Alles über google-Mail
Momentan überlege ich gerade, meinen kompletten e-Mail-Verkehr, geschäftlich wie privat, nur noch über Gmail abzuwickeln. So etwas will bedacht sein, da gibt es allerhand zu klären: Soll, muss, kann ich Outlook dennoch weiter nutzen, denn schließlich bin ich nicht immer online? Wie funktioniert das mit IMAP? Kann ich auch anderen e-Mail-Adressen zum Verschicken von Nachrichten benutzen? Und so weiter, und so fort.
Gut, dass es da Seiten wie about.com gibt. Da wäre zunächst einmal die Rubrik "Get the Most Out of Gmail". Hier finden Sie viele nützliche Helferlein für Gmail, z.B. zum Importieren von e-Mails aus der lokalen Software in Gmail. Des weiteren gibt es dort einige Anleitungen einschließlich entsprechender Bildschirmfotos. Im Bereich "Gmail Tips" finden Sie um die 80 (!) Tricks zum Thema. Sie reichen von "Check Your Gmail Account with a Keyboard Shortcut" bis "How to Create a Google Calendar Event from a Message in Gmail". Da werde ich mich wohl die nächsten Wochen öfter tummeln.
Kommentare
Kommentar von Stefan Waidele
Zeit: 29. Januar 2008, 10:57
Neben den “Bedenken” der Datenkrake meine E-Mails anzuvertrauen, und den generellen Bedenken die eigenen Daten anderen Firmen zu überlassen (sei es GMail, Google-Docs, Flickr, blogger.com, “Webdesktops”, etc).
Wenn der externe Dienst dicht macht (bei Google wohl nicht so sehr die Gefahr), oder die Leistungen verändert, oder das Projekt verkauft wird, oder, oder, oder – dann ist das Problem groß. (Beispiel: Flickr “zensiert” – empöhrte User wollen ihre Bilder wieder rausholen – geht nicht ohne weiteres. Da frag ich mich: Warum behalten die keine Kopie bei sich?).
Da hab’ ich lieber meine Mails auf dem eigenen IMAP-Server – da kann ich auch per Webmail drauf zugreifen, wenn ich will/muss.
Aber wir haben auch noch eine eigene Wäscherei im Hotel…
Auf gar keinen Fall würde ich die E-Mail _Adressen_ auf @gmail.com umstellen. Wenn dann nämlich in zwei Jahren ein besserer Anbieter kommt, muss man diese wechseln. Aber ich gehe davon aus, dass Sie …@drlist.de als Weiterleitung an ihr Gmail-Account einrichten werden.
Oder?
Kommentar von Mario
Zeit: 29. Januar 2008, 10:57
Ich habe und werde diesen Schritt nicht machen. Ich möchte weder meine privaten noch geschäftlichen Mails bei google liegen haben. Lieber für kleines Geld ein Webhosting Angebot gemietet.
Kommentar von Erwin
Zeit: 29. Januar 2008, 11:22
Bitte zu bedenken das ihr GESCHÄFTSDATEN auf Servern lagert die ausserhalb des EU-Raumes Stehen.
NSA,Carnivore ?????????
Kommentar von Werner
Zeit: 29. Januar 2008, 11:57
Ich habe mir einen account bei gmail eingerichtet. Die Flexibilität von gmail und die Möglichkeiten der Filterung / Umleitung / Labeling von emails ist unüberrtroffen.
Aber Vorsicht! Mir ist aufgefallen der der Spam Filter von gmail auch ganz “normale” also erwünschte mails rausfiltert, die man dann die zu Gesicht bekommt. Hatte da schon diverse Schwierigkeiten mit mails, die nachweislich an mich abgeschickt wurden und nie bei mir ankamen.
Fazit: Für privaten Verkehr ist gmail ok, für profihaften/geschäftlichen: Niemals!
Kommentar von Stephan
Zeit: 29. Januar 2008, 13:08
@Alle
Vielen Dank für die vielen wertvollen Hinweise. Ehrlich gesagt, die Sorge um die Datensicherheit treibt mich nicht so sehr um. Ich denke, da ist unser lieber Staat schon viel weiter und hat wesentlich unangenehmere Absichten (http://www.weblog.drlist.de/?p=1427). Ich weiss, dass das resigniert klingt, aber ich denke, wir Bürger haben den Krieg um den Datenschutz ohnehin schon verloren. Viele glauben es nur noch nicht.
@Mario
M.E. bin ich bei google anonymer als bei einem hiesigen Webhoster. Aber das mag auch eine naive Vorstellung von mir sein.
@Werner
Das ist der Nachteil aller Spamfilter, egal um welchen es sich handelt. Man kommt nie umhin, ab und zu ins Killfile zu schauen, ob da eine “gute” Mail abgelegt wurde.
Kommentar von Stephan
Zeit: 29. Januar 2008, 20:42
Herrjeh,
mir ist glatt entgangen, dass ich im November letzten Jahres schon einmal etwas Ähnliches gepostet habe. Dazu gab es auch interessante Kommentare. Da kann man mal sehen, wie lange ich die Gmail-Idee schon mit mir herumtrage: Someday/Maybe halt.
Kommentar von nimue
Zeit: 30. Januar 2008, 19:03
witzig, ich denk auch grad drüber nach…. allerdings mit thunderbird als harddisk-client. ich mag meine mails halt doch auch offline bei mir haben. die wichtigen zumindest.
Kommentar von Ralf Hilgenstock
Zeit: 2. Februar 2008, 23:39
Ich habe mir mehrfach die genauen Bestimmungen der Google-Dienste angeschaut. Diese sind sehr verschachtelt. Letztlich stimmt man zu, dass Google die Daten inhaltlich auswerten und gewerblich vermarkten darf. Das will ich mit meinen Daten definitiv nicht.
Die neuen gesetzlichen Bestimmungen in D greifen auch bei Google-Diensten, da der Datenverkehr ja meist über deutschen Boden geht.
Pingback von Ja gut, aber … » Link-Ausschüttung KW 05/08
Zeit: 3. Februar 2008, 18:47
[...] Alles über google-Mail bei ToolBlog [...]







Kommentar von Ivan – blatternet.ch
Zeit: 29. Januar 2008, 08:12
Diesen Schritt habe ich bereits vollzogen. Outlook kann man weiterhin nutzen, ich benutze es (bzw. Windows Mail), um meine Mails auf meiner Harddisk zu sichern. So sind sie in meinen Backups enthalten. Natürlich kann ich auch direkt Mails von Windows Mail aus verschicken. Mittels IMAP werden die Mails synchronisiert wie die Kontakte oder die Aufgaben mit einem PDA. D.h. die Mails sind dann in GMail und in Outlook, sie werden nicht verschoben oder so. Dank IMAP habe ich meine Mails auf meinem iPod touch, in Windows Mail und in GMail. Damit bin ich auf der sicheren Seite und ein kompletter Verlust aller Mails ist praktisch ausgeschlossen. Man kann in GMail auch mehrere Adressen einrichten und dann beim Schreiben einer Mail via Drop-Down-Menu die Absende-Adresse wählen.
Für mich eine rundum gelungene Sache. Ich bin einfach überzeugt von GMail (trotz Bedenken, da Google die Mails ja scannt, um passende Werbung einblenden zu können) und kann es nur empfehlen!