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Arbeitsorganisation - Produktiv und Persönlich

Was ist eigentlich SCRUM?

Ehrlich gesagt, zuerst habe ich mich auf das Projektmanagemen-Camp 2013 in Dornbirn gar nicht hin getraut. Ich war in meinem früheren Leben zwar einmal Ingenieur, doch vornehmlich in der Produktion tätig. Projektmanagement hatte ich damals kennengelernt in Form von Umbauten von Maschinen, Anlagen und ähnlichem altmodischem Kram. Werkzeuge der Wahl waren damals Netzplantechnik, Gantt-Diagramme und kritischer Pfad. Mittlerweile werden andere Methoden angewandt. SCRUM heißt das Zauberwort, mit der heute Projekte bearbeitet werden. Mein Problem: Ich habe davon keine Ahnung und hatte daher große Berührungsängste bezüglich o. a. Konferenz. Vielleicht werden ich und andere Ahnungslose ein bisschen schlauer durch das Video “Intro to Agile Scrum in Under 10 Minutes”.

Aber ich habe auch noch andere Quellen aufgetan:

  • A Reusable Scrum Presentation ist ein Präsentation von etwa 90 Minuten Länge, auf der wir die wesentlichen Element erklärt bekommen. Auch in deutscher Sprache zum Herunterladen
  • Der Scrum Guide erklärt den Rahmen von Scrum. Er wird betreut von den Scrum-Vätern Ken Schwaber und Jeff Sutherland
  • Thomas Büdinger erklärt, wie man Scrum beim Kochen (!) lernen kann
  • Florian Markert hat eine Liste mit Open Source Scrum Tools veröffentlicht
  • John Pruitt schreibt über Personal Scrum

Mir reicht das fürs erste. Da ich aber weiß, dass sich unter den Leserinnen und Lesern des Toolblogs eine Menge Scrum-Anwender befinden, bin ich auf Ergänzungen zu meiner ersten bescheidenen Sammlung gespannt.

11 Comments

  • Carsten
    Posted 13. Februar 2013 at 08:36 | Permalink

    Interessant finde ich die Werte dahinter, ohne jetzt alle von Stephan genannten Artikel gelesen zu haben:

    1. Individuen und Interaktionen gelten mehr als Prozesse und Tools.
    2. Funktionierende Programme gelten mehr als ausführliche Dokumentation.
    3. Die stetige Zusammenarbeit mit dem Kunden steht über Verträgen.
    4. Der Mut und die Offenheit für Änderungen steht über dem Befolgen eines festgelegten Plans.”

    gefunden hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Scrum

    Diese Werte finde ich durchaus nachahmenswert, nicht nur in der Softwareentwicklung!

    Gruß,
    Carsten

    • Posted 13. Februar 2013 at 09:52 | Permalink

      Auch ich finde die Werte dahinter spannend, möchte aber der Vollständigkeit halber ergänzen, dass es sich um die Werte des sogenannten Agilen Manifests (http://agilemanifesto.org/) handelt. Scrum ist ja ein Versuch der konkreten Verkörperung des Agilen Manifests (weitere sind nachzulesen im entsprechenden Artikel auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Agile_Softwareentwicklung).

    • Stephan List
      Posted 13. Februar 2013 at 10:19 | Permalink

      Interessant und spannend ja, aber so, wie sie hier stehen, finde ich sie durchaus diskussionswürdig. Insbesondere die Nummern 2 und 4 lassen mich die Augenbrauen heben.
      Wahrscheinlich muss man im Dialog klären, über was man redet. Prozesse im Sinn der Organisationsentwicklung zum Beispiel bestehen aus Individuen und Interaktionen.

      • Carsten
        Posted 13. Februar 2013 at 10:39 | Permalink

        Danke Marcus, der Wikipedia-Link ist sehr gut. Dort gibt es auch ein paar kurze Erläuterungen, insbes. zu 2 und 4:

        zu 1: Zwar sind wohldefinierte Entwicklungsprozesse und Entwicklungswerkzeuge wichtig, wesentlicher sind jedoch die Qualifikation und Bedürfnisse der Mitarbeitenden und eine effiziente Kommunikation zwischen ihnen.

        zu 2: Gut geschriebene und ausführliche Dokumentation kann zwar hilfreich sein, das eigentliche Ziel der Entwicklung ist jedoch die fertige und funktionierende Software.

        zu 3: Statt sich an ursprünglich formulierten und mittlerweile veralteten Leistungsbeschreibungen in Verträgen festzuhalten, steht vielmehr die fortwährende konstruktive und vertrauensvolle Abstimmung mit dem Kunden im Mittelpunkt.

        zu 4: Im Verlauf eines Entwicklungsprojektes ändern sich viele Anforderungen und Randbedingungen ebenso wie das Verständnis des Problemfeldes. Das Team muss darauf schnell reagieren können.

        • Posted 13. Februar 2013 at 13:45 | Permalink

          Hm, zu (2) gibt es bestimmt Legionen von Nutzern, die sich schon mit mangelhaft dokumentierter Software herumschlagen mussten. Das ist auch einer der Gründe, die mitunter wirklich gegen Open Source Software sprechen.

          • Posted 13. Februar 2013 at 14:21 | Permalink

            Wie heißt es so schön unter uns Informatikern: „The code IS the documentation!“ ;-)

  • Carsten
    Posted 13. Februar 2013 at 14:16 | Permalink

    Hallo Stephan, ich würde das ganze ziemlich locker sehen und vor allem die Punkte nicht losgelöst voneinander sonder zusammenhängend. Punkt 2 soll bestimmt nicht heißen, das Dokumentation Unsinn ist und darauf verzichtet werden kann. Nur funktionieren und fertig ergibt keinen Sinn. Aber es ergibt eben auch keinen Sinn eine super Dokumentation zu haben und alles andere ist egal. Die Wahrheit liegt in dem richtigen Maß das man beiden zugesteht!

    • Posted 13. Februar 2013 at 19:46 | Permalink

      Ich merke schon. Das ist ein klassisches Bierthema. Müssen wir vielleicht mal im Dialog klären. ;-)

  • Posted 13. Februar 2013 at 20:24 | Permalink

    Naja, über die einzelnen Thesen des Agilen Manifestes zu diskutieren, heißt in meinen Augen auch es ganz zu lesen: “That is, while there is value in the items on the right, we value the items on the left more.”

    Also, nicht den ganzen Kram auf der rechten Seite vollständig vergessen, sondern einfach dem Kram links etwas mehr Augenmerk geben.

    Danke auch noch für den Link zu meinem Kochbeitrag!

    • Posted 13. Februar 2013 at 20:29 | Permalink

      Nichts anderes wollte ich mit meinem ersten Kommentar ausdrücken.

  • Posted 1. März 2013 at 08:10 | Permalink

    Hallo zusammen,

    Scrum ist ein guter Rahmen, um Produkte zu entwickeln. Die Autoren betonen, dass Scrum keine Projektmanagementmethode ist. Um Scrum herum braucht man noch ein paar Prozesse, z. B. um Software in die Produktion zu bringen oder um Investmententscheidungen zu treffen.

    Wenn man viele Scrum-Teams steuern will, sind Methoden wie Scaled Agile Framework (SAFe von Dean Leffingwell), Disciplined Agile Delivery (DAD von Scott Ambler) oder Continuous Improvement Framework (CIF von Ken Schwaber) nützlich. Das sind dann Projektmanagementmethoden.

    Mehr zu SAFe im Teamworkblog: http://www.teamworkblog.de/2013/02/koordination-von-vielen-teams-am.html

    LG, Jan

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