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Arbeitsorganisation - Produktiv und Persönlich

Von Windows zu Linux im Durchmarsch

Im Leben eines Menschen gibt es wichtige Einschnitte: Das Abitur, den Gesellenbrief, die Hochzeit oder eben auch der Wechsel zu einem anderen Betriebssystem. Nachdem ich mit Windows 8 so gar nichts anfangen kann will, scheint die Zeit gekommen, zu Linux umzuschwenken. Und siehe da, aufgrund der selektiven Wahrnehmung falle ich dauernd über Artikel, die sich mit dem Wechsel von Windows zu Linux beschäftigen. Chris Hoffman hat einen solchen verfasst: Making Linux A Genuine Windows Replacement.

In einem meiner Büroschränke fristet ein Samsung NC 10 Netbook sein kümmerliches Dasein. Genau das richtige Teil, um mit Ubuntu die ersten, vielleicht schmerzhaften, Erfahrungen zu sammeln. Wenn dann das nächste Laptop fällig ist, dann weiß ich wenigstens ob es ein Ubuntu-Laptop wird oder ob ich doch wieder zu einer Windowskiste greifen werde.

Noch zwei Dinge:

  1. Nein, ein Mac kommt mir nicht ins Haus
  2. Wie ist es, Thomas_Michl, machst Du mit?

ubuntu

13 Comments

  • Posted 5. Februar 2013 at 09:50 | Permalink

    Überlege Dir das gut, weil Stunden des Suchens in Foren und Tutorials sind Dir garantiert trotz aller Berichte, die Dir versichern wollen, dass das heutzutage alles nur noch Klick-und-geht sein soll. Ich spreche aus Erfahrung, weil ich genau diesem Schritt auch schon beging. Ende 2008 war Ubuntu eigentlich auch schon sehr weit, aber trotzdem gab es immer noch einige Dinge, die eben nicht outofthebox funktionierten. Und das kostet immens Zeit, sich dann zur Lösung zu googeln und die richtigen Zauberworte in die Shell einzuhacken. Ich bin dann wieder zurück zu Win7 und bin eigentlich ziemlich zufrieden. Es funktioniert halt einfach so, da kann man gegen Microsoft sagen, was man will. Und auf 8 muss man nicht umsteigen. Wetten, dass die nächste Version wieder alle Vorteile von 8 hat und die Kritikpunkte dann wieder so eingearbeitet sind, dass sie nicht mehr nerven? Das war bis jetzt bei jeder ungerade Windows-Version so und auf den Nachfolger von 8 kann man bequem mit 7 warten.
    War nicht ein grundsätzlicher Ansatz von GTD unnötige Dinge von vorneherein zu vermeiden? ;-)

  • Posted 5. Februar 2013 at 09:54 | Permalink

    Wow. Was für eine weitreichende Entscheidung. Ich würde mich das nicht trauen.

  • Posted 5. Februar 2013 at 10:02 | Permalink

    Ich habe die letzten Jahre privat immer einen Mac benutzt und mir kommt kein Microsoft OS auf einen Rechner ins Haus. Durch die in letzter Zeit praktizierte Politik von Seiten Apples, die ich nicht mehr als so Kundenorientiert empfinde, wie noch vor 10 Jahren, bin ich auf der Suche nach einer Alternative. Zur Zeit tut es mein Mac Book Pro noch, obwohl es schon vier Jahre alt ist, aber in absehbarer Zeit, wird wohl ein neues Notebook notwendig werden und ich bin ernsthaft am überlegen, ob es nicht vielleicht eines mit Linux werden könnte.

  • Posted 5. Februar 2013 at 10:20 | Permalink

    Hallo Herr List,

    ich kann Sie in Ihrem Vorhaben nur bestärken, wenn sie http://www.golem.de/news/uefi-bug-samsung-laptop-treiber-in-linux-deaktiviert-1302-97316.html beachten. Bei der Verwendung von Standardsoftware macht es für den durchschnittlichen Benutzer keinen relevanten Unterschied, ob Windows, Mac oder Linux. Je mehr Arbeit Sie allerdings an Ihr System abgeben wollen, desto besser sind Sie bei einem Linux aufgehoben.

  • Posted 5. Februar 2013 at 14:35 | Permalink

    Ich kann Sie nur ermuntern, das zu tun. Bei mir laufen seit ungefähr drei Wochen neben den Win-Rechnern auch ein Thinkpad und eine Workstation unter Ubuntu – produktiv, im täglichen Einsatz in der Kanzlei. Persönliche Vorkenntnisse mit Linux vor der ersten Installation: praktisch keine. Und ich finde, Ubuntu macht Spaß, gefällt mir bislang gut.

