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Arbeitsorganisation - Produktiv und Persönlich

Haben Sie die Aufschieberitis? Hier wird Ihnen geholfen.

Aufschieberitis oder “Prokrastination” (klingt schlauer) steht wohl in der ewigen Hitliste der Produktivitätskiller ganz weit oben. Jeder von uns kennt irgendeine Form von Aufschieberitis und nicht immer muss das Anlass zur Sorge sein. Wenn Sie das Anfertigen Ihrer Steuererklärung immer wieder hinauszögern, dann ist das eher ein Zeichen dafür, dass Sie völlig gesund sind und normal ticken. Für mich wäre es eher befremdlich, wenn Sie sich voller Begeisterung und ohne Zögern darauf stürzten.

Mit purer Selbstdisziplin kommen Sie der Aufschieberitis in der Regel nicht bei. Experten empfehlen, die ungeliebte Aufgabe in kleine verdaubare Happen zu zerlegen. Die Autoren dieses Videos schlagen dafür die Tomatentechnik vor.

 

Alex Vermeer hat ein systematisches Vorgehen bei akuter Aufschieberitis und ein passendes Schaubild dazu entwickelt: How to Get Motivated: A Guide for Defeating Procrastination. Alex stellt das Schaubild in verschiedenen Auflösungen zum Download zur Verfügung und erklärt eingehend die Vorgehensweise. Bevor Sie loslegen, sollten Sie aber noch seine grundlegenden Artikel “How to Generally Reduce Procrastination” und “How to Stop Procrastinating Right Now” lesen. Ersterer hat mir besonders gut gefallen.

Vermeer

Übrigens kann man das Aufschieben auch gezielt einsetzen. Sie haben es gemerkt. Ich habe “Aufschieberitis” durch “Aufschieben” ersetzt. Wie das geht, beschreibt John Perry auf seiner Website Structured Procrastination.

BTW: Die “Krankheit” scheint epidemische Ausmaße zu haben. Es gibt sogar eine eigene deutschsprachige Website dazu.

2 Comments

  • Posted 30. September 2012 at 15:11 | Permalink

    Prokrastination – für alles gibt es Fachbegriffe. Und meine Erfahrung ist, daß sich Menschen damit auch ganz wohlfühlen. Hauptsache das Ding hat einen Namen. Und erstaunlicher Weise, schafft das bei vielen schon so viel Entlastung, daß für sie eine Änderung des Verhaltens gar nicht mehr wirklich wichtig ist.

  • Christian
    Posted 14. März 2013 at 16:38 | Permalink

    Die 25 Minuten aus der Pomodoro-Technik funktionieren für mich nicht so gut. Was hilft, ist künstlich Eile zu erzeugen: Wenn ich eine Liste von Aufgaben habe, die langweilig und regelmäßig wiederkehrend sind, und die ich daher gerne verschiebe, dann stelle ich mir einen Timer auf 6 Minuten (Dreimal je 2 Minuten, um etwas kurzes zu erledigen). Nach sechs Minuten gibt es aber keine Pause, sondern sofort die nächste Aufgabe von der Liste.

    Was sind das für Aufgaben?
    – E-Mail Eingang sichten
    – Belege erfassen
    – Termine eintragen
    – Handschriftliche Notizen verarbeiten
    – …

    So kann ich auch das Problem, umgehen, dass ich “nur noch” 15 Minuten oder “nur noch” 30 Minuten bis zum nächsten Termin habe: Das reicht für zwei oder vier Sprint-Intervalle, und schon sind wieder ein paar Aufgaben erledigt.

    Natürlich funktioniert das nicht für Sachen, über die ich tatsächlich nachdenken muss. Aber die mache ich sowieso lieber.

    Gruß,
    Christian. (der gerade einen 6-Minuten-Sprint verschenkt hat)

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