GTD ® im Kanban-Stil

Ich gebe zu, mir ist als ehemaligem gelernten Ingenieur, Kanban lediglich als eine Methode der Produktionssteuerung bekannt gewesen. Dass Kanban auch in der Softwareentwicklung genutzt wird, habe ich erst später durch meine Freunde aus dem IT-Projektmanagement erfahren. Aber auch in der Selbstorganisation wird der Ansatz als „Personal Kanban“ genutzt, wie ich auch an dieser Stelle mehrfach berichtet habe.

Nachdem ich das einschlägige Buch von Jim Benson & Tonianne DeMaria Barry gelesen hatte, habe ich eine Zeitlang mit Personal Kanban experimentiert. Leider konnte ich nie so richtig den Zugang zu dieser Methode finden. So bin ich bei meiner alten Konfiguration GTD®/Linenberger plus Outlook treu geblieben.

Wenn Sie GTDer sind und dennoch Personal Kanban einmal ausprobieren möchten, dann folgen Sie doch der dreiteiligen Serie von Pascal Venier: Doing GTD Kanban Style (Teil 1Teil 2Teil 3). 
Nach einer kurzen Zusammenfassung von GTD® im ersten Teil erklärt Pascal, wie man die beiden Methoden gewinnbringend miteinander kombiniert.

Ich werde keinen neuen Anlauf machen. Aber wenn Sie mit dieser Kombinationen Erfahrungen gesammelt haben, geben Sie diese doch an uns weiter.

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Wie Sie richtig Ziele setzen

Die Teilnehmer an meinen Workshops und auch manche ToolBlog-Leser wissen, dass ich ein sehr ambivalentes Verhältnis zum Thema “Ziele” habe. Auf der einen Seite muss ich anerkennen, dass ein Ziel sehr wohl ungeahnte Kräfte freisetzen kann. Auf der anderen Seite sehe ich, wie in Unternehmen das “Ziel” wie eine Monstranz vor sich her getragen wird. Keiner traut sich mehr, sowohl Zielfindungsprozess als auch Ziele selbst kritisch zu hinterfragen. Von dem gedankenlosen (oder absichtsvollen) Durcheinandermixen von “vereinbaren” und “vorgeben” ganz zu schweigen.

Falls Sie sich von meinen kleinlichen Bedenken nicht abbringen lassen und partout Ziele definieren möchten, dann ist der Smart Goals Guide vielleicht der richtige Führer für Sie. Dem Thema “Ziele” widmen die Autoren ein ganzes Portal, auf dem Sie eine Vielzahl von Tipps zur Formulierung, Visualisierung und Umsetzung finden. Außerdem können Sie sich auf der Website ein paar Vorlagen herunterladen, die Sie im Umgang mit Zielen unterstützen.

BTW: Scharfe Augen werden beim Lesen der Überschrift bemerkt haben, dass ich geschrieben habe “Wie Sie richtig Ziele setzen” und nicht “wie Sie die richtigen Ziele setzen”.

Ich bitte dies sorgsam zu beachten. ;-)

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Die minimalistische Kleiderordnung

Vor einiger Zeit hat mich Toolblog-Leser Daniel auf die Möglichkeit hingewiesen, wie durch die clevere Auswahl und Zusammenstellung der eigenen Kleidungsstück die persönliche Produktivität gesteigert werden kann. In einem Kommentar schrieb er:

Entsprechend würden nicht alle Leute mit der gleichen Kleidung rumlaufen, sondern jede Person würde immer die gleiche, persönlich ausgewählte Kleidung tragen (Steve Jobs Jeans, Jeff Bezos Khakis, etc.). Das würde nicht nur das Erkennen von Personen vereinfachen, sondern auch den Start in den Tag.

Das mit dem Start in den Tag leuchtet mir unmittelbar ein. Vor allem denke ich aber an die Klamotteneinkaufstouren, die mir ein Gräuel sind und die man auf  diese Weise stark vereinfachen kann.

Daniel empfiehlt auch einen Artikel auf Projekt333, in dem u.a. mit einem Video erklärt wird, wie Sie bei der Vereinfachung seiner Garderobe vorgehen können: 4 Ways to Get Creative with a Tiny Wardrobe.

