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Monat: Oktober, 2009

Sponsoring auf dem Toolblog?

17. Oktober 2009 (20:46) | Allgemein | Von: Stephan List

Komisch, es gibt offensichtlich keine Zufälle. In letzter Zeit bekomme ich immer wieder Anfragen, ob ich ein Produkt ausprobieren und über meine Erfahrungen schreiben will. In den USA ist das durchaus üblich. Allerdings habe ich über einen Tweed von Stefan Hagen erfahren, dass diese Praxis dort ungeahnte Ausmaße angenommen hat: Kampf gegen Schleichwerbung in Blogs – Brauchen wir einen Social-Media-Kodex? Dort steht:

Ab Dezember gelten neue Regeln, die die US-Wettbewerbsbehörde jetzt erlassen hat. Danach müssen Blogger oder Nutzer, wenn sie ein Produkt bewerten, "die materiellen Beziehungen, die sie zu den Anbietern des Produktes oder der Dienstleistung haben, offen legen".

und

Die deutsche Netzgemeinde diskutiert – und begrüßt die US-Initiative. "Das wird aber auch Zeit!", twittert "Marvis" und fragt: "Hoffentlich bald auch in D?". Auch Blogger "Black Hole" wünscht sich vergleichbare Richtlinien für Deutschland: "Damit würde a) die absichtliche Irreführung der Verbraucher wenigstens ein Stück weit eingedämmt… und b) dem bewussten Täuschen und ‘Schönschreiben’ mieser Produkte ein Riegel vorgeschoben."

Ich sehe das ähnlich. Bis jetzt habe ich derartiges auch noch nicht gemacht, von einer Buchbesprechung mal abgesehen. Das kann sich aber im Einzelfall in Zukunft durchaus ändern, ich finde das nicht weiter schlimm. Dabei verspreche ich Ihnen, mich an folgende Regeln zu halten:

  • Falls ich ein Produkt zur Verfügung gestellt bekomme, werden Sie im Text klar ersehen können, dass und von wem das Produkt gesponsert wurde
  • Ich werde mich nicht für das Schreiben eines Beitrags mit Geld bezahlen lassen
  • Alles im Leben hat Vor- und Nachteile. Ich werde mich um Ausgewogenheit bemühen. Es wird hier weder Verrisse noch Lobhudeleien geben. Über Produkte, von denen ich nichts verstehe und die außerhalb des Themenhorizonts des Toolblogs liegen, schreibe ich nicht. BTW: Von den drei Anfragen, die ich bisher habe, hat kein einziger Anbieter versucht mich in irgendeine Richtung zu beeinflussen: “Probieren Sie es aus und wenn Sie wollen, schreiben Sie etwas drüber”

Ich denke unter diesen Bedingungen ist das Schreiben über zur Verfügung gestellte Produkte in Ordnung. Jede Computerzeitschrift macht das so. Wenn Ihnen bei meinen Regeln noch etwas fehlt, dann hinterlassen Sie einen Kommentar. Ich werde mich damit auseinander setzen.

Getting Things Done in 20 Sekunden

15. Oktober 2009 (22:50) | Selbstmanagement | Von: Stephan List

Zu später Stunde bin ich über ein kurzes Interview gestolpert, dass John Jantsch vor kurzem mit David Allen geführt hat: 5 Questions with GTD’s David Allen. Diese Frage finde ich besonders interessant (mir fällt im Moment kein deutscher Ausdruck für “cool” ein):

John:   Is it easy to briefly describe the components of the GTD system?

David:  Sure, I can do it in 20 seconds. Ready? …

Und dann legt er los, der Meister. Seine Beschreibung besteht aus exakt 4 Sätzen. 20 Sekunden? Nun ja, David Allen spricht sehr schnell, wie ich aus Erfahrung weiß. ;-) Wie auch immer: Der perfekte Elevator Pitch für GTD.

