Kategorie-Archiv: Präsentieren

Tipps für Redner von Winston Churchill

Wenn ich richtig informiert bin, dann wird in Großbritannien die Debattenkultur gepflegt und in den Schulen das Debattieren sogar gelehrt, zumindest in den weiterführenden. Das führt dazu, dass im Unterhaus regelrechte Redeschlachten mit einem durchaus hohen Unterhaltungswert ausgetragen werden. Man vergleiche dies nur einmal mit unseren Bundestagssitzungen. Ärzte wollen diese schon als Therapie gegen Schlafstörungen aller Art verschreiben.

Einer der größten Redner des Vereinigten Königreichs war sicher Winston Churchill, dessen „Blut, Schweiß und Tränen“-Ansprache auch hierzulande ein Begriff geworden ist.

Brett und Kate McKay haben in dem Artikel “The Winston Churchill Guide to Public Speaking“ die Redekunst von Churchill näher untersucht. Hier die wichtigsten Hinweise:

  1. Formulieren Sie aus, was Sie „rüberbringen“ möchten
  2. Fertigen Sie Ihre Rede mit großer Sorgfalt an
  3. Wählen Sie die richtigen Worte
  4. Versehen Sie Ihre Rede mit einem unwiderstehlichen musikalischen Rhythmus
  5. Führen Sie Ihre Argumente sollten zu einer zwingenden Schlussfolgerung
  6. Verwenden Sie Bilder und Analogien
  7. Geben Sie den versteckten Stimmungen und Idealen der Zuhörer eine Stimme
  8. Seien Sie aufrichtig

Alle Hinweise werden in dem Artikel von den Autoren aufwändig mit Beispielen und Bildern belegt. Ein interessanter und nützlicher Beitrag!

Über den Debattenredner Churchill wird folgende Geschichte erzählt. Eine weibliche Oppositionspolitikerin rief ihm im Unterhaus zu: „Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift geben.“ Darauf antwortete er: „Und wenn Sie meine Frau wären, würde ich es nehmen.”

Können Sie sich so etwas bei uns vorstellen?

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Nur 10 Folien – Mehr brauchen Sie nicht für Ihren Pitch

Ich mag Denglisch nicht. Aber manchmal möchte ich schon gerne englische Ausdrücke verwenden. “Pitch” ist zum Beispiel viel kürzer und prägnanter als das deutsche “Verkaufsgespräch“. Allerdings trifft das “Verkaufsgespräch” den englischen Ausdruck nicht immer. Manchmal ist mit Pitch auch ein Agenturpitch gemeint. Ähnlich zwar, aber nicht dasselbe.

Letzteren hat Guy Kawasaki wohl im Sinn gehabt als er seinen Artikel “The Only 10 Slides You Need in Your Pitch” geschrieben hat. Auch hier folgt Guy ganz konsequent seiner 10/20/30-Regel:

  1. Nicht mehr als 10 Folien
  2. Dauer unter 20 Minuten
  3. Schriftgröße mindestens 30 pt

Eine Infografik zeigt, wie diese Regel auf einen “Pitch” angewandt wird. Schauen Sie hier:

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Wie ein großes Ego jede Präsentation zerstört

Als ich noch jung und hübsch war, durfte ich an Tagungen teilnehmen, die von meiner damaligen Berufsvereinigung organisiert wurden. Das Format war klassisch, es folgte Vortrag auf Vortrag, zwischen denen immer Fragen an den Referenten gestellt werden durften. Bemerkenswert war, dass immer nur diejenigen Herren (!) Fragen gestellt haben, die in der Hierarchie dieses Verbandes ganz oben an der Spitze standen. Dementsprechend nervös wirkten die Referenten dann auch bei der Antwort. Wobei….

eigentlich waren die Fragen gar keine Fragen, sondern eher Statements, die die Bedeutung des “Fragenden” unterstreichen sollten. Auf ein langes Statement, dass man das alles ja schon kenne und auch schon vor Jahren in der eigenen Firma praktiziert habe, folgte dann eine kurze geschlossene Frage, wohl mehr um die Form zu wahren: “Sehen Sie das auch so?”

