Archiv für den Autor: Stephan List

Wie ein großes Ego jede Präsentation zerstört

Als ich noch jung und hübsch war, durfte ich an Tagungen teilnehmen, die von meiner damaligen Berufsvereinigung organisiert wurden. Das Format war klassisch, es folgte Vortrag auf Vortrag, zwischen denen immer Fragen an den Referenten gestellt werden durften. Bemerkenswert war, dass immer nur diejenigen Herren (!) Fragen gestellt haben, die in der Hierarchie dieses Verbandes ganz oben an der Spitze standen. Dementsprechend nervös wirkten die Referenten dann auch bei der Antwort. Wobei….

eigentlich waren die Fragen gar keine Fragen, sondern eher Statements, die die Bedeutung des “Fragenden” unterstreichen sollten. Auf ein langes Statement, dass man das alles ja schon kenne und auch schon vor Jahren in der eigenen Firma praktiziert habe, folgte dann eine kurze geschlossene Frage, wohl mehr um die Form zu wahren: “Sehen Sie das auch so?”

Aber nicht nur im Auditorium sitzen Menschen mit übergroßem Ego, sondern auch die Referenten selbst strotzen mitunter vor unangemessenen Selbstvertrauen. Daniel Scocco erklärt in seinem Artikel “7 Ways that Ego Can Kill Your Presentation“, wie Selbstdarsteller ihre eigene Präsentation an die Wand fahren können:

  1. Sie sprechen dauernd über ihren Hintergrund und ihre Errungenschaften
  2. Sie benutzen dauernd Fremdwörter oder Bonmots
  3. Sie verwenden Modeausdrücke
  4. Sie betreiben übermäßige Eigenwerbung
  5. Sie zeigen komplizierte Diagramme und Formeln um das eigene Wissen zu demonstrieren
  6. Sie präsentieren zu viel Informationen
  7. Sie kommunizieren nicht mit den Zuhörern, weil sie sich für die alleinigen Experten halten

Alles schon einmal erlebt, oder? In den meisten Konferenzen gibt es allerdings für Sie als Zuhörer einen Ausweg: Das Gesetz der zwei Füße.

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Wie Sie Ihre Aufgabenliste gestalten können

Ich glaube, die Zahl der Empfehlungen, wie man eine Aufgabenliste (To-do-list) aufbauen sollte, geht ins unendliche. Meine Wahl fiel auf die One-Minute-To-Do-List nach Michael Linenberger, über die er ein, übrigens kostenloses, E-Book geschrieben hat.

Natürlich geht es auch anders. So schlägt Seat Ogle in seinem Beitrag “The to-do list method that actually works” folgende Aufteilung vor:

  1. Zuerst kommt etwas, das leicht geht und Spaß macht
    (zum Aufwärmen sozusagen)
  2. Die schwerste Aufgabe für den Tag oder die, die am wenigsten Spaß macht
  3. … dann die zweitunangenehmste
  4. Irgendetwas anderes, was an dem Tag zu tun ist und
  5. zum Schluss die reinenSpaßtätigkeiten

Dem ersten Schritt stimme ich ausdrücklich zu. Auch ich fange nicht mit dem größten Brocken an, wie es Covey und andere empfehlen, sondern bringe mich mit einer angenehmen Routinetätigkeit in “Stimmung”.

Sean nennt seine Aufgabe übrigens “The Top 5 Method”. Mich wundert, dass er diesen Titel noch nicht hat schützen lassen. ;-)

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Die Psychologie hinter dem Nichts tun

Heute gibt es einen akademischen Vortrag. Zum Thema “Nichts tun” (hier mit Absicht auseinander geschrieben). Gehalten hat den Vortrag oder besser die Vorlesung Prof. Helga Drummond.

Anspruchsvoller Stoff für den Montagmorgen. Aber ich weiß, dass das meine Leserinnen und Leser verkraften. ;-)

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Termine Kompaktworkshop “Psychische Belastung am Arbeitsplatz”

In Zusammenarbeit mit der Technischen Akademie Schwäbisch Gmünd und dem Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement (IJOS) begleite ich Workshops zum Thema “Psychische Belastungen am Arbeitsplatz” aus Sicht des Arbeitsschutzes. Sie erfahren dort u.a., wie Sie eine vollständige Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung psychischer Belastungen vornehmen können. Die Termine:

Nähere Infos zu Inhalten und Anmeldung erhalten Sie unter den angegebenen Links oder bei mir. – Ich freue mich auf Sie!

