Kategorie-Archiv: Kreativität

8 Umstände, die effektive Entscheidungen gefährden

Wie wir wissen, bedeutet Effektivität “die richtigen Dinge tun”. Effektive Entscheidungen treffen, heißt folglich, richtig zu entscheiden. Leider betreffen Entscheidungen in der Regel die Zukunft, so dass sich leider meistens erst hinterher herausstellt, ob man richtig oder falsch entschieden hat. Unabhängig, wie die Debatte ausgeht, ob wir Entscheidungen mit dem Kopf oder mit dem Bauch fällen, Bruce Harpham hat in seinem Artikel “The 8 Threats To Effective Decision Making” einige Umstände aufgeführt, die Sie daran hindern, gute Entscheidungen zu fällen:

  1. Unbesonnenheit
  2. Vermeidung von Risiken
  3. Ignoranz
  4. Der Halo-Effekt
  5. Eigenbrötlerei
  6. Die einzige richtige Lösung für das Problem
  7. Keine nachfolgende Überprüfung
  8. Mangelnde Beteiligung bzw. Delegation

Mir fällt noch ein, dass man manchmal so lange mit einer Entscheidung wartet, bis das “Window of Opportunity” wieder geschlossen ist. Die Kunst besteht darin, sich einerseits zwar nicht um ungelegte Eier zu kümmern, andererseits aber die günstige Gelegenheit auch nicht zu verpassen. Leider gibt es keine totsicher richtigen Entscheidungen. Denn

Entscheidbares muss man nicht entscheiden.

(Ich glaube, von Heinz von Foerster stammt dieses Zitat).

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Die Überzeugungskraft des Haftklebezettels

Für mich ist der Haftklebezettel oder die Post-it®-Note eine der nützlichsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Manchmal frage ich mich, warum bislang noch kein Nobelpreis für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens gestiftet worden ist.

Post-it®-Notes verwende ich immer dann, wenn ich Gedanken immer wieder neu strukturieren möchte, z. B. bei der Anwendung von Problemlösungsmethoden (Ishikawa- Diagramm), Techniken zur Ideenfindung (Kartenabfrage) oder bei der Planung von Projekten. Auch bei der Selbstorganisation leisten die Zettel gute Dienste (Personal Kanban).

Programme, die die Haftzettel in elektronischer abbilden, gibt es für sämtliche Betriebssysteme und auch webbasiert in Hülle und Fülle. Interessanterweise konnte ich ihnen bislang nicht viel abgewinnen. Offensichtlich ist das haptische Element doch von einiger Bedeutung.

Nun sind auch Wissenschaftler dem Erfolg der Post-it®-Note auf den Grund gegangen. Kevin Hogan verweist in seinem Artikel “The Surprising Persuasiveness of a Sticky Note“ auf entsprechende raffinierte Experimente von Randy Garner an der Sam Houston State University in Huntsville hin. Der Befund:

  1. Haftklebezettel regen die Kreativität an. Sie wirken immer etwas unordentlich und das mag unser Gehirn nicht.
  2. Dadurch erregen die Zettel eine Menge Aufmerksamkeit.
  3. Sie tragen alle eine persönliche Handschrift
    (das erklärt vielleicht auch, warum m.E. die elektronische Form nur suboptimal ist).
  4. Sie repräsentieren die Kommunikation zwischen den Beteiligten untereinander
    (das habe ich allerdings nicht ganz verstanden)

Nun wissen wir nicht nur, dass der Haftklebezettel erfolgreich ist, sondern auch, warum.

Post-it®

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Die 5 Komponenten einer Entscheidung

Von Heinz von Foerster stammt der Satz:

Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden.

Ich gebe zu, als ich dieses Zitat zum ersten Mal gehört habe, habe ich erst einmal mit dem Kopf geschüttelt. Es handelt sich um einer dieser Sätze, bei denen ich nachhören muss, um sie zu verstehen.

