Komisch, es gibt offensichtlich keine Zufälle. In letzter Zeit bekomme ich immer wieder Anfragen, ob ich ein Produkt ausprobieren und über meine Erfahrungen schreiben will. In den USA ist das durchaus üblich. Allerdings habe ich über einen Tweed von Stefan Hagen erfahren, dass diese Praxis dort ungeahnte Ausmaße angenommen hat: Kampf gegen Schleichwerbung in Blogs – Brauchen wir einen Social-Media-Kodex? Dort steht:
Ab Dezember gelten neue Regeln, die die US-Wettbewerbsbehörde jetzt erlassen hat. Danach müssen Blogger oder Nutzer, wenn sie ein Produkt bewerten, "die materiellen Beziehungen, die sie zu den Anbietern des Produktes oder der Dienstleistung haben, offen legen".
und
Die deutsche Netzgemeinde diskutiert – und begrüßt die US-Initiative. "Das wird aber auch Zeit!", twittert "Marvis" und fragt: "Hoffentlich bald auch in D?". Auch Blogger "Black Hole" wünscht sich vergleichbare Richtlinien für Deutschland: "Damit würde a) die absichtliche Irreführung der Verbraucher wenigstens ein Stück weit eingedämmt… und b) dem bewussten Täuschen und ‘Schönschreiben’ mieser Produkte ein Riegel vorgeschoben."
Ich sehe das ähnlich. Bis jetzt habe ich derartiges auch noch nicht gemacht, von einer Buchbesprechung mal abgesehen. Das kann sich aber im Einzelfall in Zukunft durchaus ändern, ich finde das nicht weiter schlimm. Dabei verspreche ich Ihnen, mich an folgende Regeln zu halten:
- Falls ich ein Produkt zur Verfügung gestellt bekomme, werden Sie im Text klar ersehen können, dass und von wem das Produkt gesponsert wurde
- Ich werde mich nicht für das Schreiben eines Beitrags mit Geld bezahlen lassen
- Alles im Leben hat Vor- und Nachteile. Ich werde mich um Ausgewogenheit bemühen. Es wird hier weder Verrisse noch Lobhudeleien geben. Über Produkte, von denen ich nichts verstehe und die außerhalb des Themenhorizonts des Toolblogs liegen, schreibe ich nicht. BTW: Von den drei Anfragen, die ich bisher habe, hat kein einziger Anbieter versucht mich in irgendeine Richtung zu beeinflussen: “Probieren Sie es aus und wenn Sie wollen, schreiben Sie etwas drüber”
Ich denke unter diesen Bedingungen ist das Schreiben über zur Verfügung gestellte Produkte in Ordnung. Jede Computerzeitschrift macht das so. Wenn Ihnen bei meinen Regeln noch etwas fehlt, dann hinterlassen Sie einen Kommentar. Ich werde mich damit auseinander setzen.













2 Comments
Finde ich so ok, Stephan.
Ich würde ja gern den Txtr-ebookreader testen, ich verspreche, das ich ganz begeistert bin
Servus,
Texte zu Artikeln/Diensten gibts ja schon länger auch auf anderen Blogs. Trigami ist da glaub ich relativ populär. Solange klar ersichtlich ist, dass es sich dabei um einen bezahlten Text handelt, finde ich auch nichts verwerfliches daran, Bargeld dafür zu nehmen. Was ich beim oben genannten Anbieter übrigens auch super fand ist, dass der Author den Betrag, den er bekommt, schon im Vorhinein ersehen kann und der sich eben _nicht_ danach richtet, ob der Artikel/Dienst gut oder nicht bewertet wurde.
Grade auf Toolblog glaube ich sogar, dass (soweit du objektiv schreibst, was ich dir aber durchaus zutraue) dass das Vorstellen von div. Sachen auch für die Leser einen schönen Mehrwert bringen kann. Und warum solltest du als Blogger nicht auch ne Kleinigkeit davon haben? (und wenns nur die Serverkosten sind, die du nicht mehr bezahlen brauchst)
*thumbsup*
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