Kategorie-Archiv: WorkLife

8 Arten um die eigene Produktivität zu sabotieren

Die Weisen des Zeitmanagement um ihren Guru Lothar J. Seiwert nannten sie “Zeitdiebe”. Wie der Name schon sagt, sind dies Tätigkeiten, Störungen oder Umstände, die uns wertvolle produktive Zeit wegnehmen.

In ihrem Beitrag “8 Ways You’re Sabotaging Your Productivity and How to Stop” zählt sie die wichtigsten auf und gibt ein paar Hinweise, wie Sie sich vor ihnen schützen können:

  1. Zu viele Besprechungen
    Ich würde einschränken: Zu viele ineffiziente Besprechungen
  2. Unnötige Dienstreisen
  3. Ineffiziente Kommunikation
  4. Verloren gegangene Information
  5. Fehlendes Mitarbeiterengagement
  6. Mangelnde Förderung von Innovation
  7. Wenig Bereitschaft aktiv zu werden
  8. Mangel an guten Ideen

Über den 2. Punkt muss ich mich etwas wundern, denn uns stehen viele Kommunikationsmittel via Internet zur Verfügung, Da sollte man doch die Reiserei auf das Nötigste beschränken können. Sollte man meinen…
Dennoch: Offensichtlich ist die menschlichen Kommunikation “face to face”, wie unsere amerikanischen Freunde sagen, nicht so einfach durch technische Hilfsmittel zu ersetzen.

Und das hat ja auch sein Gutes, finden Sie nicht?

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Wie Sie sich unvergesslich machen

Sie kennen das von Konferenzen, Parties oder sonstigen Zusammenkünften. Wenn man sich vorstellt oder von anderen vorgestellt wird, geht es im Grunde genommen um die drei Fragen:

  1. Wie heißen Sie?
  2. Was machen Sie beruflich?
  3. Woher kommen Sie?

Oft wird die Beantwortung dieser Fragen mit dem rituellen Austauschen der Visitenkarten untermalt.

Wenn dies mit verschiedenen Menschen mehrmals während der Veranstaltung geschieht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie die Person vergessen oder von ihr vergessen werden.

John Corcoran gibt uns Tipps, wie wir bei unserem Gegenüber Anker setzen, die uns dabei helfen, in Erinnerung zu bleiben: Be More Memorable: How to Better Answer the 3 Questions You Always Get Asked When Meeting Someone New. Sie lauten:

  1. Wiederholen Sie Ihre Antwort (aber nicht auf plumpe Weise)
  2. Stellen Sie eine Frage
  3. Erzählen Sie eine Geschichte
  4. Seien Sie klar verständlich und versuchen Sie nicht, übermäßig clever zu wirken
  5. Stellen Sie eine persönliche Verbindung her
  6. Finden Sie Ihr besonderes persönliches Etwas heraus

Damit wir wissen, was gemeint ist, nennt uns John zu jedem Punkt einige praktische Beispiele.

BTW: In Oberschwaben werden die drei o.a. Fragen manchmal zu einer einzigen zusammengefasst: “Wem g’herscht Du?”. Auf hochdeutsch: “Wem gehörst Du?”. Besonders Kinder werden mit dieser Frage gerne konfrontiert.

Wie habe ich als Kind diese Frage gehasst…

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[Foto von takomabibelot [via flickr]]

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Gesprächsführung: Wie Sie Rapport herstellen (mit Tipps vom FBI)

Viele kennen den Begriff “Rapport” als Fachausdruck aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP). Manche aber auch nicht. Darum hier die kurze Erklärung: Rapport ist das, was wir meinen, wenn wir sagen, zwei Menschen seinen  “auf der gleichen Wellenlänge” oder zwischen beiden “stimme die Chemie”. Die superschlaue Wikipedia weiß es natürlich wieder besser:

Rapport (frz. „Beziehung, Verbindung”) bezeichnet eine aktuell vertrauensvolle, von wechselseitiger empathischer Aufmerksamkeit getragene Beziehung, d.h. „guten Kontakt“ zwischen zwei Menschen, insbesondere zwischen Psychotherapeut und Klient resp. Hypnotiseur und Hypnotisiertem.

Wie auch immer. Normalerweise brauchen Sie sich um Rapport nicht zu kümmern. Das funktioniert automatisch oder unbewusst (oder eben auch nicht, dann bekommen Sie “keinen Draht”). Aber natürlich können Sie auch versuchen, Rapport bewusst herzustellen. Wie das geht, zeigen uns Eric Barker und das FBI in dem Artikel “Top 10 FBI Behavioral Unit Techniques for Building Rapport With Anyone“. Hier die Hinweise der Spezialisten:

  1. Setzen Sie künstliche zeitliche Beschränkungen
  2. Stellen Sie sicher, dass Ihre Sprache und Ihr Körperausdruck zueinander passen
  3. Sprechen Sie langsam
  4. Bitten Sie um Hilfe
  5. Stellen Sie Ihr Ego hintan
  6. Zeigen Sie dem Anderen Ihre Wertschätzung (fragen Sie)
  7. Fragen Sie wie, wann, warum? (offene Fragen)
  8. Quid Pro Quo (oder anders: Ich gebe, damit Du gibst)
  9. Schenken Sie etwas
  10. Überprüfen Sie Ihre Erwartungen

FBI hin oder her, ich finde die Tipps durchaus nützlich.

