Kürzlich twitterte ein Zeitgenosse die Frage, warum es so viele GTD-Anwendungen für Apple und so wenig für Windows gäbe. Gute Frage. Vielleicht liegt es daran, dass Outlook der Quasi-Standard für Arbeitsorganisation auf dem PC ist? Was mich bis dato an Outlook am meisten stört, sind die fehlenden Synchronisationsmöglichkeiten für die Aufgaben (Tasks) mit online-Anwendungen und dem iPhone. Der Abgleich des Kalenders und der Kontakte funktionieren soweit, bei den Aufgaben hingegen sieht es düster aus. Als ich den Entwickler der GTD-Anwendung Nozbe, Michael Sliwinski während des GTD Summits darauf ansprach, verzog er ein bisschen säuerlich das Gesicht. Offensichtlich ist die Anbindung der Aufgaben von Outlook an die Außenwelt nicht wirklich trivial.
Wie auch immer, trotz dieses, allerdings schwerwiegenden, Kritikpunkts schätze ich Outlook sehr, auch und gerade zur Umsetzung des Getting Things Done Ansatzes. Um Outlook für GTD optimal nutzen zu können, müssen Sie allerdings ein paar Anpassungen vornehmen. Wie das geht, können Sie folgenden Anleitungen entnehmen:
- Broschüre der David Allen Company. Hier finden Sie alles, was Sie brauchen um Outlook für GTD nutzen zu können. Zusätzliche Tipps gibt es obendrein. Kurz und knackig!
- Total Workday Control Using Microsoft Outlook von Michael Linenberger. Die reine GTD-Lehre ist es nicht, die Linenberger vertritt. Dennoch halte ich die Vorschläge des Autoren für so überzeugend, dass ich mein eigenes Outlook danach eingerichtet habe. Für mich bis jetzt state of the art.
- Momentan lese ich Take Back Your Life!: Using Microsoft Outlook 2007 to get organized and stay organized von Sally McGhee und John Wittry. Kurz gesagt, für mich eine gelungene Nacherzählung des berühmten Buches von David Allen mit Fokus auf die Umsetzung mit Outlook. Eine gelungene Nacherzählung zwar, aber eben eine Nacherzählung. Dennoch finden Sie in dem Buch auch den einen oder anderen Tipp, der über die Verwendung von Outlook hinausgeht. Ich finde die Anschaffung durchaus lohnend.
BTW: Irgendwo habe ich gelesen, dass sich Microsoft selbst um die Anbindung des iPhones an Outlook kümmern will. Anlass zur Hoffnung?