Archiv für den Monat: Februar 2008

Die Broschüre zum Web 2.0

Für die Profis unter den Lesern wird es ein alter Hut sein, ich bin erst jetzt beim Durchforsten meiner Linksammlung auf die Broschüre zum Web 2.0 (pdf) gestoßen. Für diejenigen unter Ihnen, die eine leicht verständliche Einführung in das Thema suchen, bietet die Publikation eine erste Übersicht über die wichtigsten Angebote. Beschrieben werden Personal Publishing, Wikis, Social Networking u.v.m. Wenn Ihnen das nicht reicht, dann bietet Ihnen die Website zur Broschüre weitergehende Links. Natürlich darf der berühmte Artikel von Tim O’Reilly nicht fehlen: What Is Web 2.0?

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Die eierlegende Wollmilchsau: Das Flipchart

Wenn ich ein Medium auf eine einsame Insel mitnehmen könnte/müsste, dann wäre es sicherlich das Flipchart. Es ist einfach sehr vielseitig einsetzbar, man kann es sowohl als eine Art Tafel verwenden als auch als Pinnwandersatz. Letzteres in Kombination mit den berühmten Haftzetteln oder post-it-Notes. Vor einiger Zeit hat Presentation Zen diesem Universalwerkzeug einen umfangreichen Beitrag gewidmet: Flip charts as visual enhancers. Hier erfahren Sie, wie Sie das Flipchart insbesondere für Präsentationen einsetzen können. Vielleicht erfreut das ja das beamertraumatisierte Auditorium, wenn vom Vortragenden zur Abwechslung einmal ein anderes Medium eingesetzt wird. “Varietas delectat”, sagt der Römer. Einige informative Videos und eine Linksammlung zu einschlägigen Veröffentlichungen über den Gebrauch des Flipcharts und Literaturempfehlungen runden den Artikel ab.

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Projektmanagement kostenlos

Vor einiger Zeit habe ich hier auf kostenlose Software zum Projektmanagement hingewiesen. Leider gibt es die Liste, auf die im Artikel hingewiesen wird nicht mehr. Aber dafür andere:

Mittlerweile hat Open Workbench Konkurrenz bekommen. OpenProj verspricht einen ähnlichen Funktionsumfang wie Open Workbench und empfiehlt sich ebenfalls als Alternative zu teuren Microsoft Project. Vielleicht ist unter den Lesern ein Spezialist für Projektmanagementsoftware, der uns mitteilt, ob das zuviel versprochen ist.

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Sei (nicht) perfekt!

In der Transaktionsanalyse gibt es das Modell der Inneren Antreiber. Die fünf Inneren Antreiber lauten:

  1. Sei stark!
  2. Sei perfekt!
  3. Sei (anderen) gefällig!
  4. Beeil dich! 
  5. Streng dich an!

Was die Selbstorganisation angeht, dann spucken uns diese Antreiber immer wieder in die Suppe. Wenn ich z. B. einen Antreiber habe, der mir dauernd eintrichtert “Sei anderen gefällig”, dann wird es mir schwer fallen, bei passender Gelegenheit auch einmal “Nein!” zu sagen. Und wir wissen, dass Nein-sagen-Können eine wichtige Grundlage für angemessene Selbstorganisation ist. Besonders vertrackt ist auch der Antreiber “Sei perfekt“. Da können Sie machen, was Sie wollen, Purzelbäume oder einen Handstand mit simultanem Füße-Wackeln: Sie werden das Perfekte nicht erreichen. Schon deshalb, weil es das Perfekte in der Regel nicht gibt. Was Sie aber mit Sicherheit bekommen werden, sind massive Erschöpfungszustände. Denn oft benötigen wir 80% unserer Energie um die letzten 20% Feinschliff aus einer Aufgabe herauszuholen. Perfekt erledigt ist sie deswegen immer noch nicht.

Falls Ihnen der perfektionistische Antreiber gelegentlich ein Bein stellt, dann helfen Ihnen vielleicht die Tipps von Christina Laun auf Bootstrapper weiter: 17 Ways to Stop Being a Perfectionist and Get More Done. Sie empfiehlt:

  1. Setzen Sie realistische Erwartungen
  2. Geben Sie sich selbst einen Vertrauensvorschuss
  3. Akzeptieren Sie, dass Sie Fehler machen werden (vielleicht das Schwerste für einen Perfektionisten)
  4. Bitten Sie um Hilfe (leider kommt dieser Punkt immer mehr aus der Mode)
  5. Konzentrieren Sie sich auf die Gegenwart
  6. Lassen Sie es laufen (geschehen)
  7. Entspannen Sie sich
  8. Konzentrieren Sie sich auf das Große Ganze
  9. Erlauben Sie sich selbst etwas
  10. Bringen Sie Ihren Inneren Kritiker zum Schweigen (na ja, noch so ein Klopper)
  11. Machen Sie sich klar, dass immer irgendwer ein Haar in der Suppe findet
  12. Benutzen Sie Perfektionismus lediglich als Motivator
  13. Hören Sie auf, sich mit Anderen zu vergleichen
  14. Analysieren Sie sich nicht zu Tode
  15. Werden Sie lockerer (oder im Ruhrgebiet: Halten Sie den Ball flach)
  16. Lernen Sie, mit Kritik umzugehen
  17. Hören Sie mit dem Aufschieben auf