  • Joerg
    Posted 5. Februar 2013 at 14:47 | Permalink

    Hallo,

    mit Linux wechseln Sie sicher zu einem guten Betriebssystem, das aber selbst bei Versionen, die für Anfänger zum Wechseln empfohlen werden immer noch seine Tücken haben kann. Ganz so “Idiotensicher” wie Windows ist Linux meist doch nicht.

    Ich nutze es aber auch, da ich das OS und die Open Source Idee klasse finde und kann Sie nur bestärken.

    Allerdings würde ich empfehlen, sich (ggfls. via Live CD- oder Stick) auch andere Linux-Distributionen als Ubuntu anzusehen. Gerade die Unity-Oberfläche ist gewöhnungsbedürftig und ich bin nie damit warm geworden. Die Zahl der Linux-Distributionen ist groß, z.B. Mint, ZevenOs, Fedora etc.

    Mein Favorit ist Linux Mint derzeit, das gibt es auf Basis von Ubuntu oder auf Basis von Debian. Im Gegensatz zu Ubuntu, war ich damit direkt “warm geworden”. Sollte Ubuntu daher nicht gefallen, würde ich das Projekt nicht direkt als gescheitert betrachten.

    Wenn Ihr Gerät das unterstützt sollten Sie daraf achten, die 64-Bit-Version zu wählen.

    Vielleicht gut zu wissen ist auch, dass man im Notfall vereinzelt auch Windowsprogramme installieren kann unter Linux mit WineHQ oder der Virtual Machine.

  • Joerg H.
    Posted 5. Februar 2013 at 22:37 | Permalink

    Hallo Stephan,

    ich würde mir das zweimal überlegen ;-)

    Kurz und knapp – Meine Meinung zu Linux auf dem Desktop:
    + Firefox
    + Thunderbird
    + Libreoffice
    – kein MS Office
    – kein Evernote / Onennote
    – keine gescheite Bilderverwaltung, Bearbeitung
    – kein Online Banking

    Ich beschäftige mich beruflich seit Ewigkeiten mit Comutern und habe jahrelang versucht komplett auf Linux umzusteigen. Es ist mir nicht gelungen.

    Ich habe seit 2011 einen Mac und sehe für mich folgende Vorteile
    + alle wichtigen Applikationen vorhanden
    + Picasa / iPhoto zum Bilder verwalten
    + MoneyMoney für Online Banking
    + Evernote als Notizverwaltung
    +1Password für Passwörter (Dank App auch immer auf dem IPhone dabei).
    + Bestes Backuplösung ever – Time Maschine für die Backup History und Superduper für Disasterfälle.
    Externe Platte anstöpseln, der Rest geht automatisch – besser gehts nicht…
    + Perfekte Anbindung zum Apple TV, streame dort per iTunes meine Musik hin
    + Kontakte / Kalender dank ICloud immer in Sync zwischen Mac, IPad, IPhone
    + (Fast) keine Angst vor Virenbefall

    Freue mich jedesmal ,wenn ich das Macbook aufklappe. Der Schmerz etwas teures zu kaufen, kommt nur einmal. Der Schmerz etwas mittelmässiges zu besitzen, jeden Tag.

    Wenn ich nur daran denke, was es für ein Aufwand war, auf dem Geschäfts Samsung Galaxy II ein Android Update einzuspielen. Auf dem IPhone, werde ich kurz gefragt, ob ich jetzt updaten möchte, und dann sage ich entweder ja oder nein, und das wars.

    Ich könnte ewig so weiter machen ;-)

    So,

    Ich möchte dich nicht bekehren, wollte nur mal loswerden, was für mich gut funktioniert.
    viele Grüße aus Mannheim,
    Jörg

    PS: auch lesenswert: http://stadt-bremerhaven.de/kurze-meinung-zum-apple-markencheck/

  • Lutz
    Posted 7. Februar 2013 at 13:38 | Permalink

    Hallo,
    ich bin schon vor rund 5 Jahren komplett auf Linux umgestiegen und habe den Schritt nie bereuht.

    Inzwischen sind die verschiedenen Linux-Distributionen einen große Schritt weiter und vieles funktioniert eben doch out-of-the-box. Als Beispiel möchte ich nur die Installation und Konfiguration von Druckern nennen. Unter Windows möchte ich mich dem eigentlich nicht mehr aussetzen.

