Besprechungnotizen mit Mind-Maps
Besprechungsnotizen anzufertigen ist nicht immer einfach. Unsere Gehirne arbeiten in der Regel nicht linear, sondern springen mit ihren Gedanken hin und her. Wir sagen ja auch “unsere Gedanken kreisen um etwas”. Kurz: Das Gehirn kennt keine Agenda. Für den Protokollanten in einer Besprechung kann dieser Umstand Quelle tiefer Mühsal sein. Da ist man beim Tagesordnungspunkt 3 und dann hat jemand plötzlich eine geniale Idee zum TOP 1, die er/sie unbedingt loswerden muss. Schon geht das Hin-und Herblätter und das Einflicken los.
Was läge daher näher, als Mind-Maps für Besprechungsnotizen zu verwenden? Durch den organisch wachsenden Aufbau kann man den o. a. Gliederungsproblemen entgehen und notfalls zusätzliche Informationen an dem entsprechenden Ast anfügen, sollte sich die Diskussion sprunghaft entwickeln. Das meint auch Chuck Frey und empfiehlt Ihnen 6 awesome strategies for taking meeting notes with mind maps. Diese sind (Bemerkungen von mir):
- Besorgen Sie sich einen Tablett-PC
(Na ja, so wirklich erfolgreich waren die Dinge in der Vergangenheit ja nicht. Und das, obwohl alle Autoren, die sich mit Selbstmanagement im weitesten Sinn beschäftigen, den Tablett-PC empfehlen: Atkinson, Linenberger). Wir dürfen gespannt sein, ob iPads & Co eine neue Runde einläuten.) - Machen Sie handschriftliche Notizen, die Sie anschließend aufbereiten
(Zu diesem Zweck empfehle ich Ihnen die Cornell-Methode: (1) Schreiben Sie Ihre Notizen ohne großartig zu reflektieren, (2) Schreiben Sie zu den jeweiligen Absätzen Stichworte an den Rand, (3) Fassen Sie im unteren Teil Ihre Notizen als Mind-Map zusammen.) - Verwenden Sie eine Software-Lösung für die Agenda, die Sie dann in der Besprechung handschriftlich ergänzen
- Verwenden Sie Farbcodes in Ihren Maps
- Benutzen Sie Mind-Maps nur zu bestimmten Anlässen
- Machen Sie sich keine Sorgen um die Abneigung gegen Laptops in Besprechungen (Au weia. Da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe den Eindruck, in den Unternehmen tobt gerade zu diesem Thema ein Kulturkampf. Es gibt Firmen, die neben dem Verbot von Mobiltelefonen auch ein Verbot von Laptops in die Besprechungsregeln aufgenommen haben. Ausnahme ist allerdings das Laptop für den Protokollführer. Insofern stimmts dann wieder.)
Weitere Tipps zum Thema Notizen und Mind-Maps finden Sie in dem Artikel Note Taking and Note Making with Mind Maps (via Chuck Frey).


The Backchannel: How Audiences are Using Twitter and Social Media and Changing Presentations Forever Voices That Matter: Cliff Atkinson: Englische Bücher







