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Kategorie: Methoden

Die 22-Minuten-Besprechung

10. März 2010 (12:03) | Methoden, Teamwork | Von: Stephan List

Wenn ich in meinen Workshops zur Selbstorganisation die Teilnehmer nach den schlimmsten Zeitfressern frage, dann steht mit tödlicher Sicherheit die Besprechung auf der ewigen Hitliste. Nun halte ich nichts davon, Besprechungen generell zu verdammen. Zusammenarbeit bedeutet Kommunikation, Besprechungen sind daher notwendig. Es ist nur die Frage, ob diese Besprechungen sinnvoll sind. Sie wissen schon, Besprechungen, in denen…

  • man gar nicht weiß, was man da eigentlich soll
  • Hierarchen Selbstdarstellung betreiben
  • kein roter Faden zu erkennen ist
  • im Kreis herumgeredet wird
  • (nehmen Sie eigene Ergänzungen vor)

Scott Berkun zitiert in einem lesenswerten Beitrag einen Vortrag von Nicole Steinbok zu effizienten Besprechungen: The 22 minute meeting. Laut Steinbok gibt es für effiziente Meetings neun Regeln, Scott erläutert Sie auf seine Weise:

  1. Setzen Sie eine Besprechungsdauer von 22 Minuten an
  2. Sie brauchen eine zielorientierte Agenda
  3. Schicken Sie benötigtes Lesematerial 3 Tage vor dem Meeting an die Teilnehmer
  4. Beginnen Sie pünktlich
  5. Stehen Sie auf und vertreten Sie Ihre Meinung
  6. Keine Laptops, außer das des Referenten und des Protokollanten
  7. Ohne Ausnahme: Kein Telefon!
  8. Bleiben Sie bei der Sache
  9. Verschicken Sie die Besprechungsnotizen so schnell wie möglich

Diese Regeln (bis auf Regel 9) können Sie sich auch als kleines Poster herunterladen (pdf) oder werden Sie Fan einer entsprechenden Facebook-Seite (ich bin’s schon).

Ach, eine Frage noch: Wie würden Sie diese Regeln interpretieren? Und: Könnte eine 22-Minuten-Besprechung in Ihrem Team funktionieren?

Das Programm für Personal Kanban: LeanKit

9. März 2010 (16:43) | Internet, Methoden, Selbstmanagement, Software | Von: Stephan List

Über das persönliche Kanban-System habe ich auf dem Toolblog vor einiger Zeit bereits berichtet. Nun gibt es eine online-Anwendung zur Methode: LeanKit. Auf einigen Videos können Sie sich mit Software und Methode vertraut machen. Die Preise für die Nutzung sind gestaffelt. Für die Verwendung mit bis zu 5 Nutzern und einer Kanbantafel ist das Angebot kostenlos. Das dürfte zum Ausprobieren erst einmal reichen.

Die Fundgrube für Führungsthemen

9. März 2010 (11:04) | Methoden, Teamwork, WorkLife | Von: Stephan List

Vor gefühlten dreißig Jahren (na gut, es waren dreizehn) habe ich ein NLP-Ausbildung bis zum NLP-Master gemacht. Der Trainer hieß Roland Gruber und ich habe sowohl Ausbildung als auch Trainer in guter Erinnerung, auch wenn ich mich heute nicht mehr als NLPler bezeichnen würde. Gelernt habe ich dennoch eine ganze Menge. Umso mehr hat es mich gefreut, als mich Roland kürzlich nach langer Zeit wieder anrief um den Kontakt aufzufrischen.

In der Zwischenzeit hat Roland Gruber zusammen mit Kollegen das Unternehmen Leadion gegründet, das Training und Coaching rund um das Thema “Führung” anbietet. Die Website des Unternehmens ist eine wahre Fundgrube für alles, was mit Führung zusammenhängt. Sie finden dort rund 1500 (!) Beiträge zu den Themenfeldern Grundlagen, Persönlichkeit, Fähigkeiten, Management u.v.m. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen einschlägigen Newsletter abonnieren. Viel Spaß beim Stöbern!