Übrigens finden Sie bei Reddit eine Diskussion zu dem o.a. Artikel, an der Sie sich aktiv beteiligen können. Die Lektüre ergänzt den Beitrag perfekt, finde ich.

 

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Wie Sie Ihre Kontakte warmhalten

Dass einzelkämpfende (?) Freelancer (so wie ich) ihr Netzwerk ausbauen und pflegen müssen, dürfte jedem sofort einleuchten. Die Wichtigkeit, Kontakte zu knüpfen und zu erhalten wird aber gerade von Angestellten oft unterschätzt. Ein Mensch ist nun mal ein Zoon Politikon, wie Aristoteles bemerkte.

Wie Sie bei der Pflege Ihres Netzwerks vorgehen sollten, erklärt Ihnen Hannah Morgan in Ihrem Artikel “8 Creative Ways to Connect With Your Network“:

  1. Senden Sie Feiertagsgrüße (Es ist Weihnachten!)
  2. Gratulieren Sie zum Geburtstag
  3. Geben Sie einen Newsletter heraus
  4. Beglückwünschen Sie zu allen möglichen Anlässen
  5. Übersenden Sie eine kleine Aufmerksamkeit
  6. Melden Sie sich auch nach einem Misserfolg, und versuchen Sie, die Sache zu drehen
  7. Teilen Sie wertvolle Neuigkeiten mit
  8. Greifen Sie ab und zu zum Telefon

Man kann darüber streiten, ob diese Hinweise wirklich “kreativ” sind. Ich meine, es handelt sich vielmehr um eine Aufzählung bewährter Methoden zur Kontaktpflege.
BTW: Vergessen Sie nicht, dass das beste aller Mittel nach wie vor die persönliche Begegnung ist. Wenn Sie also in der Gegend sind, machen Sie einen Besuch oder gehen sogar zusammen zum Essen.

Haben Sie noch einen Tipp auf Lager?

 

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5 Gelegenheiten, bei denen Sie NICHTS tun sollten

Normalerweile geben uns die Gurus des Zeitmanagements eine Menge Tipps, wann man was tun sollte.

James Altucher dreht den Spieß um und empfiehlt uns, bei folgenenden Gelegenheit gerade nichts zu tun: 5 Ways to Do Nothing and Become More Productive. Hier sind seine Tipps:

  1. Tun Sie nichts, wenn Sie sauer sind
  2. Tun Sie nichts, wenn Sie paranoid sind
  3. Tun Sie nichts, wenn Sie besorgt sind
  4. Tun Sie nichts, wenn Sie müde sind und
  5. Tun Sie nichts, wenn Sie gemocht werden möchten

Zu 1:
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es im Soldatengesetz eine Vorschrift, nach der man sich erst beschweren durfte, nachdem eine Nacht seit dem Vorfall vergangen. war. Seit meiner Wehrzeit (1979-1980) habe ich oft an diese Regel denken müssen. Es gab bei der Bundeswehr weiß Gott dämlichere Vorschriften. Diese ist schon fast weise zu nennen.

Zu 2:
Manche Menschen denken fast ausschließlich über die Zukunft in Katastrophenszenarien. Mit dieser verzerrten Wahrnehmung ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, etwas zu unternehmen, was man später bereuen wird.

Zu 4:
David Allen meint zu Recht, das Prioritäten nicht zuletzt vom Energielevel abhängen, in dem man sich gerade befindet. Je komplexer und wichtiger eine Aufgabe ist, um so frischer sollten man bei Ihrer Erledigung sein.

Zu 5:
Ich habe mich gefragt, ob es nicht besser heißen soll „damit Sie gemocht werden“. Wie auch immer, es gilt der Satz von Franz Josef Strauß: „Wer Everybody’s Darling sein will, ist meistens Everybody’s Depp,”

Jeder sollten so eine kleine Checkliste zum Schutz vor Aktionismus haben. Wie lauten Ihre Tipps?

 

 

 

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Apps für Glück und Persönliches Wachstum

Wenn Sie mich fragen, was Glück ist, dann werde ich Ihnen wohl die Antwort schuldig bleiben. Ich glaube, Glück ist ein sehr individuelles Phänomen, das schwer allgemeingültig zu beschreiben ist, wenngleich es sogar einen Staat gibt, der genau dies versucht. Immerhin misst man im Königreich Bhutan den Erfolg des Regierens am Bruttonationalglück. Aber ich schweife ab…

Rosemary Rice hat für sich, wenn nicht eine Definition, so doch die Baustein für Glück und persönliche Entwicklung gefunden. Nicht nur das, sie zählt auch Apps auf, die Ihnen im Gebrauch dieser Elemente unterstützen können. Beides finden Sie in Ihrem Beitrag “Apps for Happiness and Personal Development“. Rosemary nennt Apps für die Bereiche

  • Änderungen von Gewohnheiten
  • Atmung und guter Schlaf
  • Sport und Ernährung
  • Meditation
  • Emotionales Bewusstsein u.a.