Und ein letzter Tipp von mir: Befolgen Sie diese Tipps nicht alle auf einmal. Das wäre ja auch schon wieder typisch, oder? Vielleicht suchen Sie zwei Punkte heraus und fangen damit an. Aber nicht vergessen, Sie müssen nicht perfekt sein, auch nicht beim Verlernen von Perfektionismus. ;-)

Im Übrigen: Innere Antreiber können sehr mächtig sein und im schlimmsten Fall sogar die Herrschaft über Betroffene erlangen. Dann hilft nur eine geeignete Therapie. Scheuen Sie sich nicht, um professionelle Hilfe zu bitten, wenn es allzu schlimm wird. Denken Sie an Hinweis 4!

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Das Tickler-File: Was es ist, wie es geht und was es bringt

Das Tickler-File (Sie wissen schon, die berühmten 43 Mappen), sind eigentlich gar kein originärer Bestandteil der Methode Getting Things Done. Vielmehr handelt es sich um eine raffinierte Methode der Wiedervorlage, wie die Bürokraten sagen würden. Das können Sie immer gebrauchen, selbst wenn Sie Getting Things Done gar nicht anwenden wollen. Tristan Loo hat einen umfangreichen Artikel über das Tickler-File verfasst: How to Make and Use a Tickler File System. Sie können dort nachlesen:

  • Was ist genau ein Tickler-File? (Wiedervorlagekartei, wie sich das schon anhört, vielleicht haben Sie was besseres)
  • Die Vorteile des Tickler-Files (Loo hat davon 17 aufgelistet, das ist doch mal was)
  • Wie Sie Ihr System aufsetzen (sehr umfangreich, allerdings auf deutsche Hardware zu übertragen)
  • Wie Sie das System am Laufen halten
  • Tipps und Tricks
  • Tricks, die für Herrn Loo funktionieren
  • Tricks, die für Herrn Loo nicht funktionieren,

aber vielleicht für Sie, denn was für den einen sin Uhl ist dem anderen sin Nachtigall. Auf jeden Fall der beste Artikel, den ich bislang zur Wiedervorlagekartei gelesen habe.

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Die Liste veralteter Fertigkeiten

Brad Kellett hat eine Liste mit Fertigkeiten ins Netz gestellt, die heute offensichtlich niemand mehr braucht: Obsolete Skills. Die Aufzählung reicht von A wie Adjusting rabbit ears on top of a TV bis Z wie ZX Spectrum and “R Tape loading error, 0:1″. Was mich auf den Gedanken bringt, bei mir selbst einmal zu schauen, welche Fertigkeiten bei mir “veraltet” sind. Und zu der Frage, ob ich dann in meinem Inventar entrümpeln sollte, ob das überhaupt geht und welchen Nutzen das hat. Immerhin habe ich mal gelesen, das es notwendig sein soll, gewisse Dinge zu entlernen. Erst dann können neue Verhaltensweisen eingeübt werden. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

[via Presurfer]

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Synchronisieren bis zum Umfallen

Vielleicht geht Ihnen das auch so. Sie verwenden zunehmend online-Angebote (web 2.0) und fragen sich, wie sie diese mit den Programmen, die Sie lokal auf Ihrem Rechner fahren, unter einen Hut bringen sollen. Synchronisation heißt das Gebot der Stunde. Wie das geht, beschreibt ein Artikel auf “Internet Duct Tape”: The Holy Grail of Synchronization. Der Autor verrät Ihnen, wie Sie Microsoft Outlook, Google Calendar, Gmail, iPod und Ihr Mobiltelefon dazu bringen, miteinander zu arbeiten. Dabei ist nicht nur der Beitrag selbst interessant, sondern auch die Kommentare sind äußerst lesenswert. Da gibt es auch andere Kombinationen zu entdecken.

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Getting Things Done mit Outlook: Jello.Dashboard

Vor Urzeiten habe ich einmal über die Outlook-Erweiterung Jello.Dashboard berichtet. Mittlerweile gibt es ein Wiki zur Software. Hier können Sie allerhand Informationen zu Einrichtung und Benutzung der Software bekommen. Eine weitere Quelle ist die Jello Google Group, wo Sie im Archiv herumstöbern können.

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Ist Multitasking sinnvoll?

In der Reihe SWR2 Forum gab es kürzlich eine Diskussion zu dem Thema “Alles gleichzeitig oder schön der Reihe nach – Was bringt Multitasking?” Es diskutierten der Experimentalpsychologe Iring Koch, der Neurowissenschaftler Torsten Schubert und die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel. Eine spannende Diskussion, die von großer Sachkenntnis zeugte. Wenn man von den letzten Minuten absieht. Da beklagten sich alle, wie sehr das Aufpoppen des Post-Da-Signal in Outlook nerve. Liebe Frau Meckel, das kann man abstellen, man muss dazu nicht das komplette Programm runterfahren. RTFM oder fragen Sie doch einfach einen Ihrer Studierenden, wie man das macht.

(Download mp3).

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