Sehr oft liegt die Wurzel unserer Probleme zwischen unseren eigenen Ohren. Autoren der Eastern Washington University beschreiben 15 Arten, wie Sie sich mit verzerrtem oder verdrehtem Denken das Leben schwer machen können: 15 Styles of Distorted Thinking. Hier die Liste der Grübelfallen:
- Filtern: Das Betrachten der Dinge nahe zu ausschließlich durch die Negativbrille
- Polarisiertes Denken: Entweder – oder statt sowohl – als auch
- Generalisieren: Immer, ständig, nie…
- Gedanken lesen: Ich weiß schon, was er/sie sagen wird
- Teufel an die Wand malen: Von allen Szenarien wird garantiert das schlimmste eintreffen
- Personalisieren: Alles was passiert, hat etwas mit mir zu tun
- Trugschlüsse bez. Kontrolle: Ich kann nichts tun, ich bin hilflos ausgeliefert. Oder: Ich bin für alles verantwortlich, was um mich herum geschieht
- Trugschlüsse bez. Fairness: Nur ich weiß, was fair ist, warum wissen das die Anderen nicht?
- Vorwürfe machen: “Die Hölle, das sind die Anderen” (Sartre)
- Eherne Regeln: Hätte, sollte, dürfte, müsste
- Emotionales Argumentieren: Was ich fühle, muss wahr sein
- Trugschlüsse bez. Veränderung: Wenn ich Menschen lange genug bearbeite, werden sie sich ändern
- Verallgemeinerndes Etikettieren: Ein oder zwei Eigenschaften reichen zur Beurteilung eines Menschen
- Recht haben: Recht haben kann zur Rechthaberei führen
- Trugschlüsse über die göttliche Belohnung: Irgendwann wird sich mein Verhalten auszahlen
Im Artikel finden sich noch weitere Erläuterungen zu den einzelnen Punkten.
Ich muss zugeben, das eine oder andere kommt mir bekannt vor. Und ja, wir können uns selbst und unseren Mitmenschen tatsächlich mit diesen Denkfallen das Leben unerträglich machen. Vielleicht sollte man sich die Liste ausdrucken und auf den Schreibtisch legen.













One Comment
Hallo Stephan,
eine wirklich schöne Liste! Ich drucke sie mir auf jeden Fall aus. Und ich überlege, ob es Sinn ergibt, Sie an mein ganzes Projektteam zu verteilen? Oder bin ich dann schon wieder bei Punkt 12:-)
Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
Carsten
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