Aber nicht nur im Auditorium sitzen Menschen mit übergroßem Ego, sondern auch die Referenten selbst strotzen mitunter vor unangemessenen Selbstvertrauen. Daniel Scocco erklärt in seinem Artikel “7 Ways that Ego Can Kill Your Presentation“, wie Selbstdarsteller ihre eigene Präsentation an die Wand fahren können:

  1. Sie sprechen dauernd über ihren Hintergrund und ihre Errungenschaften
  2. Sie benutzen dauernd Fremdwörter oder Bonmots
  3. Sie verwenden Modeausdrücke
  4. Sie betreiben übermäßige Eigenwerbung
  5. Sie zeigen komplizierte Diagramme und Formeln um das eigene Wissen zu demonstrieren
  6. Sie präsentieren zu viel Informationen
  7. Sie kommunizieren nicht mit den Zuhörern, weil sie sich für die alleinigen Experten halten

Alles schon einmal erlebt, oder? In den meisten Konferenzen gibt es allerdings für Sie als Zuhörer einen Ausweg: Das Gesetz der zwei Füße.

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Wie Sie Ihren Elevator Pitch optimieren

Was ist ein Elevator Pitch? Lassen wir unserem Gedächtnis von Wikipedia auf die Sprünge helfen:

An elevator pitch, elevator speech, or elevator statement is a short summary used to quickly and simply define a person, profession, product, service, organization or event and its value proposition.
(Die deutsche Community diskutiert mal wieder über die Relevanz des Artikels)

Wer meint, man könne so eine Aufzugsrede einfach so aus dem Ärmel schütteln, der irrt gewaltig. Sie müssen schon etwas Gehirnschmalz investieren, wenn Ihre Kurzvorstellung überzeugend ausfallen soll.

Sie können sich aber beim Erstellen Ihres Elevator Pitchs helfen lassen. Open Colleges hat dazu eine eigene Seite erstellt: How To Write the Perfect Elevator Pitch.
Eine nette Idee übrigens, die Anleitung selbst als Fahrstuhl darzustellen.

Danke an Sarah Del Rosario für den Hinweis.

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Nancy Duarte und Garr Reynolds im Gespräch

Wenn es überhaupt zwei Präsentations-Gurus gibt, dann sind das Nancy Duarte und Garr Reynolds. Nancy ist Autorin des Buches “slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen” zu entwickeln“, Garr hat den Bestseller “Presentation Zen” verfasst.

Wenn die zwei zusammen auf der Bühne stehen sitzen, dann kann man sicher eine Menge zum Thema Präsentieren lernen. Schön, dass jemand diese Begegnung aufgezeichnet und ins Netz gestellt hat: Nancy Garr Meet and Greet 2013.

Die Höhepunkte des Gesprächs gibt es übrigens auch als Slideshow:

[via Presentation Zen]

 

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Powerpoint: Welches Datenformat sollten Sie wählen?

Noch einmal zum Thema PowerPoint. Manchmal stellt sich die Frage, unter welchem Datenformat man seine Präsentation speichern sollte. Meine Antwort: Ziehen Sie alle Datenformate auf einen Stick, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Vergessen Sie vor allem das pdf-Format nicht, denn das ist auf jeder Plattform lesbar.
Das dabei die Animationen veschütt gehen, ist nicht weiter tragisch, Sie stören ohnehin meistens.

Ned Potter hat sich bei seiner Antwort auf die o.a. Frage mehr Mühe gemacht als ich. Er hat dazu ein Entscheidungsdiagramm erstellt: A file-format decision tree for saving PowerPoint presentations.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

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Wie Sie eine wirkungsvolle Präsentation mit Powerpoint gestalten

Manchmal kann ich sehr kleinkariert sein. Zum Beispiel, wenn es um Definitionen geht. So ist mir der Unterschied zwischen effektiv und effizient sehr wichtig. Sie erinnern sich, frei nach Peter Drucker bedeutet

effektiv sein, die richtigen Dinge tun;
effizient sein, die Dinge richtig tun

Wie auch immer, eine Organisation names NCSL hat auf ihrer Website eine Fülle von Hinweisen zum Präsentieren mit Powerpoint veröffentlicht: Tips for Making Effective Powerpoing Presentations. Ich denke Sie merken schon, warum ich in der Überschrift „wirkungsvoll“ anstatt „effektiv“ geschrieben habe.