Die Pro- und Contra-Liste

4. März 2010 (10:37) | Internet, Methoden, Software | Von: Stephan List

Kürzlich haben wir uns in einem Workshop wieder einmal über Entscheidungstechniken unterhalten und dabei auch die Nutzwerttabelle besprochen. Ich bin zwar der Meinung, dass die wirklich guten Entscheidungen mit dem Bauch getroffen werden, allerdings in der Regel dann, wenn Sie mit dem Kopf vorbereitet wurden. Kurz: Der Bauch braucht Futter.

Eine Vorstufe zur Nutzwerttabelle ist die gewichtete Pro- und Contra-Liste. Ziel dieser Liste ist zu entscheiden, ob Sie etwas tun oder lassen sollten. Sie erstellen eine Art Bilanz: Auf der linke Seite listen Sie die Argumente auf, die für die Option sprechen (die Pros), auf der rechten Seite die Argumente dagegen, die Contras. Sicher sind Ihnen die Argumente nicht alle gleich wichtig, also multiplizieren Sie die Argumente mit einem individuellen Gewichtungsfaktor. Zum Schluss werden beide Seiten der Bilanz zusammengezählt und verglichen.

Weitgehend automatisieren lässt sich dieses Vorgehen in einer Excel-Tabelle oder ProConLists.com. Dort finden Sie eine Eingabemaske, wo Sie Ihre Argumente für oder gegen eine Option eintragen können. Nach der Wichtung, getrennt in “rational” und “emotional” bekommen Sie das Ergebnis angezeigt. Wie immer können Sie Ihre Liste nach Registrierung mit anderen Menschen teilen. Ich finde, ProConLists ist für die Entscheidung zwischendurch keine schlechte Idee.

Das Visual Understanding Environment

26. Februar 2010 (09:41) | Kreativität, Methoden, Software | Von: Stephan List

Bloggerfreund Stefan Hagen hat sich kürzlich in einem Tweet äußerst freundlich über das Concept Mapping und eine einschlägige Software namens Cmap Tools geäußert. Dem ist im Grunde genommen nichts hinzuzufügen. Vielleicht könnte Stefan und allen anderen, die die Vorzüge von Concept Mapping und Mind-Mapping verbinden möchten, auch das Programm VLE gefallen. VLE steht für Virtual Understanding Environment und wurde von Angehörigen der Tufts University ausgeknobelt. Auf der Website wird das Programm so beschrieben:

The VUE project is focused on creating flexible tools for managing and integrating digital resources in support of teaching, learning and research. VUE provides a flexible visual environment for structuring, presenting, and sharing digital information.

Sie können sich in einer Gallerie den Leistungsumfang dieses Programms anschauen. Die Mapbeispiele sind wirklich sehr beeindruckend. Für den Austausch unter den Benutzern sorgen Tweets und ein Blog. Das Programm läuft unter allen drei wichtigen OS-Plattformen. Schreiben Sie doch mal, was sie von VLE halten, wenn Sie es ausprobiert haben.

Visualierung und der Prozess des Schreibens

3. Februar 2010 (18:38) | Kreativität, Methoden, Präsentieren | Von: Stephan List

Eigentlich kenne ich es nicht anders. Wenn ich einen längeren Text schreiben muss, fahre ich erst einmal den MindManager hoch. Zunächst werden alle Gedanken zum Thema wild gesammelt und dann mittels Drag & Drop strukturiert. Erst, wenn diese zwei Schritte vollzogen sind, beginnt für mich der eigentliche Schreibprozess. Nicht immer kommt der MindManager zum Einsatz, manchmal zeichne ich die Mind-Maps auch von Hand oder benutze Haftzettel und Pinnwand. Auch bei der Planung von Präsentationen gehe ich so vor.

Ryan Coleman hat eine einschlägige Präsentation im Internet veröffentlicht: Visual Thinking & The Writing Process.

