Getting Things Done ist Mist!
behauptet Organize IT heute und begründet dies mit neun Argumenten:
- GTD ist das [persönliche] System von David Allen
- Der “wasserklare Geist” [wie es in der deutschen Übersetzung heißt, im Original: Mind clear like water]
- Es ist nicht das allumfassende System, wie wir gerne glauben möchten
- Die wöchentliche Durchsicht [The weekly review]
- GTD zeigt sein Alter
- Was ist mit der Konzentration auf die höheren Ebenen?
- Was ist mit der Qualität der Arbeit?
- Sie können Ihren Geist nicht total klar machen
- Kein altmodisches Priorisieren
Nein, ich möchte darauf nicht antworten. Wie sagen die Trainer immer? Genau, “das lassen wir jetzt mal so stehen”. Was meinen Sie zu diesen Argumenten?
Kommentare
Kommentar von Jochen
Zeit: 11. März 2008, 11:00
Servus,
bin gerade durch den Originalartikel und es fiel mir auf, dass die Kritikpunkte in sich nicht schlüssig sind.
Einerseits bemängelt der Autor, dass das System zu schlank sei, da es auf höhere Ebenen nicht eingeht, wie es beispielsweise bei Covey’s Seven Habits der Fall ist, also auf Dinge wie Charakter und Persönlichkeit.
Andererseits sei das System aber auch zu aufgebläht und der Wochenrückblick ist eine Belastung die ein Organisationssystem nicht haben sollte, weil gerade deswegen hat man ja ein System.
Und dann soll GTD noch mehr auf das Qualitätsbewusstsein eingehen und es wird angeprangert, dass das System doch nur etwas für Manager ist und vielleicht sogar nur für David Allen allein. Da bekannte Dinge aus anderen Systemen wie das Priorisieren fehlen, kann es ohnehin nicht funktionieren.
—-
Die Argumentation ist Schmarrn, wobei man den Eindruck hat, dass der Artikelschreiber mehr Ahnung hat, als der Schreiber des kürzlich erwähnten FAZ-Artikels, auf den du verwiesen hast.
GTD stellt einen Kern und lässt den nötigen Raum, das System für sich zurecht zu legen. Mein System ist durchaus recht technisch, man kann also ohne Probleme GTD mit modernem Technikeinsatz betreiben. GTD als anpassbares System ist für mich also ein Vorteil. Eine GTD-Zettel-Stift-Lösung würde ich nicht lange mitmachen (wollen).
Dinge wie Qualitätsanspruch und moralisch Wertvorstellungen sollten meiner Meinung nach nie Bestandteil einer Selbstmanagementroutine sein. Den Hinweis mit den Flughöhen auf längerfristige Ziele finde ich als sehr gelungen und es ist ja nicht verboten sich zu den genannten Themen anderweitig schlau zu machen.
Die Kritik an GTD wird nicht abreißen, da es immer wieder Leute geben, die sich einen oberflächlichen Eindruck verschaffen und meinen das System ausreichend zu kennen. Ich kenne einige Kritiker, welche das System aber noch nie gelebt haben – nach einem oberflächlichen Eindruck würde ich wohl auch sagen – “das System funktioniert nicht für mich”. Ich kenne hingegen keinen der GTD probiert hat, es eine Zeit lange lief und der dann wieder aufgehört hat, weil das System einfach “schlecht und unpassend” ist.
Kommentar von KO
Zeit: 11. März 2008, 11:23
Getting Things Done ist ein Modell zum Selbstmanagement.
Und als Modell ist es Abstrakt.
Modelle haben Lücken und das ist auch gut so.
Jedes Modell, Jedes Prinzip und auf jede Ansammlung von Techniken muss man schauen ob Sie zu einem passt.
Ein Prinzip oder eine Technik an sich ist nie effektiv oder nicht, sondern nur das was man mit ihr tut.
Diesen Grundsatz hat da wohl wer vergessen.
Kommentar von Niels
Zeit: 11. März 2008, 16:19
Ergänzend sei darauf hingeweisen, dass jede Technik/Methode ihrer Einübung bedarf. Wer sich mit GTD hinsetzt und meint, in einer Woche perfekte Selbstmanagement zu erleben, kann sich die Ausgabe für das Buch gleich sparen. Der Weg zu vernünftiger Selbstverwaltung ist ein langer (und manchmal auch schwieriger) – aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und setzt sich fort mit dem Zweiten, dem Dritten usw. Und jeder Schritt bedeutet Veränderung/Verbesserung. Ob es sich nun um GTD, ZTD und all die anderen handelt, ist dabei doch letzten Endes egal – wichtig ist, für sich das Richtige zu finden, auf seine Verhältnisse anzupassen und damit LEBEN zu können. So ist mein persönliches System auch kein “echtes” GTD – na und? Für mich funktioniert es…
Ich mag diese “ALLES BLÖD”-Artikel nicht…
Kommentar von Michi
Zeit: 12. März 2008, 11:57
Tja, GTD ist mir schon immer suspekt, und daher nur drei Stichworte: Selbstmanagement, Selbstdisziplin, Selbstausbeutung. Lest Euren Marx, Leute.
Kommentar von Stephan List
Zeit: 12. März 2008, 13:26
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Marx kann ich nicht lesen, nicht mal meinen und auch nicht wenn er als Comic daherkäme.
Kommentar von abelmann
Zeit: 1. Mai 2008, 13:21
bischen viel theater um gtd . wie haben die leute eigentlich ihr kram ohne gtd auf die reihe bekommen?
ihr müsst mal die sache vom geschäftlichen aus sehen denn der allen macht das ganze ja nicht aus hobby ,schaut euch mall seinen wedegang an
Kommentar von Stephan List
Zeit: 1. Mai 2008, 13:41
Das ist genau der Punkt: Tatsächlich haben viele Leute haben ihren Kram ohne GTD tatsächlich nicht auf die Reihe bekommen.







Pingback von imgriff.com » Blog Archiv » Der Link am Morgen: Warum GTD nervt
Zeit: 11. März 2008, 10:23
[...] 9 Reasons Why Getting Things Done Sucks! [Organize IT, gefunden im Toolblog] Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem mal mehr, [...]