Kategorie-Archiv: Methoden

Agile Results in 7 Tagen

Vor geraumer Zeit hatte ich an dieser Stelle schon einmal auf das Buch „Getting Results the Agile Way“ von J. D. Meier hingewiesen. Leider habe ich nie einen rechten Zugang zu diesem Werk gefunden. Vielleicht ändert sich das jetzt im Verlauf von einer Woche.

Der Autor J. D. Meier hat auf seinem Blog eine Art 7-Tage-Einstiegskurs zur Methode veröffentlicht. Das Ziel:

Learn how to get started quickly with Agile Results, even if you’ve never read the book.

Von Sonntag (Start) bis Samstag (Ende) bekommen Sie in verdaubaren Häppchen das Wesentliche zur Methode erklärt. Hier der Link für den nächsten Sonntag: Day 1 of 7 Days of Agile Results – Sunday (Getting Started).

Falls Sie danach doch noch die Nase in das Buch stecken möchten, dann folgen Sie diesem Link:

Getting Results the Agile Way: A Personal Results System for Work and Life

Price: EUR 12,48

4.7 von 5 Sternen (3 customer reviews)

14 used & new available from EUR 12,48

Hinterlasse eine Antwort

Trello spricht Deutsch!

Ich weiß, dass viele Leserinnen und Lesern des ToolBlogs begeisterte Nutzer von Trello sind. Offensichtlich werden es immer mehr. Aus diesem Grund startet Trello heute auch mit einem eigenen Ableger in Deutschland.

Mit Trello können Sie allein oder im Team Projekte organisieren. “In der web-optimierten Anwendung ist es möglich, auf sogenannten Boards gemeinsam mit anderen Mitgliedern Listen zu erstellen. Sie können beliebig bearbeitet werden und mit Checklisten, Anhänge und einen festgelegten Termin versehen werden.” (Wikipedia).

Damit die Einarbeitung reibungslos funktioniert, hat die Trello-Crew ein paar Board-Beispiele in deutscher Sprache ins Netz gestellt:

Falls Ihnen das nicht reicht, es gibt auch zu Trello ein Kindle-Buch, das ich aber nicht gelesen habe:
Dominic Wolff: Get Things Done with Trello (Link).

Es existieren neben einer mobilen Version der Website von Trello auch eigenentwickelte Apps für iOS, Android und Windows 8.

Trello wird bereits von namhaften deutschen Unternehmen eingesetzt, wie z. B. Sennheiser, Daimer u.a. Sie befinden sich also in bester Gesellschaft.

Ich werde mich nun und wohl auch eingehend mit Trello beschäftigen.
Widerstand scheint zwecklos.

trello-logo-blue

Hinterlasse eine Antwort

8 Umstände, die effektive Entscheidungen gefährden

Wie wir wissen, bedeutet Effektivität “die richtigen Dinge tun”. Effektive Entscheidungen treffen, heißt folglich, richtig zu entscheiden. Leider betreffen Entscheidungen in der Regel die Zukunft, so dass sich leider meistens erst hinterher herausstellt, ob man richtig oder falsch entschieden hat. Unabhängig, wie die Debatte ausgeht, ob wir Entscheidungen mit dem Kopf oder mit dem Bauch fällen, Bruce Harpham hat in seinem Artikel “The 8 Threats To Effective Decision Making” einige Umstände aufgeführt, die Sie daran hindern, gute Entscheidungen zu fällen:

  1. Unbesonnenheit
  2. Vermeidung von Risiken
  3. Ignoranz
  4. Der Halo-Effekt
  5. Eigenbrötlerei
  6. Die einzige richtige Lösung für das Problem
  7. Keine nachfolgende Überprüfung
  8. Mangelnde Beteiligung bzw. Delegation

Mir fällt noch ein, dass man manchmal so lange mit einer Entscheidung wartet, bis das “Window of Opportunity” wieder geschlossen ist. Die Kunst besteht darin, sich einerseits zwar nicht um ungelegte Eier zu kümmern, andererseits aber die günstige Gelegenheit auch nicht zu verpassen. Leider gibt es keine totsicher richtigen Entscheidungen. Denn

Entscheidbares muss man nicht entscheiden.

