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Arbeitsorganisation - Produktiv und Persönlich

Getting Things Done – Stand der Dinge

Fran Malloy hat einen interessanten ausführlichen Artikel zu Getting Things Done verfasst: What Is Wrong with GTD? 
Die Kernaussagen (Bemerkungen von mir):

  • GTD is a complex system that requires a lot of customisation.

    Mit Verlaub, ich finde nicht, dass das System komplex ist. Ich vergleiche in meinen Workshops das Ganze gern mit der Gebrauchsanleitung zu einem Brettspiel. Wenn man ein Spiel zum ersten Mal mit Hilfe der Anleitung spielt, sieht alles sehr verwirrend aus. Hat man es dann einige Male gespielt, ist es ganz einfach und man kann die Anleitung in die Tonne stecken.
    Dass man nach einiger Zeit das System der eigenen Arbeitssituation anpassen muss, dürfte in die Kategorie “Binsenweisheit” gehören. Zu unterschiedlich sind Gewohnheiten (PC oder Papier?), Ansprüche und Kontexte (Produktionshalle oder Büro?) als das man ein One-for-all-System darüber stülpen könnte.

  • Many users still find it useful and many others now offer their own customised version.

    Ich denke doch auch, dass viele Benutzer Allens System nützlich finden. Dafür spricht die gewaltige Resonanz. Natürlich gibt es nun eine Unzahl von Zeitgenossen, die in der Zwischenzeit die eigene modifizierte Fassung präsentieren. Das finde ich auch gut, so kann man voneinander lernen. Achselzuckend nehme ich zur Kenntnis, dass viele auch meinen, ihre Version wäre um so viel besser als das originale GTD von David Allen oder könne es ersetzen. Ich halte solche Diskussionen für müßig. Es gilt das oben gesagte: Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall. Es wird immer einige Leute geben, die finden: Auch die modifizierte Version “is a complex system that requires a lot of customisation”.

  • A new book by author David Allen promises to expand the concept to address work and life harmony.

    Darauf darf man gespannt sein. Bislang drehten sich die meisten Diskussionen bez. Getting Things Done um Runway bis 30000 ft. Mal sehen, wie die Aussicht ganz oben ist.

Der Artikel fasst den Stand der Dinge bez. GTD zusammen, bitte beachten Sie auch die entsprechenden Kommentare.

5 Comments

  • Posted 18. Dezember 2008 at 14:46 | Permalink

    Aus meiner Sich ist der größte Vorteil von GTD auch der größte Nachteil: Die Tatsache, dass man das System an seine eigenen Bedürfnisse anpassen kann, aber eben auch anpassen muss. Allen beschreibt ja eher eine Methode, die konkrete Umsetzung bleibt jedem selbst überlassen: schreibe ich meine “Next Actions” auf Karteikarten, ins Notizbuch, verwalte ich sie in Outook usw.
    Und gerade diese “Personalisierung” des Systems kann angesichts der vielen Möglichkeiten vom eigentlichen Ziel der Selbstorganisation abhalten. Zumindest ich bin immer noch auf der Suche nach der für mich optimalen GTD-Implementierung…

  • Posted 18. Dezember 2008 at 15:11 | Permalink

    Ich kann das mit dem “anpassen müssen” nicht verstehen. Das ist doch immer so. Man lernt etwas und mit zunehmender Praxis entwickelt man den eigenen Stil. Das ist m.E. kein Nachteil, auch kein Vorteil, sondern liegt in der Natur der Sache.
    Vielleicht ist ja wirklich der Weg manchmal das Ziel. Perfektion kann ich nie erreichen, aber immerhin anstreben, wenn ich denn will (aber das ist eine andere Baustelle).

  • Posted 19. Dezember 2008 at 17:30 | Permalink

    Was ich damit sagen wollte: es gibt ja auch Selbstmanagement-Methoden, die Anleitungen liefern in der Art: schreiben sie ihre Termine in Formular A, ihre Aufgaben in Formular B usw.
    Bei GTD muss man sich dieses “Formular” selbst basteln bzw. suchen. Und das kann, auch weil es so viele Möglichkeiten gibt, manchen überfordern. Da wäre meiner Meinung nach manchmal eine konkretere Anleitung hilfreich, zumindest für den Einstieg.
    Ich hoffe, es ist jetzt verständlicher, was ich meine.

  • Posted 19. Dezember 2008 at 17:40 | Permalink

    Jetzt hab ichs verstanden. Das ist halt das Dilemma. Je detaillierter ich Methode vorgeben, desto unflexibler wird das System. Zu was das führt, habe ich selbst vor vielen Jahren am Beispiel Time/System erlebt.

  • Peter
    Posted 24. Dezember 2008 at 09:19 | Permalink

    ich kann verstehen, dass man bei der Fülle der Möglichkeiten des Selbstmanagements überfordert ist. Den EINEN Weg gibt es nicht. Jeder muss für sich seinen Weg finden mit den gegebenen Möglichkeiten umzugehen. Nutze ich einen PC, Papier, einen PDA oder ein Mobiltelefon, oder gar eine Mischung von verschiedenen Medien. Es kommt auf die persönlichen Neigungen an, für welches Medium/Kombination man sich letztendlich entscheidet. Probieren geht über studieren. Bei der Auswahl sollte man sich auch nicht unter Druck setzen, sondern sich die Zeit gönnen um sich mit seiner Auswahl intensiv zu beschäftigen. Hat man ein System gefunden, dass den persönlichen Neigungen entspricht und mit den man idealer Weise auch seine beruflichen Aufgaben mit den privaten verbinden kann, sollte man es konsequent umsetzen.
    In diversen Foren und Blogs werden immer wieder neune Ansätze präsentiert und diskutiert. Bevor am einen Wechsel in Betracht zieht, sollte man genau prüfen was bringt mir der eventuelle Umstieg wirklich? Kann ich meine Daten übernehmen? Habe ich Folgekosten? Wird das System ausreichend gepflegt? Ist es idealer Weise plattformunabhänig? Ich selbst habe über 2 Jahre nach dem optimalen System gesucht und jetzt auch gefunden. Ich setze eine Mischung aus dem Webanwendungen Google Kalender für Termine, Goolge Mail, Remember the Milk für Aufgaben, Thunderbird für Mails auch lokal zu speichern und Handy zur Kommunikation ein. Für Besprechungen und Notizen benutze ich weiterhin traditionell Papier, lediglich für Sprachnotizen von unterwegs nutze ich das Handy.

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