Doit.im: Noch ein GTD – Programm

14. Oktober 2009 (10:32) | Selbstmanagement, Software | Von: Stephan List

Während die online-Angebote für Getting Things Done wie Pilze aus dem Boden schießen, halten sich die einschlägigen Desktop-Programme in den letzten Monaten in etwa auf dem gleichen Niveau. Zumindest ist das mein subjektiver Eindruck. Nun gibts ein neues SpielWerkzeug (“Tool”) zum Selbstmanagement: Doit.im AIR. Wie der Name schon sagt, läuft die Software unter AIR und ist somit plattformübergreifend. Die Oberfläche macht einen klaren aufgeräumten Eindruck, die Macher versprechen die Implementierung der GTD-Prinzipien. Demnächst erscheint auch eine Variante für Mobiltelefone. Die Daten können dann auch zwischen Desktop und Mobiltelefon synchronisiert werden. Was aber auch hier offensichtlich nicht geht, ist die Integration von E-Mails. Tut mir leid, ich kenne die Vorbehalte vieler Menschen gegenüber Outlook, aber mir ist außer Lotus Notes nur ein Programm bekannt, dass E-Mail- und Aufgabenmanagement integriert: Daisho Blacksmith. Für mich persönlich ist das ein Muss, denn heutzutage kommen gefühlte 95% der Informationen nicht über den realen Eingangskorb ins System, sondern über den virtuellen. Falls Sie diese Ansicht nicht teilen, dann ist Doit.im sicher einen Versuch wert. Vielleicht können Sie dann ja im Kommentar oder auf Ihrem Blog berichten.

Bauen Sie Ihre eigene Aktenkiste

13. Oktober 2009 (20:11) | Hardware, Kleine Kniffe, Kreativität, Selbstmanagement | Von: Stephan List

Wenn man es genau nimmt, hat die Ablage mit Getting Things Done selbst nur am Rande zu tun. Abgelegt wurde schon immer, ob im Aktenordner, in der Hängemappe oder sonst wo. Der Trick dabei ist nur, das Abgelegte möglichst schnell wieder zu finden, wenn man es braucht. Nun gibt es eine Unzahl von Ablagesystemen auf dem Markt. All das hat Gregor Gisler-Merz offensichtlich nicht gefallen und so hat er seine eigene  GTD-gerechte Aktenkiste konstruiert und gebaut. Netterweise hat er auch einen Artikel darüber verfasst und lässt uns an seinem Entwurf teilhaben: Building your own reference filing cabinet. Also flugs in die Werkzeugkiste gegriffen und frisch gebohrt und gehämmert!

Gantter – Ein Werkzeug für das Projektmanagement

12. Oktober 2009 (09:12) | Projektmanagement, Software | Von: Stephan List

Erst einmal für Klarheit sorgen, hier ist nicht von Projekten die Rede, wie sie David Allen definiert. Vielmehr begeben wir uns in diesem Beitrag auf das Gebiet des klassischen Projektmanagements. Dort verwendet man zur Darstellung einer zeitlichen Abfolge von Aktivitäten das sog. Balkendiagramm oder vornehm Gantt-Diagramm. Mit dem Programm Gantter können Sie ein solches Diagramm direkt im Browser erzeugen, übrigens auch in Deutsch. Ich berichtete an dieser Stelle bereits darüber. Ryan Dube erklärt in einem kleinen Artikel, wie Gantter bedient wird: Gantter – The Ultimate Free Creative Project Management Tool. Lang ist der Beitrag nicht geworden, das liegt aber nicht an Ryan, sondern an Gantter, denn das Programm ist intuitiv zu bedienen. Dennoch ist es mitunter nützlich, so eine Schnellbesohlung zu bekommen. Dann verläuft die Lernkurve umso steiler.

Video: Noch eine Freemind – Anleitung

9. Oktober 2009 (20:12) | Kreativität, Software | Von: Stephan List

Mittlerweile ist mir noch ein Video zu MindMapping-Programm Freemind untergekommen. Hier ist es…

Die Pomodoro-Technik – Eine Alternative zu GTD?