Persönliches Wissensmanagement mit GTD

1. Februar 2010 (10:51) | Lernen, Methoden, Selbstmanagement | Von: Stephan List

Mein kanadischer Kollege Harold Jarche beschäftigt sich schon seit langer Zeit mit informellem Lernen und persönlichem Wissensmanagement. Vor geraumer Zeit hat er einen Artikel geschrieben: Sense-making with PKM. Diesen Beitrag nahm Sumeet Moghe zum Anlass, seinen Ansatz zum persönlichen Wissensmanagement vorzustellen: Here’s how I’m approaching Personal Knowledge Management. Das interessante an seinem Vorgehen ist die Verbindung mit Getting Things Done über die Schritte “Collect – Process – Organize – Review”. Sumeet hat den Beitrag mit Videos illustriert, die seinen Ansatz näher erläutern. Für mich eine praktische Anwendung von GTD mit hohem Nutzwert.

GTD theme: Das Workpress-Theme für Teamarbeit

19. Januar 2010 (11:02) | Methoden, Projektmanagement, Software, Teamwork | Von: Stephan List

Ich denke, Wordpress ist unbestritten der Platzhirsch auf dem Markt der Blogsoftware. Mittlerweile blickt man schon gar nicht mehr durch in der Fülle der Erweiterungen (Plug-ins) und Vorlagen (Themes). Ein Theme verfolgt einen interessanten Ansatz: GTD theme von Templatic. Dieses Theme dient weniger dazu, das Weblog schön zu verpacken. Vielmehr soll es helfen, die Teamarbeit zu verbessern:

If you are looking to collaborate with a small team or, you need a private blog where only your team members can view, share files and write the content without going to backend, this is the theme you’ve been looking for.

Ich werde das Theme bei Gelegenheit einmal ausprobieren. Mit einem Kunden denke ich darüber nach, Wordpress als eine Art elektronisches Schichtbuch einzusetzen. Vielleicht vereinfacht diese Anwendung unser Vorhaben.

Über den Gebrauch interaktiver Whiteboards

18. Januar 2010 (10:33) | Hardware, Lernen, Methoden, Präsentieren | Von: Stephan List

Hanspeter Füllemann (@netexplorer) hat heute in einem Tweet auf einen Blogbeitrag von Martin Hoffmann hingewiesen: Dossier: Unterrichten mit interaktiven Weisswandtafeln.
Es muss drei, vier Jahre her sein, als ich in einer Demonstration das erste Mal ein solches Medium vorgeführt bekommen habe. Damals war ich total begeistert und eine kleine Stimme in mir wiederholte immer wieder gebetsmühlenartig das Mantra: “ Haben wollen, haben wollen.” ;-)

Damit keine Missverständnisse aufkommen. Interaktive Whiteboards sind nicht zu verwechseln mit Panaboards. Letztere sind null komma garnix interaktiv, Sie können mit ihnen lediglich eine Sofortkopie des Tafelaufschriebs produzieren. Das war es dann aber auch. Viel Geld für wenig Leistung. Was Sie mit einem “Smartboard” alles machen können, zeigt Ihnen Tom Hopper. In Englisch zwar, doch wer Augen hat, der sehe.

Hier geht es zum zweiten Teil der Demonstration.

Letztendlich waren mir die Dinger jedoch für den dauernden Transport zu sperrig und ich habe bis heute noch kein “Smartboard” erworben. Mittlerweile gibt es aber tragfähige Alternativen, wie das I-Kit One (IK-1). Gerne würde ich das Gerät mal testen (Hört mich ein EIKI-Mitarbeiter?).

Wie Sie das Gerät sinnvoll in Präsentationen und in der Unterweisung einsetzen können, zeigt Ihnen das von Martin Hoffmann erwähnte Dossier: Unterrichten mit interaktiven Weisswandtafeln.

Cloud Computing und GTD

15. Januar 2010 (21:19) | Hardware, Internet, Methoden, Selbstmanagement, Software | Von: Stephan List

Ich gebe es zu, ich habe auch erst einmal nachgeschaut, was Cloud Computing eigentlich ist. Jetzt verstehe ich besser, was David Allen meint.

[via GTDTimes]