Auch Melanie Pinola hat sich zum Thema Gedanken gemacht. In ihrem Beitrag “Create a Minimalist Wardrobe with These Essential Clothing Items“ weist sie auf zwei Infografiken hin, in der Männlein und Weiblein gezeigt bekommen, wie sie auf einfache, aber wirkungsvolle Weise ihre Garderobe gestalten können.

Die Infografik für die Damen finden Sie in dem Artikel „A guide to organising your wardrobe“, das Gegenstück für Männer auf „Lifestyle by PS“: Wardrobe essentials for men – Build your wardrobe from the ground up. In letzterem Beitrag finden Sie auch einen Link zu einem kostenlosen E-Book, in dem Sie die Prinzipien der Kleiderwahl noch einmal ausführlich nachlesen können.

Die männliche Version der Infografik sehen Sie hier:

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Das Boot-Camp für Quiz-Shows

Wenn Sie Ihren derzeitigen Job nicht mehr leiden können und in Ihrem Leben ein neues Kapitel aufschlagen möchten, dann denken Sie doch einmal über die Karriere bei Günter Jauch & Co nach. Die Preisgelder sind nicht schlecht und angenehmer als das Dschungelcamp ist das allemal.

Klar, Sie sollten vorher etwas trainieren, aber dafür gibt es die Website allgemeinbildung.ch. Sie finden dort 8426 kostenlose Online-Übungen & Arbeitsmaterialien zu allen möglichen Wissensgebieten. Das Angebot umfasst alle Disziplinen, die auch in den Schulen gelernt werden, für das „Vermischte“ müssen Sie also leider weiter „Gala“, „Bunte“ oder „Spiegel online“ lesen.

Falls Sie gar nicht vorhaben bei Jauch aufzutreten, dann ist das Über auch nicht umsonst. Schließlich kann man auch auf Skihütten, Stammtischen oder Cocktailparties als Klugscheißer reüssieren. Und Spaß macht es außerdem.

BTW: Wie hieß doch gleich die Hauptstadt von Burkina Faso?

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Schlaue Tipps produktiver Zeitgenossen

Produktivitätsfreaks haben etwas mit Weinkennern und Freunden guten Olivenöls gemeinsam. Jeder hat seinen Geheimtipp, auf den er/sie Stein auf Bein schwört. Jeff Haden hat die Kniffe besonders produktiver Mitmenschen gesammelt: 28 Steal-Worthy Tips From the Most Productive People on the Planet.

Mit dabei sind die üblichen Verdächtigen wie David Allen, Tim Ferriss oder Merlin Mann, aber auch Leute, die man nicht zu allererst in der Produktivitätsecke suchen würde, z. B. Napoleon Bonaparte oder Nassim Taleb.

Wenn ich mich richtig erinnere, stammt auch der folgende Satz aus Nassim Talebs Buch „Der schwarze Schwan“:

Don’t just collect books you have read; collect the books you haven’t read.

Ich finde das absolut einleuchtend, weiß aber nicht recht, was das mit Produktivität zu tun hat. Außerdem trenne ich mich ungern von meinen Büchern, Vernunft hin oder her.

BTW: Ich muss immer ein bisschen über die Grandiosität unserer amerikanischen Freunde schmunzeln („Most productive people on the planet“). Ein Nummer kleiner können sie einfach nicht. ;-)

 

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Die Tweets der Woche (KW 07/15)

Ich bin ein bekennender Fan der “Links der Woche” auf Toms Gedankenblog. “Will ich auch”, denke ich mir schon seit geraumer Zeit. Allerdings bin ich bei weitem nicht so fleißig wie Thomas Michl und beschränke mich daher auf die “Tweets der Woche”.

Mein Vorhaben: Jede Woche poste ich mit Hilfe von Storify Tweets, die mir aufgefallen sind, aus welchen Gründen auch immer. Und ja, auch eigene Tweets sind dabei. Schließlich gibt es auch da Hinweise, die ich archivieren möchte.