(Ich glaube, von Heinz von Foerster stammt dieses Zitat).

Hinterlasse eine Antwort

Die Überzeugungskraft des Haftklebezettels

Für mich ist der Haftklebezettel oder die Post-it®-Note eine der nützlichsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Manchmal frage ich mich, warum bislang noch kein Nobelpreis für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens gestiftet worden ist.

Post-it®-Notes verwende ich immer dann, wenn ich Gedanken immer wieder neu strukturieren möchte, z. B. bei der Anwendung von Problemlösungsmethoden (Ishikawa- Diagramm), Techniken zur Ideenfindung (Kartenabfrage) oder bei der Planung von Projekten. Auch bei der Selbstorganisation leisten die Zettel gute Dienste (Personal Kanban).

Programme, die die Haftzettel in elektronischer abbilden, gibt es für sämtliche Betriebssysteme und auch webbasiert in Hülle und Fülle. Interessanterweise konnte ich ihnen bislang nicht viel abgewinnen. Offensichtlich ist das haptische Element doch von einiger Bedeutung.

Nun sind auch Wissenschaftler dem Erfolg der Post-it®-Note auf den Grund gegangen. Kevin Hogan verweist in seinem Artikel “The Surprising Persuasiveness of a Sticky Note“ auf entsprechende raffinierte Experimente von Randy Garner an der Sam Houston State University in Huntsville hin. Der Befund:

  1. Haftklebezettel regen die Kreativität an. Sie wirken immer etwas unordentlich und das mag unser Gehirn nicht.
  2. Dadurch erregen die Zettel eine Menge Aufmerksamkeit.
  3. Sie tragen alle eine persönliche Handschrift
    (das erklärt vielleicht auch, warum m.E. die elektronische Form nur suboptimal ist).
  4. Sie repräsentieren die Kommunikation zwischen den Beteiligten untereinander
    (das habe ich allerdings nicht ganz verstanden)

Nun wissen wir nicht nur, dass der Haftklebezettel erfolgreich ist, sondern auch, warum.

Post-it®

2 Antworten

Nomen es Omen: Die Systematik von Dateinamen

Sie kennen das. In vielen Organisationen und Teams wurden vor gefühlten hundert Jahren die ersten Dateien auf der Festplatte abgelegt. In der Zwischenzeit sind die Dateiablagen quasi organisch gewachsen, es haben sich mehr oder weniger informelle Strukturen herausgebildet. Auf diese Weise findet man mehr schlecht als recht die Dateien, auf die man zurückgreifen möchte.

Wenn Ihnen und Ihrem Team der Datei-Verhau über den Kopf wächst, hilft es oft nur, Tabula Rasa zu machen und mit der Dateiablage ganz von vorn zu beginnen. Ein Schlüssel für eine zweckmäßige Ablage ist die Systematik, nach der Sie Ihre Dateien benennen.

Wie so etwas gehen könnte, erfahren Sie in einem Artikel der Firma exadox: File Naming Conventions References.

Sie finden in dem Beitrag eine Referenzliste für verschiedene Anwendungsfelder. Für jedes Feld können Sie in einem eigenen Artikel nachlesen, wie eine systematische Benennung der Dateien aufgebaut sein könnte.

Sicher nichts für Einzelpersonen und Freelancer wie mich. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Hinweise für Teams und Organisationen durchaus nützlich sein können.

Hinterlasse eine Antwort

Die 70/20/10 Regel nach Google

Es gibt viele Ansätze, wie Sie Ihre Arbeitszeit ansetzten können. Auf eine interessante Weise der Arbeitseinteilung bin ich in einem Artikel von Noah Weiss gestoßen: Manage your time like Google invests its resources: 70/20/10..

Noah zitiert in seinem Beitrag einen Aussage von Eric Schmidt aus dem Jahr 2005:

Wir verwenden 70% unserer Zeit auf unser Kerngeschäft Suche und Werbung. Wir verwenden 20% auf angrenzende Geschäftsfelder: Google News, Google Earth und Google Local. Und 10% sind den Dingen gewidmet, die tatsächlich ganz neu sind.

In dem Artikel gibt Noah Beispiele für die Zeiteinteilung für verschiedene Rollen: Designer, Techniker und Vertriebsmitarbeiter.

