Archiv für den Autor: Stephan List

Die geldwerte To-do-Liste

Vorschläge, wie Sie am besten eine Aufgabenliste zu führen haben, gibt es wie Sand am Meer. Ein m. E. besonders origineller Vorschlag kommt von Victor Cheng: How Your To-Do List Can Boost Your Bottom Line. Übersetzt heißt das Ganze etwa “Wie Ihre To-do-Liste Ihren Nettoprofit ankurbeln hilft” und genau nach diesem Prinzip geht der Autor auch vor:

  1. Bewerten Sie Ihre einzelnen Aufgaben nach dem Geldbetrag, den sie bringt und zwar in Euro
  2. Sortieren Sie Ihre Liste nach dem Geldbetrag in absteigender Reihenfolge
  3. Zeichnen Sie eine Linie in der Mitte der Liste
  4. Widmen Sie vier Tage in der Woche den oberen Hälfte Ihrer Liste
  5. Verbringen Sie einen Tag in der Woche mit der unteren Hälfte Ihrer Liste
  6. Beurteilen Sie einmal in der Woche erneut die untere Hälfte Ihrer Liste

Eine interessante und äußerst konsequente Art, die Aufgaben auf der Liste zu priorisieren. Kann man so machen. Etwas skeptisch sehe ich allerdings die Bewertung der Aufgaben nach dem zu erwartenden Profit. Da könnte der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Allerdings kann es bestimmt nicht schade, den Aufgaben die höchste Aufmerksamkeit zu schenken, die tatsächlich zum Lebensunterhalte einen direkten Beitrag leisten.

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Podcast 019: Jochen Hegele

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Diesmal habe ich mich Jochen Hegele unterhalten, Koautor des Buches “Effizient arbeiten mit Google Tools“. Schwerpunktthema waren natürliche ebenjene.

Themen waren unter anderem

  • Wie man überhaupt auf das Thema Google Apps kommt
  • Datensicherheit und die Cloud
  • Der Unterschied zwischen einem Privataccount und der Businesslösung
  • Die einzelnen Apps in der Google-Sammlung
  • Die Aufgabenverwaltung in Google Apps
  • Google Drive und die virtuelle Zusammenarbeit dort
  • Möglichkeiten und Grenzen von Google Apps
  • Möglichkeiten des Exports seiner Daten mit Google Takeout
  • Die Zukunft von Google+, Hangouts und Fotos

 

 

Hier die Links zum Podcast:

Hier das Buch, das Jochen und Markus Hegele geschrieben haben:

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Die Tweets der Woche (KW 31/15)

Letzte Woche fand in Ravensburg das Rutenfest statt. Während dieser Tage herrscht in dieser kleinen Stadt der Ausnahmezustand, vielleicht vergleichbar mit der 5. Jahreszeit im Rheinland. Wie jedes Jahr habe ich dort Schulfreunde getroffen, die ich sonst das ganze Jahr nicht sehe. Darüberhinaus haben wir den 40. Jahrestag des Trommlerkorps 1975 gefeiert. Schee wars!

Was sonst noch so los war, finden Sie in den Tweets der Woche…

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Apps für den Selfie-Fan

Eigentlich dürfte dieser Artikel gar nicht gelesen werden. Den Selfies machen ist allgemein verpönt, wie man hört. Von Ego-Fotos, die mit einem Selfie-Stick geschossen werden, ganz zu schweigen. Dessen ungeachtet konnte ich auf der letzten re:publica beobachten, dass gerade der Stand, an dem Selfie-Sticks kostenlos verteilt wurden, sich einer unerhörten Popularität erfreute. Hatte jemand einen solchen Stick ergattert, dann wurde er als Trophäe wie eine Monstranz vor sich her getragen.

Das Fazit: Selfies schießen ist und bleibt populär, da mag eine Philippika die andere jagen. Aus diesem Grund und weil der nächste Urlaub ins Haus steht, weise ich auf einen Artikel von Mark O’Neill hin, der geeignete Apps vorstellt: 5 Free Apps For The Selfie Photo Fan. Sie finden dort eine App, die einen geteilten Bildschirm für Vorder- und Rückseite erstellt (Frontback) oder eine, die aus Ihrem Foto eine Karikatur macht. Ob Sie so etwas brauchen oder als groben Unfug betrachten, bleibt Ihnen überlassen.