In Zukunft möchte ich noch mehr mit Storify experimentieren. Für Hinweise geneigter Leserinnen und Leser, was man mit dieser Anwendung noch so alles anstellen kann, bin ich dankbar.

Hier die Tweets….

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Warum Manager zu Ekelpaketen werden

Wir kennen alle Chefs, “Führungskräfte” oder Manager, die, naja sagen wir einmal, “verhaltensauffällig” sind. Nun stellen sich folgende Fragen:

  • Waren diese Ekelpakete schon immer so oder sind sie im Lauf der Zeit erst so geworden?
  • Muss man ein Ekelpaket sein, um in Managementpositionen zu kommen oder gelingt das auch umgänglichen Menschen?
  • Warum werden Menschen als Hierarchen so oft zu Ekelpaketen?

Scott Berkun ist der letzten Frage nachgegangen. In seinem Artikel “Top ten reasons managers become assholes” benutzt er für “Ekelpaket” einen anderen, vielleicht treffenderen Ausdruck und kommt zu folgendem Ergebnis:

  1. Sie bewunderten einen Chef, der ein Ekelpaket war
  2. Sie fühlen sich in ihrer Rolle unsicher
  3. Sie ziehen Einschüchterung der Führung von Mitarbeitern vor
  4. Ihr Leben ist vermurkst (Sch…)
  5. Sie sind von ihrem Weg abgekommen
  6. Sie jagen einer Beförderung hinterher
  7. Die ganze “Befehlskette” ist vergiftet
  8. Das Peter-Prinzip kommt zum Tragen
  9. Sie sind gar keine Ekelpakete, sondern einfach nur unsensibel oder vergesslich
  10. Sie sind wie verrückt in sich selbst verknallt

Zu jeder dieser Gründe ließe sich eine eigener Beitrag schreiben. Eine Bemerkung meinerseits zum Punkt 5:

Ich empfehle Berufsanfängern dringend aufzuschreiben, was und wie sie arbeiten möchten. Das ist die Leitplanke für die eine Seite. Die Leitplanke für die andere Seite besteht darin zu notieren, was man auf keinen Fall tun möchte. Es empfiehlt sich, seine Arbeit (sein Leben?) mit Hilfe dieser Liste von Zeit zu Zeit kritisch zu überprüfen: Bin ich noch in der Spur oder drifte ich langsam in eine Richtung ab, in die ich gar nicht will?

Machen wir uns nichts vor, wir leben mit unserer Umwelt in einer Wechselbeziehung. Wir werden von ihr beeinflusst und beeinflussen sie ebenfalls. Da macht es Sinn, ab und zu die Außenperspektive einzunehmen und einen Blick auf das eigene Tun zu werfen.

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Banale Handlungen mit großer Wirkung

„Kleine Ursache, große Wirkung“, sagt der Volksmund und so sind es auch oft die kleinen Verhaltensweisen im Tagesgeschäft, die unsere Produktivität beeinträchtigen. David Zaleski hat 7 einfache, aber wirksame Produktivitätskiller zusammengetragen: 7 mundane tasks that halt productivity. Als da sind:

  1. Den Laptop mit in die Besprechung bringen
  2. Unnötige Besprechungen abhalten
  3. Drumherum reden
  4. Dauernd auf das Smartphone starren
  5. Ständig auf Facebook & Co nachschauen
  6. Zu viele E-Mail und zu viele Leute auf /CC
  7. Mehrere Dinge gleichzeitig tun (Multitasking)

Zu jedem Punkt gibt es ein Videointerview, in dem Mitmenschen ihre Meinung zu den einzelnen Punkten äußern. Hier die Meinung zu „Laptop in Besprechungen“:

Ich denke, diese Punkte leuchten unmittelbar ein. Für mich ist in diesem Zusammenhang das 1. Thema, das mit den Laptops interessant. Unter den Firmen, die ich kenne, wird das unterschiedlich gehandhabt. Für oder gegen die Benutzung von Laptop-Computern in Besprechungen gibt es sicherlich für beide Seiten gute Argumente.

Meine Frage: Wie halten Sie es in Ihrem Unternehmen, was spricht für Sie dafür, was dagegen?

 

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