Weblogs für das Projektmanagement
Momentan überlege ich, wie man Weblogs als Journal für den schichtübergreifenden Informationsaustausch in Produktionsbetrieben nutzen kann. Tim Ducket hat beschrieben, inwiefern Weblogs im Projektmanagement nützlich sein könnten: 10 ways to use blogs for managing projects. Hier sind seine Überlegungen:
- Weblogs helfen bei der Kommunikation mit den Stakeholdern des Projekts
- reduzieren den Papierverbrauch
- dienen als Projektlogbuch für aufkommende Themen
- helfen beim Sammeln von Einzelinformationen
- machen den Projektfortschritt bekannt
- reduzieren die E-Mail-Flut
- erfassen die Anforderungen
- dienen zur Verbreitung von Screenshots (nur für IT-Projekte)
- halten die Mitglieder des Projektmanagementteams auf dem laufenden
- bieten einen automatioschen Kontrollpfad
Diese Punkte gelten auch für das elektronische Schichtbuch. Jetzt muss man es nur noch umsetzen.
Kommentare
Kommentar von zcope
Zeit: 20. April 2009, 14:14
Bin mit allem einverstanden, außer bei Punkt 8 – das gilt nicht nur für IT-Projekte. Z.B. können Marketingagenturen so neue Designvorschläge im Team abtesten. Vom Einsatz von Photos gar nicht zu sprechen, da gibt’s zig Anwendungsfälle.
Kommentar von Olaf
Zeit: 20. April 2009, 15:40
Ein Blog ist schnell eingerichtet, es bietet sich für Projektverfolgung und als Schichtbuch an – soweit Zustimmung. Das größere Problem ist meiner Ansicht nach, das Team (bzw. die Verantwortlichen) auch zur Nutzung des Blogs zu bewegen. Passiert das nicht zuverlässig oder nur zum Teil, wird es kompliziert. Es wäre bestimmt interessant, die Erläuterungs-Zeit und den Nutzen einer solchen Maßnahme gegenüberzustellen.
Kommentar von Stefan / intuitiv
Zeit: 21. April 2009, 11:47
Hallo,
wir setzen einen Blog auch als Changelog ein. Die Tags sind dabei die verschiedenen Bereiche der IT (BackUp, Netzwerk, Printerserver, …). Damit läßt sich:
a) die Änderung schnell erfassen
b) die Änderungen sowohl gesamt zeitlich, als auch
c) themenbezogen zeitlich darstellen
Stefan / intuitiv
Pingback von Bloggen für Projektmanager « MacPM.net
Zeit: 21. April 2009, 19:46
[...] oder andere mal behandelt. Jetzt hat Kollege Stefan Hagen das Thema nochmals aufgegriffen (Quellen hier und hier). Was seine Kritik zu den einzelnen Gründen betrifft, muss ich ihm vollkommen recht [...]
Kommentar von Hans Kolpak
Zeit: 22. April 2009, 12:01
Blogging-Software hätte ich nicht mit Workflow und Projektmanagement in Verbindung gebracht. Für einfache Projekte – warum nicht? Schon in den Neunziger Jahren haben wir Microsoft Word benutzt, um die Versionen eines Textes zu dokumentieren, der von einem Team entwickelt wird. Das ist auch heute noch nützlich. Es gehört wohl eher zur Projektplanung, die Werkzeuge zur Dokumentation des Projektfortschrittes verbindlich festzulegen. Hierzu gibt es moderne und etablierte Open Source Software:
http://www.phprojekt.com/
PHProjekt ist ein modulares Werkzeug im Web für Gruppen zur Koordination von Terminen, Informationen und Dokumenten.
Komponenten von PHProjekt: Gruppenterminkalender, Projektmanagement, Zeiterfassung, Dokumentenverwaltung, Kontakt Manager, Mail client und viele weitere Module.
http://www.egroupware.org/
EGroupware ist eine der leistungsfähigsten internationalen Unternehmenslösungen, um Kontakte, Termine, Aufgaben, Dateien, Wissen und Projekte auf einer Internetplattform zu organisieren.
