-Projekt von Gretchen Rubin wissen wir, dass Glück kein Zufall ist. Oder zumindest nicht immer. Angeblich können wir lernen, ein glückliches Leben zu führen.

Kevan Lee ist offensichtlich der gleichen Meinung und gibt uns zehn Hinweise, wie wir glücklich werden können.  Der Clou: Alle Tipps sind offensichtlich wissenschaftlich abgesichert. Hier sind sie:

  1. Akzeptieren Sie gegensätzliche Gefühle, zur gleichen Zeit
  2. Sorgen Sie, dass glückliche Freunde in Ihrer Nähe wohnen
  3. Lernen Sie etwas Neues, auch wenn es Mühe macht
  4. Investieren Sie in gute Beratung (aka Coaching)
  5. Drücken Sie die Pausetaste, wenn Sie dem Glück hinterher jagen
  6. Sagen Sie “Nein” zu nahezu allem
  7. Feiern Sie Ihre Stärken und anerkennen Sie Ihre Schwächen
  8. Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor und hoffen Sie auf das Beste
  9. Geben Sie Ihre Lieblingsgewohnheiten auf, zumindest zeitweise
    (der Weg der Stoiker?)
  10. Tagträumen Sie, aber bleiben Sie dennoch auf dem Boden

Zu jedem Tipp liefert Kevan auch den wissenschaftlichen Hintergrund. Nicht sehr ausführlich, aber als Ausgangspunkt für die weitere Recherche durchaus geeignet. Und vergessen Sie bitte nicht, zu jeder Studie gibt es in der Regel eine Gegenstudie.

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Wie Sie Ihr Notizbuch indizieren

Ich gebe zu, seit ich vor urvordenklicher Zeit über die Ablage-Methode von Noguchi gestolpert bin, gehe ich sofort in die geistige Grundstellung, sobald ich etwas von einem Kniff aus Japan höre. Hier ist wieder so einer.

Wenn Sie ein Notizbuch aus Fleisch und Blut Papier benutzen, haben Sie sich sicher schon oft gefragt, wie man die einzelnen Notizen indizieren kann. Schließlich wollen Sie die entsprechende Notiz schnell finden ohne lang herumblättern zu müssen. Adam vom Highfive Blog hat tatsächlich einen genialen Trick ausgegraben: A little known hack from Japan to get your notebook organized. Und so geht es (am besten Sie öffnen den Originalartikel wegen der Abbildungen):

  1. Sie schreiben sich die Notiz auf, wie Sie es gewohnt sind
  2. Auf der letzten Seite Ihres Notizbuchs vermerken Sie ein Stichwort, das diese Notiz beschreibt
  3. Auf exakt der gleichen Höhe, wo dieses Stichwort steht, machen Sie an der Seite der Notiz eine Markierung. Diese Markierung muss im Vorderschnitt des Notizbuchs sichtbar sein
  4. Diesen Vorgang wiederholen Sie mit weiteren Stichwörtern, bis Sie mit der Indizierung zufrieden sind

Ich finde diesen “Hack” genial und werde ihn auch sofort ausprobieren. Irgendwo muss noch eine älteres Notizbuch von mir herumliegen.

Beachten Sie bitte auch den umfangreichen Kommentar-Thread zum Artikel. Da ist bestimmt auch der eine oder andere Hinweis dabei.

 

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Produktivitätstipps aus dem Knast

Wie Andrew Medal selbst schreibt, hat er vor einigen Jahren einen folgenschweren Fehler begangen:

Ten years ago, I made one of the biggest mistakes in my life, and got into a fight in a Las Vegas nightclub. It eventually landed me in state prison for two to five years. So you see kids, decisions we make when we’re young can in fact affect our future.

Er beschloss, die Zeit zu nutzen und aus der misslichen Situation das Beste zu machen. Wie, das hat er in drei Artikeln beschrieben.

In dem Beitrag “3 Entrepreneurial Skills Inmates Perfect” nennt er drei Problemfelder, die Häftlinge und Unternehmer gleichermaßen meistern müssen: Politik, Bootstrapping und Hunger. Bootstrapping meint hier das “aus Nichts etwas machen”.

In “How My Life as an Entrepreneur Shaped My Time in Prison”  zeigt er, wie seine unternehmerische Einstellung seinen Gefängnisaufenthalt geprägt hat. Besonders nützlich zeigten sich:

  1. Effektives Zeitmanagement
  2. Das Einbeziehen von Unsicherheit und Durchhaltevermögen im Angesicht des Unbekannten
  3. Das Zusammenbringen der richtigen Leute und der richtigen Themen
  4. Die Anpassungsfähigkeit des Startup-Gründers an die Umgebung

In seinem letzten Beitrag “6 Life Hacks Learned in Prison That Will Maximize Your Productivity” empfiehlt er uns folgende Kniffe:

  1. Früh aufstehen
  2. Jeden Tag etwas zu Papier bringen
  3. Schreiben, um effektiv zu kommunizieren
  4. Jeden Tag lesen
  5. Bootstrapping (s. weiter oben)
  6. Das System innerhalb des Systems schlagen

Ich finde, besonders in seinem letzten Artikel gibt uns Andrew wertvolle Tipps, die zum Nachdenken anregen. Außerdem gibt es auch ein paar Seitenhiebe auf Tim Ferriss, womit er bei mir ohnehin Punkte sammelt. Hier der vielleicht beste Ratschlag, den Andrew uns zu bieten hat:

As a big mental note: prison totally sucks (…) — I’d recommend not going.

Kann ich nachvollziehen.

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Die Tweets der Woche (KW 28/15)

In dieser Woche durfte ich zwei Workshops zur Einführung von Teamarbeit bei einem großen Automobil-Zulieferer begleiten. Im ersten wurden Werker über die Hintergrunde von Teamarbeit informiert, im zweiten Teamsprecher auf ihre Aufgabe vorbereitet. Es waren interessante zwei Tage. Danke an die Teilnehmer für das engagierte Mitmachen.

Was sonst noch geschah, erfahren Sie in meinen Tweets der Woche:

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Achtung! Der dicke Haken bei MS Outlook 2016 für Mac

Microsoft kann es einfach nicht lassen. Die neue Version von Outlook für den Mac kann ja schön sein wie sie will, aber wenn wichtige Funktionen nicht mehr enthalten sind, dann wird sie wertlos. „Verschlimmbessern“ nennt das der Volksmund. Und genau das ist bei Outook 2016 für den Mac wieder einmal passiert. Der Grund:

Es ist unmöglich, eine e-Mail direkt in eine Aufgabe zu überführen.

Dies ist aber der entscheidende Pluspunkt von Outlook. In der älteren Version Outlook 2011 für den Mac ging das, wenn auch nicht besonders elegant.

In der neuen Version ist dies nicht mehr möglich, wie dieser Thread belegt. Fazit: Ich habe das neue Office für Mac wieder deinstalliert und bin reumütig wieder zu Office 2011 zurückgekehrt. Gott sei Dank ging das problemlos. Was unter Windows passiert wäre, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

Eine Frage bleibt aber offen:

Warum werden bei neuen Versionen auf äußerst selbstherrliche Weise einfach nützliche Funktionen gestrichen?

In diesem Fall wurde sogar eine USP gekillt, ein Feature also, das Outlook einzigartig gemacht hat. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

PS: Falls ich mich getäuscht habe und die Funktion mittlerweile wieder läuft, dann bitte ich um Benachrichtigung, nehme alles zurück und entschuldige mich in aller Form.

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