Eine wirklich interessante App könnte Groopic sein. Damit können Sie Gruppenfotos aufnehmen und sich später selbst in das Foto hineinmontieren. Oder so ähnlich. Das ist manchmal ganz nützlich, wenn niemand in der Nähe ist, den man darum bitten kann, den Auslöser zu drücken.

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Die Megaseite über das Notizen machen

Nachdem ich nun einige Wochen mit diversen Notizprogrammen auf dem iPad experimentiert und beschlossen habe, reumütig wieder zu Papier und Bleistift zurückzukehren, kommt mir ein einschlägiger Artikel von Kate Matsudaira gerade recht. Sie hat einen umfangreichen Beitrag verfasst, mit dem sie uns in die Kunst der Notizenanfertigung einführt: The Ultimate Guide to Note-Taking. Da unsere amerikanischen Freunde sehr großzügig mit dem Begriff “ultimate” umgehen, ist normalerweise Skepsis angebracht. Hier kann ich allerdings Entwarnung geben. Der Begriff steht völlig zu Recht in der Überschrift.

In dem Beitrag bekommen so ziemlich alle Zielgruppen für alle möglichen Zwecke Hinweise, wie sie ihr Notizbuch führen können. Sie finden geeignete Methoden für alle Denkstile, egal ob Sie eher ein analytischer Typ sind oder eher den visuellen Kanal bevorzugen. Vorgestellt werden Ansätze wie:

  • Struktur durch Gliederung (Outline)
  • Freie Satzbildung
  • SQ3R für effektives Lesen
  • Mapping (darf nicht fehlen)
  • Smart Wisdom (kannte ich bis jetzt auch noch nicht)
  • Diagramme und Prozesse
  • Cornell – Methode
  • Strukturierte geführte Notizen
  • Tabellen

Zu allen Methoden gibt Ihnen Kate anschaulichen Beispiele und beschreibt, wo die Methode gewinnbringend eingesetzt werden kann. Ihr Artikel ist mit Fotos aus ihrem eigenen Notizbuch reichhaltig und anschaulich bebildert. Man sagt mir nach, dass meine Handschrift schön und lesbar ist und meine eigenen Notizbücher ordentlich geführt sind. Wenn ich sie allerdings mit dem von Kate vergleiche, dann gebe ich gerne zu, da ist noch gewaltig Luft nach oben, Ihre Notizen sehen tatsächlich besser aus als gedruckt.

Ein toller Artikel. Danke, Jan, für den Hinweis.

Und ob der was für mich ist!

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Die richtigen Fragen zum Herunterschalten

Vor einiger Zeit meinten einige Journalisten in der Arbeitswelt einen neuen Hype auszumachen. „Downshifting“ hieß das Zauberwort. Die allwissende Wikipedia schreibt dazu:

Als Downshifting bezeichnet man einen Lebensstil mit dem Ziel, ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen. Es ist eine alternative Lebensart, die durch teilweisen und gezielten Konsumverzeicht größere persönliche Freiräume schafft.

Megan Starbuck stellt uns in diesem Zusammenhang “8 Questions to Feel More Free“, wenn wir zweifeln, ob wir uns von etwas trennen sollen oder nicht:

  1. Führt die Sache (der Umstand etc.) zu einem Gefühl des Eingesperrtseins?
  2. Könnte ich es (oder etwas anderes oder sogar besseres) später kaufen?
  3. Wäre ich ohne es glücklicher?
  4. Was könnte ich mit dem Platz machen, den ich sparen würde?
  5. Könnte jemand anderes mehr davon profitieren?
  6. Ist es die Mühe wert, es zu behalten?
  7. Würde ich es jetzt kaufen, wenn ich es in einem Geschäft entdeckte?
  8. Macht es mir Freude, es zu sehen oder daran zu denken?

Sie merken schon, diese Fragen folgen dem Grundsatz „der größte Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen“. Ich glaube, dass diese Fragen durchaus eine Hilfestellung sein können, ob man ein bestimmte Sache behalten oder kaufen soll.

Ein Tipp von mir: Interpretieren Sie diese Fragen durchaus auch im übertragenen Sinn. Es könnte sich auch lohnen, sich anstatt von einer Sache auch von einer Gewohnheit zu trennen, um dadurch wertvolle (Lebens-) Zeit zu gewinnen.