9. Oktober 2009 (19:53) | Methoden, Selbstmanagement | Von: Stephan List

Vor einiger Zeit habe ich im Toolblog die Pomodoro-Technik vorgestellt. Wir erinnern uns, diese Methode ist eine ausgefeilte Variante des Time-Boxings. Größere Aufgaben werden in kleine Zeitsequenzen á 25 Minuten gestückelt und konsequent abgearbeitet. Wenn wir geschwollen daherreden, dann soll im Analogie zu verhaltenstherapeutischem Vorgehen die Konzentration auf eine Tätigkeit trainiert werden. Ich wende diese Methode ab und zu an und bin davon sehr angetan, zumal ich als Crazy Maker immer der Versuchung ausgesetzt bin, mich ablenken zu lassen. Die Technik können Sie mit oder ohne Getting Things Done anwenden, sie kann sehr nützlich sein. Nur: Eine Alternative zu GTD ist sie nicht, will sie auch gar nicht sein, aber sie kann als Ergänzung bei der Umsetzung (“Engage”) helfen. Bezeichnenderweise beantwortet Meryl Evans in ihrem Artikel die selbstgestellte Frage The Pomodoro Technique: A GTD Alternative? erst gar nicht. Sie wird wissen, warum.

Getting Things Done für Gnome

8. Oktober 2009 (09:44) | Selbstmanagement, Software | Von: Stephan List

Die Computerfans wissen es, für die Laien unter meinen Lesern die Definition aus der Wikipedia:

Gnome ist eine Arbeitsumgebung für Unix- und Unix-ähnliche Systeme mit einer grafischen Benutzeroberfläche und einer Sammlung von Programmen für den täglichen Gebrauch.

Also, wenn Sie Linux benutzen, dann könnte es sein, dass Sie bereits Gnome auf dem Rechner haben. Für diese Arbeitsumgebung gibt es auch das entsprechende GTD-Programm: Getting Things GNOME! Nun verwende ich Linux nicht, aber vielleicht kann einer der Leser berichten, wie er/sie mit dem Programm zufrieden ist.

Wie Brent Newhall die Dinge geregelt kriegt

8. Oktober 2009 (08:30) | Selbstmanagement | Von: Stephan List

Anderen Leuten beim Arbeiten zuschauen, macht manchmal Freude. Besonders dann, wenn man sehen kann, wie jemand seine Arbeit organisiert. Brent Newhall lässt uns in einem Video an seiner Umsetzung von GTD teilhaben. Vielen Dank dafür.

My system for Getting Things Done from Brent Newhall on Vimeo.

Noch einmal: GTD mit Outlook

7. Oktober 2009 (21:39) | Selbstmanagement, Software | Von: Stephan List

Gerade hat Niels Warnecke getwittert, dass er in seinem Blog einen neuen Teil seines Berichts zum Thema GTD mit Outlook veröffentlicht hat: Mein GTD mit Outlook 2007 – Das Aufgaben-Management. Solche Artikel sind zu wertvoll, als dass man sie einfach der schnellebigen Twitterwelt überlassen sollte. Niels hat sich die Mühe gemacht und eine wahrlich umfangreiche Beitragsserie geschrieben. Dafür sind wir Outlook-Nutzer ihm zu Dank verpflichtet, denn im deutschsprachigen Raum gibt es dazu nicht allzu viel. Die Serie besteht aus den Teilen:

  1. Prolog (veröffentlicht)
  2. Posteingang (veröffentlicht)
  3. Aufgabenplanung (veröffentlicht)
  4. Terminplanung
  5. Pflege der Kontakte
  6. Referenz-/Ablagesystem
  7. Zusammenspiel dieser Teile
  8. TheBigPic und warum mit diesem Tool der Grundansatz ausnahmsweise verlassen wird
  9. sonstige Tools

Wenn Sie neugierig sind und am Ball bleiben wollen, dann empfehle ich ihnen, die Beiträge von Nils zu abonnieren.