Stuff und Capture Tools
Eine der Organisationsprinzipien von Getting Things Done ist “Collect” bzw. “Capture”. Es besagt, das alle Informationen an einer Stelle, vorzugsweise dem Eingangskorb, gesammelt werden. Von dort aus werden Sie dann weiter verarbeitet. Im Laufe meiner eigenen Praxis und in meinen Workshops hat sich herausgestellt, dass es Sinn macht, gedanklich zwischen den Informationen selbst (“Stuff”) und den Sammelbehältnissen (“Capture Tools”) zu unterscheiden. Ich will das an meiner eigenen Arbeitsumgebung vorstellen, dann wird das klarer:
- Capture Tool: Stuff
- Kopf: Ideen, Gedanken, Wünsche, Pläne, offene Fragen etc.
- Notizbuch DIN A 4: Besprechungsnotizen, Tagungsaufschriebe, Projektnotizen
- Notizbuch DIN A 6: Spontane Einfälle (z. B. in der Kneipe: Adressen, alle möglichen Notizen und Geistesblitze)
- Diktiergerät: Einfälle während Autofahrten
- Eingangskorb: Papiernes, wie Briefpost, Artikel
- Geldbeutel: Quittungen, Tankrechnungen etc.
Das Ganze findet sein Gegenstück im virtuellen Bereich wieder, allerdings benutze ich dort nur ein Capture Tool, nämlich
- Evernote: Ideen, Gedanken, Wünsche, Pläne, offene Fragen etc.
Ich denke, das Prinzip ist klar geworden. Schauen Sie mal Ihre eigene Umgebung durch: Was sind Ihre Capture Tools? Wo sammeln Sie das anfallende “Zeug”? Beachten Sie:
So wenig Capture Tools wie möglich, so viele wie nötig, lautet die Devise.
Alle Capture Tools landen alle im Eingangskorb (das Papierzeug ist da ohnehin schon), wo sie spätestens zur Wochendurchsicht geleert werden. Wie so etwas geht, zeigt Ihnen der nette Herr zu Anfang dieses Videos:
Der Kopf kommt natürlich nicht in den Eingangskorb. Vielmehr gilt das Prinzip “alles aus dem Kopf”. Er sollte schnellstmöglich geleert werden, z. B. mit einem regelmäßige Mind Sweep. Am besten ist es, Sie schreiben sofort alles auf. Dazu haben Sie ja schließlich Ihr Notizbuch. Oder wie David Allen sagt: Der Kopf ist dazu da, Ideen zu bekommen und nicht, Ideen zu behalten.
Kommentare
Pingback von Notizen übers (digitale) Notieren : Camilla Kutzners Schreibstube
Zeit: 22. Februar 2010, 09:13
[...] diesem Thema ist eventuell auch ein Artikel von Stephan List interessant: Stuff and Capture Tools. Diesen Artikel [...]







Kommentar von Nimue
Zeit: 27. Januar 2010, 20:10
So in etwa halte ich es auch… da ich aber ein sogenannter scanner bin, schleppe ich wo ich gehe und stehe ein din A5 buch mit rum, in dem ich alle ideen notiere- und ohne evernote kann ich gar nicht mehr.