Die Seite ist durchaus nützlich, denn Sie bekommen eine Fülle von Hinweisen zur Struktur und Gestaltung der Präsentationen. Insbesondere, wenn Ihr Auditorium eher zu der konservativen Klientel gehört, könnten Sie hier fündig werden.

Eine andere umfangreiche Quelle sind die 100 Presentation Tips von Jon Thomas, die Sie nun auch als pdf-Datei herunterladen können.

Wenn Sie nah am aktuellen „state of the art“ sein möchten, dann lohnt sich immer einmal wieder ein Abstecher auf die Website von Garr Reynolds. Dort finden Sie neben vielen anderen Kniffen auch die 10 tips for improving your presentations & speeches.

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Präsentieren vor dem Chef

Viele Leute haben Angst, wenn Sie direkt vor den oberen Führungskräften bzw. der Geschäftsleitung präsentieren müssen. Das ist ja auch nicht unverständlich, denn schließlich möchte man bei den Leuten, die letztendlich über die eigene Karriere befinden, einen guten Eindruck machen. Oder zumindest nicht schlecht aussehen, um das Minimalziel zu formulieren.

Weil das Präsentieren vor dem Top-Management schon etwas besonderes ist, hat sich Nancy Duarte dieses Themas angenommen und gibt uns in “How to Present to Senior Executives” wichtige Tipps:

  1. Stellen Sie die Zusammenfassung an den Anfang
  2. Wecken Sie Erwartungen, indem Sie auf die anschließende Diskussion hinweisen
  3. Erstellen Sie eigene Folien für die Zusammenfassung
  4. Liefern Sie, wonach die Hörer verlangen
  5. Proben Sie!

Ich denke, die Punkte 4 und 5 gelten nicht nur für Präsentationen für die oberen Zehntausend, sondern für alle anderen auch. Denken Sie auch an den Grundsatz, dass der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler. Überlegen Sie infolgedessen, wann und unter welchen Umständen die Zuhörer ihre Information “kaufen” würden. Gestalten Sie Ihre Botschaft dementsprechend. Und denken Sie daran:

Sie dürfen über alles sprechen, nur nicht über eine Viertelstunde.

(Kurt Tucholsky)

 

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Der Spickzettel fürs öffentliche Redenschwingen

Vor einigen Tagen bin ich über eine nette Infografik gefallen. Hier sind die wichtigsten Punkte aufgelistet, die Sie bedenken sollten, wenn Sie einen erfolgreichen öffentlichen Vortrag vorbereiten und halten möchten. Es wird so ziemlich an alles gedacht, in aller Kürze und Würze.

Public_Speaking

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Wie Sie Ihre Ausstrahlung verbessern

Manchmal werde ich gefragt, ob ich auch Workshops in Rhetorik durchführe. Meine Antwort ist ein klares “Nein”, denn das ist nicht so meine Baustelle. Zwar vermittle ich Methoden der Präsentation, dabei geht es aber eher um den Aufbau, die Struktur und die Gestaltung eines Vortrags. Dennoch schadet es natürlich nicht, ein paar Grundlagen der Rhetorik in der Werkzeugkiste zu haben.

Ian McKenzie gibt ein paar wesentliche Hinweise, wie Sie Ihre Präsenz auf der Bühne optimieren können: 12 Tips to Improve Your Stage Presence. Ich will hier nicht alle zwölf wiederholen, aber diese fand ich besonders interssant:

  • Tipp 1: Heben Sie Ihre Augenbrauen, das glättet Ihr Gesicht (aha!)
  • Tipp 3: Lenken Sie Ihr Lampenfieber in Richtung Zwerchfell
  • Tipp 5: Sprechen Sie von oben in das Mikrofon
  • Tipp 10: Wenn Sie zu nervös sind, das Publikum direkt anzuschauen, sehen Sie leicht über es hinweg
  • Tipp 12: Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, gehen Sie darüber hinweg. Das Publikum bemerkt ihn wahrscheinlich sowieso nicht

Wenn es bei der Rhetorik um Körpersprache geht, bin ich immer etwas skeptisch. Schließlich ist die Interpretation für Gestik und Mimik stark kulturabhängig. Man sollte nicht glauben, dass irgendwelche Regeln allgemeingültig oder gar in Stein gemeißelt sind.

Presentation

[Foto von Tobias Toft [via flickr]]

 

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