Pause!
Wenn man sieht, wie viele Seiten und Blogs sich mit der Steigerung der persönlichen Produktivität beschäftigen, könnte man meinen, es ist das höchste Ziel, das Maximale aus sich herauszuholen. Sollten Sie derartiges im Sinn haben, wenn Sie GTD oder andere Methoden anwenden, dann möchte ich Sie warnen. Wenn Schluss ist, ist Schluss! Wir sind nicht beliebig belastbar. Laufen Sie nicht mit schlechten Gewissen zum Kopierer, sondern nutzen Sie derartige leichte Routinetätigkeiten als “Mikropause”. Auch der kurze Plausch über die Fußballergebnisse mit dem Bürokollegen gehört dazu. Denken Sie Immer daran, was Tegtmeier einst gesagt hat: “Bleibense Mensch”. Sie wollen doch nicht so enden, wie der Zeitgenosse auf dem Bild…
Wo wir gerade beim Thema sind: Der Sicherheitsreport 02/07 der Verwaltungs-BG enthält viel Wissenswertes zum Thema Stress und wie Sie damit umgehen können. Nichts wie runterladen!
Kommentare
Kommentar von Stephan List
Zeit: 18. Mai 2007, 10:47
Finde ich gut, was Du schreibst. Diese Methoden sollen dazu dienen, mehr Gelassenheit und Spass an der Arbeit (zurück-) zu gewinnen und nicht um die Selbstausbeutung an die Spitze zu treiben.
Kommentar von Remo
Zeit: 20. Mai 2007, 19:06
Stephan, ich lese Dein Blog sehr gerne. Ist wirklich sehr gut. Dieser letzte Beitrag zeugt von einer richtigen Einstellung zur Produktivitätssteigering. (“richtig” im Sinne von: “so sehe ich das auch”. hahaha)
Eine Frage nun, wo ich gerne Deine Überlegungen dazu hätte: was denkst Du über schnelleres und effizienteres Lesen? (z.B. Ernst Ott “Optimales Lesen” oder “Ritter Speed Reading”)
Mit Ott habe ich mich versucht. Ich “glaube” einfach nicht recht daran, dass das etwas für mich ist. Beim schnellen Lesen FEHLEN mir die Abschweifungen, die gerade mein Lesen ausmachen. (Versteht man das?)
Würde mich freuen, im Blog mal etwas zu diesem Thema zu lesen. Danke.
Kommentar von Stephan
Zeit: 20. Mai 2007, 21:34
Das ist wirklich eine interessante Frage. Ich selbst habe vor zig Jahren den Ott mal in der Hand gehabt und mich letztendlich gegen das SpeedReading entschieden.
Ich denke, es kommt wirklich darauf an, was man liest. Bei Fachartikeln und/oder -büchern könnte ich mir schon vorstellen, dass SR nützlich sein könnte. Aber Belletristik? Da schüttelt es mich eher. Thomas Mann sollte man sich sogar von Christian Brückner oder ähnlichen Könnern vorlesen lassen, damit sich die Schönheit der Sprache erschließt.
Nochmals Danke für die Frage. Das ist wirklich einmal einen Beitrag im ToolBlog wert. Demnächst auf diesem Bildschirm.
Kommentar von nimue
Zeit: 26. Mai 2007, 11:04
soweit ich weiß, kann man speedreading nicht an uns ausknipsen.
lesen ist für mich ein sinnlicher genuss, den möchte ich mir nicht auf der suche nach mehr effizienz (bin ich eine maschine?) zerstören.
oft ist es auch so, das man manche abschnitte mehrfach lesen muß, um den wirklichen inhalt zu verstehen. das gehirn braucht auch einfach die zeit.
kleines beispiel, auch wenn es nicht mit lesen zu tun hat: ich war in “300″ und die optik des films war so überwältigend, mein gehirn war einfach überfordert… ich mußte den film tatsächlich 2 mal ansehen, um wirklich alles zu sehen. ich hatte wirklich ganze szenen “nicht mitbekommen”. und ich bin ganz sicher nicht unterbelichtet oder so was.
selbst jetzt sind meine gedanken ud finger schneller als meine rechtschreibung. ich neige dazu, buchstaben zu verdrehen, weil ich einfach schneller tippe. wenn ich mit der hand schreibe (füller), mache ich keine fehler.
verstanden, worauf ich hinauswill? in bestimmten bereichen ist einfach einen gang runterschalten die weisere entscheidung.
Kommentar von Stephan List
Zeit: 26. Mai 2007, 12:58
Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Ich denke da ähnlich. Manchmal ist die Langsamkeit eine wertvolle Entdeckung.







Kommentar von nimue
Zeit: 18. Mai 2007, 10:19
das phänomen ist mir im gtd-forum und diversen blogs auch schon aufgefallen, incl. selbstversuchen zum reduzierten schlafen.
das ist m. E. der falsche weg.
ich nutze gtd um die dinge erledigt zu bekommen, die erledigt werden müssen. und die gesparte zeit investiere ich in herlichen blödsinn
schließlich arbeite ich, um zu leben und nicht umgekehrt.