Wie auch immer, Entscheidungen werden unter Unsicherheit getroffen, die Folgen einer Entscheidung müssen wir in der Zukunft ausbaden. Das macht das Entscheidungen fällen so schwierig und unbeliebt. Und weil wir Menschen so verliebt in unseren Verstand sind, gibt es Entscheidungsregeln und -methoden wie Sand am Meer.

Kirstin Miller beschreibt in Ihrem Artikel “5 Components of a Foolproof Decision Making Process“. Die Komponenten sind (Bemerkungen von mir):

  1. Erkenne das Problem hinter der Entscheidung
    Es gilt das MiMo-Prinzip: Mist in, Mist out. Beschreiben Sie das Problem, das eine Entscheidung notwendig macht, so genau wie möglich.
  2. Entwickeln Sie Alternativen
    Hier ist die schiere Menge gefragt. Entwickeln Sie so viel Lösungsmöglichkeiten, wie Ihnen einfallen. Schreiben Sie alle auf, auch wenn Sie Ihnen auf den ersten Blick dämlich erscheinen.
    Denken Sie daran: Die erste Lösung ist nicht die beste, sondern oft nur die erstbeste.
  3. Bewerten Sie die Alternativen
    Werden Sie sich über die Kriterien klar, auf Grund derer Sie Ihre Entscheidung fällen wollen. Warum ist gerade das oder jenes für Sie wichtig?
  4. Treffen Sie Ihre Auswahl sorgfältig
    Wägen Sie Pro und Contra der einzelnen Alternativen auf Grund Ihrer Kriterien sorgsam gegeneinander ab. Achten Sie auf geheime Vorlieben.
  5. Hinterfragen Sie Ihre Entscheidung
    Horchen Sie in sich hinein. Wenn Sie bei der getroffenen Entscheidung immer noch Bauchschmerzen haben, gehen Sie diesem Gefühl unbedingt nach. Was bereitet diese Bauchschmerzen? Bedenken Sie auch ungewollte Folgen Ihrer Entscheidung.

Eines ist klar: Sie können eine Entscheidung noch so sorgfältig vorbereiten, es gibt keine Garantie dafür, dass es die richtige Entscheidung ist. Oder wie Wilhelm Busch sagt:

Ach, daß der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird.

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Warum ich Infografiken mag

Wenn Sie mich fragen, warum ich Infografiken mag, dann gebe ich Ihnen nicht selbst die Antwort, sonder verweisen auf, na was wohl, eine Infografik: The Reasons Why Your Brain Craves Infographics. “Your” müssen Sie dann nur durch “My” ersetzen.

Schauen Sie hier:

Weiterlesen

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Die Pinnwand zum Ausprobieren: BoardThing

Eine App, die ich auf meinem iPad nicht missen möchte, ist iBrainstorm. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine virtuelle Pinnwand, mit der man dasselbe anstellen kann, wie mit einer “echten” Moderationswand. Man kann mit Karten ein Brainstorming durchführen und die Karten hinterher strukturieren. Affinitätsdiagramm nennt das der Experte, der Normalo kennt dies unter “Kartenabfrage” aus der Moderation. Zusätzlich können Sie auf die Pinnwand auch noch Striche, Figuren usw. zeichnen um das Ganze noch unübersichtlicher zu machen.

Leider gibt es iBrainstorm nur für iOS, ein ähnliches und kostenfreies Programm konnte ich für den Mac nicht finden, CMap Tools geht noch am ehesten in die Richtung, ist mir aber nicht einfach genug. Hier hat Microsoft die Nase vorn mit der hauseigenen kostenlosen Software “StickySorter” für Windows. Leider wird dieses kleine Helferlein offenbar nicht mehr weiterentwickelt, aber Sie können es an diversen Orten noch herunterladen (z. B. bei Computerbild).

