Fehlkommunikation in e-Mails
Nein ich meine schon “Fehlkommunikation”, die wörtliche Übersetzung von Miscommunication. Ich selbst habe in meiner beruflichen Tätigkeit schon Dramen erlebt, die durch fehlinterpretierte e-Mails hervorgerufen wurden. Bis jetzt war ich selbst zwar davon ausgenommen, aber einige Kolleg(IN)nen hatte es erwischt. Es ist eben schwer, ein Augenzwinkern schriftlich auszurücken. Emoticons helfen da ein bisschen, ersetzen aber eben auch nicht das Gespräch von Angesicht zu Angesicht mit all den vielen Nuancen in der Sprachfärbung, der Körpersprache, Mimik usw.
Das PsyBlog hat nun die wichtigsten Quellen von Fehlkommunikation in e-Mails aufgelistet: “Avoid Email Miscommunication“. Diese sind:
- Positive emails are reinterpreted as neutral while neutral emails become negative.
- Recipients rate jokes as less funny than the person who sent them.
- Emailers overestimate how effectively they can communicate feelings.
- Recipients also overestimate how well they can understand feelings.
- Small initial differences between email correspondents can easily grow, sometimes causing the breakdown of relationships.
Sie sehen, es geht hier um die berühmte Beziehungsebene, die bekanntlich immer die Sachebene dominiert. Wenn es haarig wird in der Beziehung, sollte man vielleicht lieber zum Telefonhörer greifen. Bedenken Sie diese fünf Quellen, wenn Sie Ihre nächste Mail schreiben, besonders in Anbetracht der Nummer 5 der Liste oben.
Was haben Sie für Erfahrungen hinsichtlich Fehlkommunikation in e-Mails gemacht? Haben Sie einen guten Tipp, wie man sich davor schützen kann?
Kommentare
Pingback von frogpond » Fehlkommunikation nicht nur in Emails
Zeit: 9. Oktober 2007, 11:08
[...] Interessant: Stephan List im Toolblog zu Kommunikationsproblemen und Missverständnisse in der Email-Kommunikation. Diese potenziellen Probleme beschränken sich nicht auf Email-Kommunikation und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten, sondern können sich natürlich auch auf andere Formen elektronisch unterstützer Kommunikation auswirken – sei es in Weblogs, beim Editieren von Wikis oder in anderer Social Software. Nicht zuletzt entstehen so manche Akzeptanz- und Nutzungsprobleme von Social Software in Organisationen mittelbar aus den Unmöglichkeiten und Ineffizienzen schriftlicher (und asynchroner) Kommunikation. [...]
Kommentar von greendoor
Zeit: 9. Oktober 2007, 13:58
Ich gehöre definitiv zu denen, die dass schon erleben durften/mussten, wie aus einer harmlosen Antwort eine mittelschwere Ausseinandersetzung wurde. Da hilft nur REDEN.







Kommentar von Nimue
Zeit: 9. Oktober 2007, 09:26
über wichtige mails schlafe ich grundsätzlich eine nacht, wenn es zeitlich hinhaut.
wenn nicht, lasse ich jemand anders über meien antwort drüberlesen.