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Warum ich Infografiken mag

Wenn Sie mich fragen, warum ich Infografiken mag, dann gebe ich Ihnen nicht selbst die Antwort, sonder verweisen auf, na was wohl, eine Infografik: The Reasons Why Your Brain Craves Infographics. “Your” müssen Sie dann nur durch “My” ersetzen.

Schauen Sie hier:

Weiterlesen

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Podcast 015: Im Gespräch mit Christian Mähler

Mähler

In dieser Folge plaudere ich mit Christian Mähler über Notizbücher und verwandte Gebiete:

  • Warum überhaupt Notizbücher
  • Welche Notizbücher er einsetzt und warum
  • Das Führen von Tagebüchern
  • Welche Notizbücher Christian derzeit benutzt
  • Wie man Tagebücher archiviert
  • Die periodische Durchsicht von Notizbüchern
  • Die Zukunft des Notizbuchblogs und der Handschrift

 

 

Hier die Links zum Podcast:

Viel Spaß beim Hören!

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Wie Sie Ihren Geldbeutel organisieren

Ich gebe zu, dieses Problem raubt mir in keinster Weise den Schlaf, mein Portemonnaie ist wohlorganisiert. Allerdings staune ich schon, wie bei manchen Zeitgenossen dieses Utensil gefühlt eine 2-Zimmer-Wohnung darstellt. Da sind Prachtstücke von 7 cm Dicke keine Seltenheit. Bei unseren Damen passen solche Geldbeutel vielleicht in die Handtasche, wenn aber die Herren der Schöpfung solche Teile in die Gesäßtaschen schieben, sind spätere Haltungsschäden nicht auszuschließen.

Claire Tompkins scheint dieses Problem zu kennen und hat daher einen Artikel geschrieben: How to Organize Your Wallet. Hier erfahren Sie, welche Utensilien in die Geldbörse gehören und welche Sie ausmisten sollten.

Ach ja, und vergessen Sie das Geld nicht!

[Foto vonSteve Mays [via flickr]]

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Die große Übersicht zu Personal Kanban

Wenn Sie sich für Personal Kanban interessieren, dann hilft Ihnen die Suche im ToolBlog weiter oder aber der Artikel von Alan Henry: Productivity 101: How to Use Personal Kanban to Visualize Your Work.
Alan gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der Methode, stellt Ihnen Apps und Werkzeuge vor und gibt Literaturempfehlungen für die weitere Vertiefun.

Wie ich bereits vor einigen Tagen gesagt hatte, konnte ich dieser Methode für die Organisation meiner eigenen Arbeit nicht so viel abgewinnen. Aber das will ja nichts heißen, deswegen viel Spaß beim Ausprobieren.

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Die Pinnwand zum Ausprobieren: BoardThing

Eine App, die ich auf meinem iPad nicht missen möchte, ist iBrainstorm. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine virtuelle Pinnwand, mit der man dasselbe anstellen kann, wie mit einer “echten” Moderationswand. Man kann mit Karten ein Brainstorming durchführen und die Karten hinterher strukturieren. Affinitätsdiagramm nennt das der Experte, der Normalo kennt dies unter “Kartenabfrage” aus der Moderation. Zusätzlich können Sie auf die Pinnwand auch noch Striche, Figuren usw. zeichnen um das Ganze noch unübersichtlicher zu machen.

Leider gibt es iBrainstorm nur für iOS, ein ähnliches und kostenfreies Programm konnte ich für den Mac nicht finden, CMap Tools geht noch am ehesten in die Richtung, ist mir aber nicht einfach genug. Hier hat Microsoft die Nase vorn mit der hauseigenen kostenlosen Software “StickySorter” für Windows. Leider wird dieses kleine Helferlein offenbar nicht mehr weiterentwickelt, aber Sie können es an diversen Orten noch herunterladen (z. B. bei Computerbild).

Eine neue Netzanwendung scheint die Lücke nun zu füllen: BoardThing. Auf den ersten Blick ist alles vorhanden, was eine virtuelle Pinnwand braucht. Sie können sammeln, arrangieren und auf dem Board zeichnen. Auch die entfernte Zusammenarbeit mit anderen Nutzern ist möglich. Außerdem können die “Karten” auch aus Videos, Links oder ähnlichem bestehen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Momentan wird die App noch getestet, aber Sie können sich am Ausprobieren beteiligen, indem Sie auf dem üblichen Weg um eine Einladung bitten. Bei mir ging das problemlos und schnell. Wenn Sie einen Einladung erhalten haben, können wir uns ja einmal treffen und zusammen versuchsweise eine Pinnwand erstellen.

 

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