Die 22-Minuten-Besprechung
Wenn ich in meinen Workshops zur Selbstorganisation die Teilnehmer nach den schlimmsten Zeitfressern frage, dann steht mit tödlicher Sicherheit die Besprechung auf der ewigen Hitliste. Nun halte ich nichts davon, Besprechungen generell zu verdammen. Zusammenarbeit bedeutet Kommunikation, Besprechungen sind daher notwendig. Es ist nur die Frage, ob diese Besprechungen sinnvoll sind. Sie wissen schon, Besprechungen, in denen…
- man gar nicht weiß, was man da eigentlich soll
- Hierarchen Selbstdarstellung betreiben
- kein roter Faden zu erkennen ist
- im Kreis herumgeredet wird
- (nehmen Sie eigene Ergänzungen vor)
Scott Berkun zitiert in einem lesenswerten Beitrag einen Vortrag von Nicole Steinbok zu effizienten Besprechungen: The 22 minute meeting. Laut Steinbok gibt es für effiziente Meetings neun Regeln, Scott erläutert Sie auf seine Weise:
- Setzen Sie eine Besprechungsdauer von 22 Minuten an
- Sie brauchen eine zielorientierte Agenda
- Schicken Sie benötigtes Lesematerial 3 Tage vor dem Meeting an die Teilnehmer
- Beginnen Sie pünktlich
- Stehen Sie auf und vertreten Sie Ihre Meinung
- Keine Laptops, außer das des Referenten und des Protokollanten
- Ohne Ausnahme: Kein Telefon!
- Bleiben Sie bei der Sache
- Verschicken Sie die Besprechungsnotizen so schnell wie möglich
Diese Regeln (bis auf Regel 9) können Sie sich auch als kleines Poster herunterladen (pdf) oder werden Sie Fan einer entsprechenden Facebook-Seite (ich bin’s schon).
Ach, eine Frage noch: Wie würden Sie diese Regeln interpretieren? Und: Könnte eine 22-Minuten-Besprechung in Ihrem Team funktionieren?