    Ehemaligen Windows-Nutzern würde ich allerdings empfehlen, nicht die – doch sehr gewöhnungsbedürftige – Unity-Oberfläche zu verwenden. KDE (also Kubuntu oder gleich SuSe) ist näher an Windows dran und bietet mehr Möglichkeiten der Konfigiration als die bei anderen gängigen Linux-Arbeitsoberflächen (Unity und Gnome).

    @Joerg H.
    Schön, wenn Sie mit ihrem Apple eine neue Heimat gefunden haben. Allerdings muss man sich unter Linux auch nur noch wenige Gedanken über Virenbefall machen. Da haben die Macs keinen Vorteil.
    Und auch MS-Office vermisse ich nicht (außer vielleicht MS-Project). OpenOffice oder LibreOffice sind absolut gleichwertige Office-Pakete. Und inzwischen kann man mit NeverNote auch Evernote unter Linux nutzen. Für die Passwort-Verwaltung gibt es LastPass und wenn Sie einmal eine RICHTIGE Bildverwaltung sehen wollen, dann sollten sie einmal DigiKam ausprobieren.

  • Stephan List
    Posted 8. Februar 2013 at 10:58 | Permalink

    Vielen Dank für die umfangreichen Kommentare. Sie sind alle ohne Ausnahme sehr informativ. Wie ich sehe, ist Linux immer noch umstritten.
    Dennoch tendiere ich dazu, es mit Linux einmal zu probieren. Wie gesagt, ich werde dazu mein Netbook benutzen, dass sowieso nur herumsteht und erst einmal vom USB-Stick booten.
    Starten möchte ich mit LinuxMint, das sehr gut Kritiken bekommen hat.

    Noch etwas: Ich möchte mich bei allen, egal ob dafür oder dagegen, für die Sachlichkeit der Kommentare bedanken. Oft artet so etwas ja in einen Glaubenskrieg aus. Nicht so auf dem Toolblog.
    Ich habe tolle Leser! :-)

  • Posted 13. Februar 2013 at 21:58 | Permalink

    Hallo,

    hier meine erste Zwischenbilanz.
    Ich habe sowohl Ubuntu 12.04 als auch LinuxMint 14 per USB-Stick als Live-System auf meinem Netbook ausprobiert. Machen wir es kurz: Ich befürchte die Skeptiker um Dagmar haben Recht.
    Was bei Ubuntu geht, funktioniert bei LinuxMint nicht und umgekehrt. Schon das Eindeutschen ist bei LinuxMint mit Gepfriemel verbunden. Als ich es dann geschafft hat, hat sich der Rechner beim Reboot aufgehängt.
    So ist das nichts.
    Jetzt probiere ich noch ein bisschen herum, aber ein OS zum Arbeiten ist das noch lange nicht.
    Vielleicht in ein paar Jahren wieder. Schade.

    • Nils Michael Becker
      Posted 13. Februar 2013 at 22:54 | Permalink

      Da machen Sie irgendwas falsch :-) Ich habe inzwischen gut ein halbes Dutzend Rechner umgestellt, auf Ubuntu, Lubuntu, Linux Mint. Nicht bei einem Probleme, und alle direkt bei der Installation auf Deutsch eingestellt. Und ich schwöre, es sind meine ersten sechs Rechner unter Linux gewesen. Vielleicht hängt es doch einfach stark an der Distribution/LiveDVD, die Sie da benutzen?

      • Posted 14. Februar 2013 at 11:42 | Permalink

        Oje, es ist wie immer der DAU! ;-)

        Wie auch immer, ich habe halt nicht die Zeit, so lange in irgendwelchen Distributionen herumzusuchen, bis mal eine passt. Mir wurde glaubhaft versichert, dass Ubuntu diejenige ist, die für den halbgebildeten Laien am einfachsten zu handhaben ist. Aber nutzerfreundlich ist etwas anderes. Das wird wohl noch eine Weile dauern.

        Nichts für ungut… Der Wille war ja da.

  • Posted 15. Februar 2013 at 19:55 | Permalink

    “Nein, ein Mac kommt mir nicht ins Haus” – das sagte ich auch eine Zeit lang. Bis ich über iPod zum iMac kam und nun fast ausschließlich Macs benutze. Ist aber wohl ein Glaubenskrieg, in dem man niemanden bekehren kann (oder sollte). Es können sich lediglich durch eigene Nutzung die Augen öffnen.

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