EGroupware ist ein Kommunikationskonzept und verändert die Informationskultur im Unternehmen, in dem Menschen, mit ihren vielfältigen Aufgaben und ihrem Wissen, auf einer Plattform interagieren.
EGroupware ein Kommunikationsserver, der mittels Browser jederzeit von überall erreichbar ist und auf diese Weise Mitarbeiter integriert, ohne aufwendige PC Installation und adminstrativen Aufwand. Selbstverständlich besteht darüber hinaus die Möglichkeit, mit PC-Clientsoftware (Kontact, Evolution, Outlook) auf EGroupware zuzugreifen oder mit Mobiltelefonen und PDA zu synchronisieren.
In einfachen Worten: Der Projektleiter legt fest, welche Module genutzt werden. Was sind das für Projekte, wenn die Beteiligten nach eigenem Geschmack entscheiden, ob sie die Vorgaben beachten oder nicht? Das käme mir seltsam vor.
Hans Kolpak
INsure-IT Assekuranz-Consulting
Kommentar von Hans Kolpak
Zeit: 22. April 2009, 12:19
Nachtrag zu 1) “Weblogs helfen bei der Kommunikation mit den Stakeholdern.”
Nun ja, sie helfen, die Frage ist nur wie. Mal angenommen: Der Projektleiter kommuniziert gegenüber seinem Auftraggeber, vielleicht auch als Blogbeitrag, dass alles in Time und in Budget ist. Gleichzeitig schreibt ein Projektmitarbeiter im Projekt-Blog, dass er im Leben nicht glaubt, dass die Termine gehalten werden. Was passiert denn dann? Ist der Statusbericht in der schönen neuen Welt die Meinung der bloggenden Mitarbeiter? Hat diese Aussage den Stakeholdern geholfen?
Hans Kolpak
INsure-IT Assekuranz-Consulting:
Kommentar von Micha
Zeit: 26. April 2009, 08:49
Es wäre schon eine geniale Lösung Schichtbücher oder Projekte mit einem Blog zu führen! Die Kommunikation und Weitergabe von Information in Teams sind mit die größten Fehlerquellen im Job. Allerdings gibt es noch genügend Unternehmen auch in Deutschland die das Potenzial von Internet und WEB 2.0 noch nicht erkannt haben. Hier sollte man auch ansetzen. Ich arbeite in einem Unternehmen mit fast 16000 Angestellten in denen es bis vor drei Jahren noch nicht mal die Möglichkeit gab Mails zu verschicken. Ein Blog für die Verwaltung von Projekten wäre hier ein Quantensprung.
Kommentar von Stefan / intuitiv
Zeit: 29. April 2009, 12:54
Hallo,
zum Kommentar von Hans Kolpak “Nachtrag zu 1)”:
Dann werden Projekte endlich transparent und man muss nicht zwei Projektpläne – wie meistens üblich – führen.
Einen für die Projektmitarbeiter mit den realistischen Vorgaben und Inhalten und einen für das Upper Management und die Stakeholder, mit Informationen, die diese gerne sehen würden.
Gruß,
Stefan / intuitiv
Kommentar von zcope
Zeit: 9. Juni 2009, 15:06
@Hans Kolpak: Ganz recht, nicht immer sind alle Einträge für alle Stakeholder nützlich/sinnvoll. Darum gibt es bei unserem Projekt-Blog die Einstellung “intern”, d.h. nur firmeninterne Personen können den Beitrag lesen.







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Zeit: 20. April 2009, 08:39
[...] Via Twitter habe ich heute früh schon von Dr. Stephan List erfahren, dass er zum Thema “Weblogs für das Projektmanagement” geschrieben hat. Hierbei verweist er auf einen Beitrag von Tim Ducket, der über die [...]