Eine neue Netzanwendung scheint die Lücke nun zu füllen: BoardThing. Auf den ersten Blick ist alles vorhanden, was eine virtuelle Pinnwand braucht. Sie können sammeln, arrangieren und auf dem Board zeichnen. Auch die entfernte Zusammenarbeit mit anderen Nutzern ist möglich. Außerdem können die “Karten” auch aus Videos, Links oder ähnlichem bestehen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Momentan wird die App noch getestet, aber Sie können sich am Ausprobieren beteiligen, indem Sie auf dem üblichen Weg um eine Einladung bitten. Bei mir ging das problemlos und schnell. Wenn Sie einen Einladung erhalten haben, können wir uns ja einmal treffen und zusammen versuchsweise eine Pinnwand erstellen.

 

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Die 7 Zutaten für ein gutes Brainstorming

Groß ist die Zahl derer die wissen, was ein Brainstorming ist und wie man es durchführt. Klein jedoch die Schar jener, die ein erfolgreiches Brainstorming erlebt haben. Das geht so weit, dass manche Autoren generell den Nutzen und die Wirksamkeit dieser Kreativitätsmethode in Zweifel ziehen. Ich habe im Toolblog darüber berichtet.

Für diejenigen, die das Brainstorming noch nicht in den Schornstein geschrieben haben, gibt Linda Tischler ein paar Tipps, wie es vielleicht doch funktionieren könnte: Seven Secrets to Good Brainstorming. Dies sind ihre Geheimnisse:

  1. Schärfste Fokussierung
  2. Regeln vereinbaren und auf Einhaltung achten
  3. Die Ideen durchnummerieren
  4. Als Moderator die Phasen des Brainstormings beachten und wissen, was zu tun ist
  5. Brainstorming möglichst als Kartenabfrage (Haftzettel) durchführen
  6. Warm-up vor dem eigentlichen Brainstorming vorsehen
  7. Proben, Muster etc., die mit dem Problem zu tun haben, einbeziehen

Ich weiß zwar nicht, was an diesen Tipps „geheimnisvoll“ sein soll, aber insbesondere die Hinweise 2 und 5 kann ich nur bestätigen. Tipp Nr. 3 kann durchaus für die weitere Verarbeitung der Ideen z.B. durch Priorisieren, nützlich sein.

Aus meiner Erfahrung heraus ist es bez. Nr. 1 wichtig, die richtige Frage zu stellen oder ein geeignetes Anliegen zu formulieren. Achten Sie darauf, dass die Frage kurz, knapp und vor allem offen sein muss. Schließlich wollen Sie ja so viel Ideen wie möglich.

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Wie gutes Storytelling funktioniert

Ich habe nie ganz verstanden, warum manche Kolleginnen und Kollegen feuchte Augen bekommen, wenn Sie über „Storytelling“ sprechen. Geschichten erzählen gehört zum Leben der Menschen wie das täglich Brot. Meiner bescheidenen Meinung ist das Erzählen von Geschichten das einzig richtige Element, um komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen. Dazu wird das „Storytelling“ auch in allen Kulturen der Welt benutzt, in Form von Märchen, Erfahrungsberichten usw. usf.

Letztendlich sind auch die Bekenntnisse erfolgreicher Manager in Buchform nichts anderes. Nämlich die Darstellung komplexer wirtschaftlicherZusammenhänge durch das Erzählen von Anekdoten. Sie wissen schon, Bücher der Art von Jack Walsh: Wie ich die Welt rettete… So weit ist das von Märchen gar nicht entfernt.
Insofern ist es auch nur konsequent, dass Storytelling auch wertvoller Bestandteil in Trainings und Workshops sein kann. 

Cyriaque Lamar hat in einem Beitrag zusammengestellt, auf welchen Grundsätzen eine gute Geschichte beruht und wie man eine gute Geschichte entwickelt: The 22 rules of storytelling, according to Pixar.
Sie sehen es am Titel. Als Vorbild hat sich Cyriaque Lamar die Pixar Animation Studios Pixar genommen, denn wenn jemand gute Geschichten erzählen kann, dann die Mitarbeiter dieses Hauses.