Noah, der auch VP Product bei Foursquare ist, überträgt dieses Prinzip auf sein Konzept “#now, #next, #later“. Er teilt die Projektarbeit in diese drei Kategorien ein:

* #now: Zeitraum von 2 – 4 Wochen (“be-weekly sprints”)
* #next: Zeitraum von 1 – 3 Monaten
* #later: mehr als 3 Monate

Ich bin mir nicht sicher, ob sich diese Vorgehensweise 1:1 auf die persönliche Selbstorganisation anwenden lässt. Aber für mich war insbesondere der erste Artikel ein Anstoß, darüber nachzudenken, wie die Einteilung der eigenen Arbeitszeit auch vorgenommen werden kann.

Die Botschaft: Reservieren Sie einen gewichtigen Anteil Ihrer Zeit für die eigene Entwicklung.

Hinterlasse eine Antwort

Die Galerie für Personal Kanban

Personal Kanban findet als Methode zum Organisieren von persönlichen Projekten immer mehr Anhänger. Aus diesem Grund hatte ich diesen Ansatz schon öfter im ToolBlog auf dem Schirm  auch wenn ich sie persönlich nicht anwende.

Gerry Kirk ist Trainer und Berater für Personal Kanban. In der Personal Kanban Gallery stellt er eine vielzahl von Beispielen zur Methode mit zahlreichen Bildern und einer knappen Beschreibung des Hintergrunds vor. Wenn Sie noch nicht recht wissen, wie Sie Personal Kanban einsetzen sollen, dann ist seine Übersicht bestimmt das richtige für Sie.

Hinterlasse eine Antwort

Die 5 Komponenten einer Entscheidung

Von Heinz von Foerster stammt der Satz:

Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden.

Ich gebe zu, als ich dieses Zitat zum ersten Mal gehört habe, habe ich erst einmal mit dem Kopf geschüttelt. Es handelt sich um einer dieser Sätze, bei denen ich nachhören muss, um sie zu verstehen.

Wie auch immer, Entscheidungen werden unter Unsicherheit getroffen, die Folgen einer Entscheidung müssen wir in der Zukunft ausbaden. Das macht das Entscheidungen fällen so schwierig und unbeliebt. Und weil wir Menschen so verliebt in unseren Verstand sind, gibt es Entscheidungsregeln und -methoden wie Sand am Meer.

Kirstin Miller beschreibt in Ihrem Artikel “5 Components of a Foolproof Decision Making Process“. Die Komponenten sind (Bemerkungen von mir):

  1. Erkenne das Problem hinter der Entscheidung
    Es gilt das MiMo-Prinzip: Mist in, Mist out. Beschreiben Sie das Problem, das eine Entscheidung notwendig macht, so genau wie möglich.
  2. Entwickeln Sie Alternativen
    Hier ist die schiere Menge gefragt. Entwickeln Sie so viel Lösungsmöglichkeiten, wie Ihnen einfallen. Schreiben Sie alle auf, auch wenn Sie Ihnen auf den ersten Blick dämlich erscheinen.
    Denken Sie daran: Die erste Lösung ist nicht die beste, sondern oft nur die erstbeste.
  3. Bewerten Sie die Alternativen
    Werden Sie sich über die Kriterien klar, auf Grund derer Sie Ihre Entscheidung fällen wollen. Warum ist gerade das oder jenes für Sie wichtig?
  4. Treffen Sie Ihre Auswahl sorgfältig
    Wägen Sie Pro und Contra der einzelnen Alternativen auf Grund Ihrer Kriterien sorgsam gegeneinander ab. Achten Sie auf geheime Vorlieben.
  5. Hinterfragen Sie Ihre Entscheidung
    Horchen Sie in sich hinein. Wenn Sie bei der getroffenen Entscheidung immer noch Bauchschmerzen haben, gehen Sie diesem Gefühl unbedingt nach. Was bereitet diese Bauchschmerzen? Bedenken Sie auch ungewollte Folgen Ihrer Entscheidung.