Am Ende des Artikels berechnet Rosemary aus, wie viel Zeit täglich dazu verwendet, um am Glück zu arbeiten und sich persönlich zu entwickeln.

Wir wollen ja produktiv sein, oder ? ;)

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Wie Sie Ihren Elevator Pitch optimieren

Was ist ein Elevator Pitch? Lassen wir unserem Gedächtnis von Wikipedia auf die Sprünge helfen:

An elevator pitch, elevator speech, or elevator statement is a short summary used to quickly and simply define a person, profession, product, service, organization or event and its value proposition.
(Die deutsche Community diskutiert mal wieder über die Relevanz des Artikels)

Wer meint, man könne so eine Aufzugsrede einfach so aus dem Ärmel schütteln, der irrt gewaltig. Sie müssen schon etwas Gehirnschmalz investieren, wenn Ihre Kurzvorstellung überzeugend ausfallen soll.

Sie können sich aber beim Erstellen Ihres Elevator Pitchs helfen lassen. Open Colleges hat dazu eine eigene Seite erstellt: How To Write the Perfect Elevator Pitch.
Eine nette Idee übrigens, die Anleitung selbst als Fahrstuhl darzustellen.

Danke an Sarah Del Rosario für den Hinweis.

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Wie gutes Storytelling funktioniert

Ich habe nie ganz verstanden, warum manche Kolleginnen und Kollegen feuchte Augen bekommen, wenn Sie über „Storytelling“ sprechen. Geschichten erzählen gehört zum Leben der Menschen wie das täglich Brot. Meiner bescheidenen Meinung ist das Erzählen von Geschichten das einzig richtige Element, um komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen. Dazu wird das „Storytelling“ auch in allen Kulturen der Welt benutzt, in Form von Märchen, Erfahrungsberichten usw. usf.

Letztendlich sind auch die Bekenntnisse erfolgreicher Manager in Buchform nichts anderes. Nämlich die Darstellung komplexer wirtschaftlicherZusammenhänge durch das Erzählen von Anekdoten. Sie wissen schon, Bücher der Art von Jack Walsh: Wie ich die Welt rettete… So weit ist das von Märchen gar nicht entfernt.
Insofern ist es auch nur konsequent, dass Storytelling auch wertvoller Bestandteil in Trainings und Workshops sein kann. 

Cyriaque Lamar hat in einem Beitrag zusammengestellt, auf welchen Grundsätzen eine gute Geschichte beruht und wie man eine gute Geschichte entwickelt: The 22 rules of storytelling, according to Pixar.
Sie sehen es am Titel. Als Vorbild hat sich Cyriaque Lamar die Pixar Animation Studios Pixar genommen, denn wenn jemand gute Geschichten erzählen kann, dann die Mitarbeiter dieses Hauses.

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Mihaly Csikszentmihalyi erklärt den Flow

Heute gibt es anstatt einen Beitrag einen Film zu sehen: Mihaly Csikszentmihalyi über “Flow”. Ach so, “Csikszentmihalyi” kann ich immer noch nicht aussprechen.

BTW: In letzter Zeit stimmt bei mir etwas mit WordPress nicht. Artikel werden einfach nicht gepostet. Vielleicht hängt das mit der Software “Blogo” für den Mac zusammen?

 

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Planen Sie rechtzeitig Ihre Weihnachtsfeier

How to Plan an Office Christmas PartySie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, die Vorweihnachtszeit nähert sich mit Riesenschritten, urplötzlich, wie jedes Jahr. Damit verbunden sind die unvermeidlichen Büro-Weihnachtsfeiern. Vielleicht haben Sie dieses Jahr das kurze Streichholz gezogen und sind somit für die Vorbereitung der Weihnachtsfeier für Ihre Büro verantwortlich?

Keine Bange, das ist gar nicht so schwer. Ein Artikel auf WikiHow zeigt Ihnen, an was Sie alles denken sollten: How to Plan an Office Christmas Party.

Und hier ist der Plan:

  1. Entscheiden Sie, wo die Party steigen soll (Büro oder woanders)
  2. Legen Sie einen Termin fest (Es wird Zeit, Leute!)
  3. Laden Sie die Gäste ein (Vorsicht, Falle!)
  4. Wählen Sie ein Motto (das ist amerikanisch, wir haben schließlich nicht Fasnet)
  5. Gibt es besondere Überlegungen für die Speisen (Achtung! Vegan verbreitet sich gerade in Windeseile)
  6. Welche Getränke soll es geben? (Nichts „Hartes“, manche Kollegen könnten peinlich werden)
  7. Gibt es ein Unterhaltungsprogramm und wie soll es aussehen? (Wichteln? ;) )
  8. Wer bezahlt das Ganze?

Der 8. Punkt wurde von mir eingefügt. Aus Erfahrung.

Sie merken schon, so eine Weihnachtsfeier birgt eine Menge Fallstricke und Konfliktstoff. Da heißt es, umsichtig zu Werke gehen.

 

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