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XMind in neuer Version

Mittlerweile ist XMind die Mind-Mapping-Anwendung meiner Wahl. Das Programm verfügt zwar nicht über die vielen ausgeklügelten Funktionen des Platzhirschen MindManager, aber ich empfinde das gar nicht einmal als Nachteil. Vielmehr kann ich mich auf die Produktmerkmale konzentrieren, die ich in meiner täglichen Arbeit auch tatsächlich benötige.

Dieser Tage ist eine Beta-Version des nächsten Updates von XMind erschienen, die Sie hier herunterladen und ausprobieren können. Sie können aber auch jetzt schon die endgültige Version von XMind 6 erwerben. Wenn Sie jetzt die momentane Version kaufen, bekommen Sie das Update auf XMind 6 nachträglich ohne zusätzliche Kosten.

Ich finde, die Neuerungen in der nächsten Version können sich sehen lassen. Lesen Sie mehr dazu auf dem XMind-Blog: XMind 6 Public Beta jetzt verfügbar.

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Eigene Bilder für das eigene Blog!

In letzter Zeit entdecke ich immer mehr die Kameraqualitäten meines iPhones. Grund dafür ist ein einschlägiges Buch, das ich in der örtlichen Bibliothek entdeckt und ausgeliehen habe: Fotokunst mit dem iPhone: 45 Workshops für kreative Fotografen. Allerdings muss ich zugeben, dass die dort gezeigten Beispiele für einen blutigen Amateur wie mich doch etwas überdimensioniert sind.

Getreu dem Motto “die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat”, möchte ich mein iPhone nutzen, um geeignete Bilder zum Illustrieren von Blogartikeln, Präsentationen und ähnlichem aufzunehmen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand, wie Roger Courville in seinem Beitrag “Why and how to start taking your own pictures for presentations” schreibt. Meine persönlichen Gründe sind:

  • Sie sind frei (Für mich der wichtigste Grund in der Juristenrepublik Deutschland)
  • Sie passen genau zu dem Inhalt, den sie illustrieren sollen

Ich habe vor, mir auf diese Weise eine kleine Sammlung mit eigenen Bildern zu erstellen, auf die ich immer bei Bedarf zurückgreifen kann. Roger gibt in seinem Artikel noch ein paar Tipps zum Fotografieren und zum Archivieren. Diese gehören allerdings eher in die Rubrik “Gesunder Menschenverstand”.

BTW1: Was mit dem iPhone alles möglich ist, zeigen die Websites iphoneart.com und iPhoneography.

BTW2: Vielleicht kennt jemand eine einfachere Einführung in die iPhone-Fotografie? Wenn dem so ist, dann nehme ich Tipps dankbar entgegen.

 

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8 (vielleicht) neue Mind-Mapping-Tools

GTD© und Mind-Mapping haben etwas gemeinsam: Die Zahl der Programme, die für diese Ansätze geschrieben wurden, ist wohl mittlerweile unüberschaubar. Man könnte meinen, alles zum Thema wäre schon einmal veröffentlicht worden. Doch weit gefehlt. Dieser Tage bin ich über einen Artikel von Elena Simionescu gefallen, in dem sie Mind-Mapping-Programme vorstellt, die ich noch gar nicht kannte: Top 8 Mind Mapping Tools for Designers.

Nun gut, ein paar kannte ich schon, wie XMind, auf das ich unlängst selbst umgestiegen bin oder auch FreeMind oder MindMeister.
Coggle gefällt mir aufgrund der organisch aussehenden Maps, das gleiche gilt auch für Mapul. Aber auch Stormboard oder Wisemapping sind einen Blick wert.

Probieren Sie das eine oder andere Programm mal aus. Der MindManager freut sich über starken Wettbewerb!

Mapul:

Coggle:

Stormboard:

 

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