Eines ist klar: Sie können eine Entscheidung noch so sorgfältig vorbereiten, es gibt keine Garantie dafür, dass es die richtige Entscheidung ist. Oder wie Wilhelm Busch sagt:

Ach, daß der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird.

hand-457335_640

1 Antwort

Die Pinnwand zum Ausprobieren: BoardThing

Eine App, die ich auf meinem iPad nicht missen möchte, ist iBrainstorm. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine virtuelle Pinnwand, mit der man dasselbe anstellen kann, wie mit einer “echten” Moderationswand. Man kann mit Karten ein Brainstorming durchführen und die Karten hinterher strukturieren. Affinitätsdiagramm nennt das der Experte, der Normalo kennt dies unter “Kartenabfrage” aus der Moderation. Zusätzlich können Sie auf die Pinnwand auch noch Striche, Figuren usw. zeichnen um das Ganze noch unübersichtlicher zu machen.

Leider gibt es iBrainstorm nur für iOS, ein ähnliches und kostenfreies Programm konnte ich für den Mac nicht finden, CMap Tools geht noch am ehesten in die Richtung, ist mir aber nicht einfach genug. Hier hat Microsoft die Nase vorn mit der hauseigenen kostenlosen Software “StickySorter” für Windows. Leider wird dieses kleine Helferlein offenbar nicht mehr weiterentwickelt, aber Sie können es an diversen Orten noch herunterladen (z. B. bei Computerbild).

Eine neue Netzanwendung scheint die Lücke nun zu füllen: BoardThing. Auf den ersten Blick ist alles vorhanden, was eine virtuelle Pinnwand braucht. Sie können sammeln, arrangieren und auf dem Board zeichnen. Auch die entfernte Zusammenarbeit mit anderen Nutzern ist möglich. Außerdem können die “Karten” auch aus Videos, Links oder ähnlichem bestehen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Momentan wird die App noch getestet, aber Sie können sich am Ausprobieren beteiligen, indem Sie auf dem üblichen Weg um eine Einladung bitten. Bei mir ging das problemlos und schnell. Wenn Sie einen Einladung erhalten haben, können wir uns ja einmal treffen und zusammen versuchsweise eine Pinnwand erstellen.

 

3 Antworten

4 Dinge, die bei virtuellen Meetings schief gehen können

Gestern hatte ich mit einem Studienfreund ein längeres Gespräch über Google Hangout. Es ging um die Vorbereitung einer größeren Konferenz im Herbst diesen Jahres.

Für die Kommunikation über große Entfernungen sind Skype & Co mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Technik macht es möglich – wenn sie funktioniert. Allerdings können auch Probleme auftreten, die die Freude am Gedankenaustausch erheblich trüben. Ashley Coolman zählt “4 Problems with Virtual Meetings” auf und beschreibt, wie wir sie lösen können:

  1. Man muss dasselbe dauernd wiederholen
    Das passiert dann, wenn jemand nicht zuhört (und eine/r ist immer dabei).
    Die Lösung:
    Merken Sie sich die Namen der Teilnehmer und sprechen Sie einzelne Teilnehmer immer wieder mit Namen an.
  2. Sie haben keine Ahnung, wer Sie gerade anspricht
    Die Lösung:
    Stellen Sie sicher, dass jeder Ihren Namen oder noch besser Ihr Gesicht kennt. Letzteres kann mit einem Foto oder über Videochat bewerkstelligen.
  3. Ihr Programm stürzt ab
    Die Lösung:
    Hier hilft nur Plan B. Vielleicht überlegen Sie sich, wie Sie in Null Komma Nichts von Google Hangout zu Skype wechseln können. Dazu müssen natürlich alle Teilnehmer auf die Schnelle in der Lage sein.
  4. Ihr Hund bellt wie verrückt
    … oder andere lästige Hintergrundgeräusche.
    Die Lösung:
    Stellen Sie Regeln für die online-Konferenz auf und weisen Sie im Vorfeld auf diese Möglichkeiten hin. So kann jeder Teilnehmer entsprechende Maßnahmen treffen.

Klar, diese Punkte decken nicht alle Eventualitäten ab, aber ein paar entscheidende. Sie wissen ja, “Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum”.

Was haben Sie denn schon Kurioses in virtuellen Meetings erlebt. Das würde mich mal interessieren, schließlich bin ich neugierig.

 

Hinterlasse eine Antwort