Abonnieren Sie alles, was geht!
Vor einiger Zeit schrieb Kollege Ivan Blatter in seinem Blog:
Ich habe gemerkt, wie viel Zeit ich auf der Suche nach einem noch besseren Artikel oder noch interessanteren Neuigkeiten verplempere. Als Folge dieser Diät habe ich meine abonnierten Blogs massiv reduziert und lese jetzt nur noch 12 Blogs regelmässig (vorher etwa 50-60 – zwar nicht übertrieben, aber trotzdem zu viel).
Das leuchtet ein und ich habe scharf darüber nachgedacht, ob ich es ihm gleichtun möchte. Das Ergebnis: Nein, ich möchte nicht. Und ich weiß mittlerweile auch, warum. Der Grund steht in einem Artikel von Marshall Kirkpatrick gelesen: Seven Tips for Making the Most of Your RSS Reader. Dort steht unter dem Tipp “Oversubscribe”:
I’m a big believer in subscribing to anything that looks of interest. Read what you can and don’t worry about the rest. The chances that you’ll see something worthwhile in a feed are far, far higher if you’ve subscribed to it than they would have been if you hadn’t.
Dem schließe ich mich an. Der Casus Knacksus liegt für mich nicht in der Anzahl der abonnierten Feeds, sondern in der Art, wie ich damit umgehe. Und wie das geht, steht im Zitat.
Kommentare
Kommentar von Ivan
Zeit: 15. April 2008, 11:33
Gute Ideen von Dir und Alexandra! Das funktioniert natürlich auch, wenn man genug Disziplin mitbringt. Mein Problem ist/war, dass ich mich für so viele Dinge interessiere, dass ich schlussendlich dann doch wieder fast alles las, was rein kam. Deshalb und da ich mein Leben so einfach wie möglich halten möchte, habe ich radikal gekürzt.
Interessante Artikel verpasse ich übrigens trotzdem keine, da die wirklich wertvollen Artikel ja zur Genüge verlinkt werden (z.B. hier auf toolblog.de
).
Pingback von blatternet.ch » Links der Woche – 24. April 2008
Zeit: 26. April 2008, 05:03
[...] sind auch die Kommentare. Vor zwei Wochen fand eine ähnliche (Mini-)Diskussion auf Deutsch auf dem ToolBlog [...]
Kommentar von Jochen
Zeit: 2. Mai 2008, 11:43
Bin diese Tage sehr stark am ausmisten. Die richtig guten Blogposts werde ich auch finden, wenn ich danach via Google suche. Ich habe die letzten 4 Wochen kein einziges Mal in meinem Reader gesehen und die Welt dreht sich auch noch weiter
.
Jetzt wird gekürzt und wenn mich das nervt erweitere ich halt wieder. Infos kann ich auch aus Büchern bekommen, Blogs lese ich mehr von Privatleuten, mit denen ich Kontakt bleiben will.
Und die richtig guten Blogpostings finde ich dann ja auch mit Google oder Technorati wenn ich nach einem Thema suche.
Pingback von Links der Woche – 24. April 2008
Zeit: 1. Februar 2009, 11:22
[...] sind auch die Kommentare. Vor zwei Wochen fand eine ähnliche (Mini-)Diskussion auf Deutsch auf dem ToolBlog [...]







Kommentar von Alexandra Graßler
Zeit: 14. April 2008, 18:15
Genau darüber hab ich mich auch seit längerem Gedanken gemacht. Mein Input beläuft sich auf 193 Blogs im Moment und da kommt natürlich jede Menge an Zeugs rein. Irgendwann war ich dann soweit dass mich allein die Fülle der fett gedruckten Zahlen hinter den Blogs erschlagen hat, die die Anzahl der neuen Beiträge anzeigen….
Hab mich dann für eine Strategie der “sauberen Tafel” entschieden. Jeden Abend bevor ich meinen Rechner und mich schlafe schicke, gehe ich in den Ordner “Alle ungelesene Nachrichten” und setze alle Beiträge auf Status gelesen. Es kann durchaus sein, dass ich das manche Tage hintereinander mache ohne auch nur einen Beitrag gelesen zu haben. Wenn ich einfach keine Zeit hatte, dann hatte ich keine Zeit. Punkt. Und ansonsten les ich einfach was mich anspringt und auf was ich grad Lust hab.
Auf die Art komm ich leicht mit der Fülle klar. Und was für mich am wichtigsten ist, dass ich die Infoflut damit im Griff habe und nicht umgekehrt. Denn wenn ich eine Woche im Urlaub bin, würde ich dann auch nicht alle vergangenen Tageszeitungen lesen sondern wegwerfen. Was für mich darin wichtig gewesen sein sollte, taucht auch wieder auf. Und genauso mach ich das mit meinen Blogs.
BTW: Das mit dem “saubere Tafel” kommt erstens aus der Zeit, als ich noch voll unterrichtet habe. Denn auch beim Lehren tut es sehr gut, am Ende des Tages die Tafel bewusst zu löschen. Und zum zweiten lässt sich mit einem knackigen Titel einer noch so winzigen Strategie leichter damit umgehen, weil man einfach drandenkt.
Grüße nach Ravensburg,
Alexandra Graßler