Wenn Sie sich näher mit diesen Fragen beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen wärmstens das Buch von Jakob Lund Fisker: „Early Retirement Extreme“ (ich habe darüber schon im ToolBlog geschrieben).

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Passt diese Firma zu mir?

Wenn Sie überlegen, die Stelle zu wechseln und bei einem neuen Arbeitgeber anzuheuern, dann schauen Sie sich den Laden gut an. Schließlich werden Sie einige Zeit dort verbringen müssen bzw. dürfen und da sollte prüfen, wer sich ewig lange bindet. Selena Rezvani gibt uns in dem Beitrag “How To Decide If An Employer’s Culture Is Right For You“ ein paar Tipps auf den Weg:

  1. Achten Sie darauf, wie die Mitarbeiter miteinander umgehen
  2. Achten Sie auf das Alltägliche 
  3. Schauen Sie sich Ihren eventuellen Chef genau an
  4. Wie geht man in dem Unternehmen mit Konflikten um?

Irgendein schlauer Mensch hat einmal gesagt, Unternehmenskultur ist die Summe der alltäglichen Selbstverständlichkeiten. Am besten erstellen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch für sich selbst einen kleinen Fragenkatalog, mit dem Sie Ihren potentiellen Arbeitsgeber auf die o.a. Punkte abklopfen können. Versuchen Sie auch zwischen den Zeilen zu lesen. Mitunter ist das Nicht-gesagte wichtiger als das Gesagte. Achten Sie auch darauf, ob ein Thema verniedlicht, schnell abgefrühstückt oder auf später verschoben („Keine Sorge, das regelt sich schon“) werden soll. Eine Abwandlung des Gesetzes von Murphy besagt:

Je mehr Du etwas zu Beginn vernachlässigst, mit desto größerer Wucht fällt es Dir später auf die Füße.

Ich kann diesen Merksatz aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Während der Brautschau zeigen sich die Kandidaten immer von der besten Seite, im Alltag ist dann oft schnell der Lack wieder ab.

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Die Tweets der Woche (KW 30/15)

Diese Woche gab es keine besonderen Vorkommnisse. Ich arbeite weiter an meinem E-Kurs zur Selbstorganisation und ja, er nimmt langsam Gestalt an.

Letztes Wochenende waren meine Frau und ich bei dem Familientag von Bosch Automotive Steering in Bietigheim-Bissingen. Es hat mir im Kreis der Mitarbeiter und Ihrer Familien sehr gut gefallen, vielen Dank für die Einladung. Danach haben wir Daniela und Robert Weißgraeber in Stuttgart besucht. Danke für Eure Gastfreundschaft. Jetzt weiß ich, was #foodkoma ist.

Hier meine Tweets der Woche…

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Trello für die Cracks

Zumindest für die Projektleute in meinem Bekanntenkreis stellt sich Trello so langsam als die Software zur Organisation von Arbeitsabläufen allein und im Team heraus. Vor einiger Zeit ist Trello komplett in deutscher Sprache erschienen. Die Macher hatten Dies damals zum Anlass genommen, einige Boards zur Einführung in das Programm zur Verfügung zu stellen (hier der ToolBlog-Artikel dazu).

Wenn Sie über diese ersten Schritte hinaus sind und sich tiefer in Trello einarbeiten möchten, dann empfehle ich Ihnen den Beitrag von Lauren Moon: Dangerously Productive: Master Level Trello Tips. Lauren weist auf ein Board hin, dass mit und Trello ausschließlich für Lehr- und Lernzwecke erstellt wurde. Auf dem Board erfahren Sie u.a.:

  • Wie Sie Karten (Cards) aus einem Spreadsheet erstellen
  • Wie Sie Internetadressen auf Karten ziehen
  • Wie Sie eine neue Karte auf elegante Art jeder Position hinzufügen können
  • Wie Sie Ihre eigenen Karten mit „Q“ herausfiltern können
  • Wie Sie Markdown verwenden können um Text zu formatieren

Danke für das informative Board!

Bis ein anständiges Buch über Trello erscheint, müssen wir uns wohl derartige Hilfen überall zusammensuchen. Ich bleibe für Sie am Ball!

Ein Nachtrag (direkt nach Erscheinen)

Es gibt übrigens auch ein Ressourcen-Board direkt von Trello. Hier gibt es allerhand Hinweise zu Tipps, Erweiterungen, Utilities, Anleitungen usw.

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